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Sigrids Fuchsienseite

Fuchsienpflege

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Einleitung

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Fuchsien pflegen und überwintern

 

Diese Pflegeanleitung soll Ihnen den Umgang mit den Fuchsien etwas näher bringen, damit Sie auch in

Zukunft viel Freude an diesen wunderschönen Pflanzen haben. Sie erhebt aber keinesfalls den Anspruch

auf Vollständigkeit. Beachten Sie bitte, dass es sich bei den Fuchsien um lebende Pflanzen handelt.

Die Angaben in meiner Fuchsienpflege beziehen sich hauptsächlich auf allgemeingültige Lehrmeinungen.

Passen Sie die Pflegemaßnahmen bitte Ihren Möglichkeiten und den jeweiligen Gegebenheiten an.

Wollen Sie sich näher mit diesem Hobby beschäftigen, empfehle ich Ihnen unbedingt, sich ein gutes

Fuchsienbuch (z.B. von Gerda Manthey) zu kaufen.

 

Ich habe die Anleitung im März 2014 komplett überarbeitet  Ich hoffe, dass sie

jetzt noch informativer geworden ist. Umfangreich ist sie auf jeden Fall und das

führt leider zu folgendem Problem: Da die Seite so lang ist, kann es bei einigen

Computern vorkommen, dass die Position der Bilder nicht korrekt dargestellt wird

und sie teilweise den Text überlagern. Deshalb empfehle ich Ihnen die PDF Version

mit Lesezeichen. Sie können sie hier oder mit einem Klick auf das Bild herunterladen.

Beachten Sie aber bitte die rechtlichen Hinweise.  Aktualisierungen und

Erweiterungen werde ich jetzt nur noch bei der PDF Version machen. Gravierende Änderungen werde ich

natürlich auch auf die HTML Datei übertragen. HTML wurde zuletzt im März 2014, PDF im März 2014

aktualisiert. Falls Sie Kritik oder Anregungen haben, dann mailen Sie es mir bitte über das Kontaktformular.

 

Noch ein Hinweis: Der gesamte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Der Nachdruck und die Weitergabe

des unveränderten Dokuments zu ausschließlich privaten Zwecken ist ausdrücklich erlaubt. Jede weitere

Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf meiner schriftlichen Einwilligung.

 

Etwas Geschichte

Fuchsien sind seit dem frühen 18. Jahrhundert in unseren Breiten bekannt.

Als erster Europäer beschrieb und illustrierte der französische Paulanermönch und Biologe Charles Plumier

(1646-1704) eine Fuchsie, die er bei einer seiner Forschungsreisen nach Südamerika auf Santa Domingo

(Dominikanische Republik) gefunden hatte, in seinem 1703 erschienenen Buch „Nova Plantarum Americanum

Genera“. Er nannte sie zu Ehren des deutschen Arztes und Botanikers Leonhart Fuchs (1500-1566) „Fuchsia

triphylla flore coccinea“, also dreiblättrige Fuchsie mit scharlachroten Blüten. Allerdings soll eines seiner

Schiffe damals untergegangen sein, deshalb gelangte kein Pflanzenmaterial nach Europa.

Der schwedische Botaniker Carl von Linné übernahm 1753 in seinem Werk „Spezies Plantarum“, mit dem er

die binäre Nomenklatur begründete, die Beschreibung und die Zeichnung der Fuchsie von Plumier, nannte

sie aber nur Fuchsia triphylla, wobei Fuchsia für die Gattung und triphylla für die Art stand. Die Wissen-

schaftliche Bezeichnung Fuchsia hat sich bis heute gehalten, Plumiers Fuchsie hatte jedoch nichts mit der

heute als F. triphylla bezeichneten Art zu tun.

 

Herkunft und Lebensraum

Fuchsien wachsen überwiegend an regenreichen Berghängen bis 3000m Höhe im Unterholz, oder am Rand

des Regenwaldes, auf humusreichen, gleichmäßig kühlen und feuchten Böden, die aber trotzdem gut wasser-

durchlässig sind. Ihr Standort ist, bei hoher Luftfeuchtigkeit, eher kühl, zusätzlich werden sie durch hohe

Bäume vor prallem Sonnenlicht geschützt.

Es sind mehrjährige, verholzende Halbsträucher, Sträucher und Bäume, die der Familie der

Nachtkerzengewächse angehören, sind also nahe Verwandte unseres heimischen Weideröschens.

 

Die Gattung Fuchsia ist vor ca. 41 Millionen Jahren höchstwahrscheinlich auf

dem Südamerikanischen Kontinent entstanden. Man geht davon aus, dass die

Fuchsie ursprünglich in den Peruanischen Anden beheimatet war und sich von

dort aus in nördliche Richtung bis nach Mexiko und in südliche Richtung bis

nach Feuerland ausgebreitet hat. Vier Arten haben sich sogar in Neuseeland

und Tahiti angesiedelt. Das heutige, natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt

sich vom nördlichen Mexiko über Guatemala, Honduras, El Salvador, Costa Rica,

Panama, Kolumbien, Venezuela, Ekuador, Brasilien, Bolivien, Peru , Chile und Argentinien bis nach Feuerland,

sowie Neuseeland und Tahiti.Dabei ist auffallend, dass die Fuchsien, außer in einem Teilgebiet bei Rio de

Janeiro, ausschließlich an Westküsten vorkommen.

Zusätzlich haben sich auch noch einige winterharte Sorten der F. magellanica an der Westküste der

Britischen Insel, sowie in Irland als Gartenflüchtling angesiedelt.

 

Es gibt momentan 107 anerkannte botanische Fuchsienarten, die in 12 Sektionen (Ellobium, Encliandra,

Fuchsia, Hemsleyella, Jimenezia, Kierschlegeria, Pachyrrhiza, Procumbentes, Quelusia, Schufia, Skinnera,

Verrucosa) unterteilt werden. Die Arten können sich in Aussehen, Größe und Wuchs stark voneinander

unterscheiden. Während die F. excorticata beispielsweise als Baum wächst und bis zu 13 m groß wird und

zwei Unterarten der F. regia lianenartige Triebe von bis zu 15 m Länge ausbilden, erreicht die kriechende

F. procumbens als Bodendecker nur eine Höhe von wenigen Zentimetern. Bei den Blütenformen reicht das

Spektrum von kurzen, gedrungenen Blüten, über die klassische Fuchsienform, bis zu langen, schlauch-

förmigen Blüten. In der Sektion Schufia findet man sogar Fuchsien mit fliederartigen Blütenständen.

Die Blütengröße variiert von ca. 0,8 cm bei der F. thymifolia ssp. minimiflora und bis zu gut 10 cm bei der

F. fulgens. Ein Bild mit verschiedenen Blütenformen finden Sie hier.

Aus den Fuchsienarten wurden bisher weltweit über 20.000 Fuchsiensorten (Quelle DDFGG) gezüchtet.

Dazu kommt noch eine unbekannte Anzahl namenloser Fuchsienhybriden, welche hauptsächlich in

Baumärkten und Supermärkten verkauft werden.

 

Wuchs, Wuchsform und Erziehung

 

Der Wuchs

ist die Art in der die Triebe einer Fuchsie tendenziell wachsen. Beim Wuchs unterscheidet man zwischen stehend, halbhängend, hängend und kriechend.

 

Die Wuchsform

resultiert aus dem natürlichen Wuchs und der Erziehung einer Fuchsie. Hier wird zwischen Ampel, Busch,

Pyramide, Säule und Hochstamm (Kronbaum) unterschieden. Während sich hängende Fuchsien hervorragend

als Ampelpflanzen eignen, wachsen stehende und halbhängende Fuchsien (ohne spezielle Maßnahmen)

meistens buschförmig.

 

Erziehung

Die oben genannten Wuchsformen sind das Ergebnis eines geschickten Rückschnittes. Hochstämme

(Kronbäume) und Säulen sind also keine speziellen Sorten, sondern Fuchsien, die zu dieser Wuchsform

erzogen wurden. Für einen Hochstamm nimmt man den Steckling einer stark wachsenden, stehenden oder

halbhängenden Fuchsiensorte. Der Steckling wird mit einem Stab gestützt und nicht pinziert. Die Seiten-

triebe werden kontinuierlich abgeschnitten. Dadurch erzielt man ein schnelles Höhenwachstum. Hat der

Stamm die gewünschte Höhe erreicht, lässt man oben ein paar Seitentriebe stehen und bildet aus ihnen die

dekorative Krone. Bei der Erziehung zur Pyramide oder Säule geht man ähnlich vor, nur schneidet man dabei

die horizontalen Seitentriebe nicht ab. Man erhält also einen durchgehend belaubten Hochstamm, der dann

in Pyramiden- bzw. Säulenform geschnitten wird. Büsche werden relativ früh und oft pinziert, damit die

Pflanze sich gut verzweigt und eine kompakte Form entsteht. Bei Ampelpflanzen werden die vertikalen

Triebe stärker zurückgeschnitten als die horizontalen Seitentriebe, damit eine eher flache,

hängende Form entsteht.

 

 

Die Fuchsienblüte

 

Aufbau

Um die Angaben in den Fuchsienlisten besser verstehen

zu können, sollte man sich etwas mit dem Aufbau der

Fuchsienblüten beschäftigen: Am oberen Ende der Blüte

befindet sich der Fruchtknoten, aus dem sich später die

Frucht entwickelt. Gefolgt wird der Fruchtknoten von

der Kelchröhre (Tubus), die dann wiederum in die, meist

nach oben gebogenen, Kelchblätter (Sepalen) übergeht.

Darunter befinden sich die Blüten,- oder Kronblätter

(Petalen). Sie bilden die Krone (Korolle), welche die Staub-

fäden mit den Staubgefäßen und den Stempel umschließt.

Einfache Blüten besitzen vier, halbgefüllte fünf bis sieben,

gefüllte Blüten mehr als sieben Blütenblätter.

 

Mutationen und Farbänderungen bei Fuchsienblüten

Vor allem bei jungen, schwachen oder schlecht belaubten Pflanzen und zu Beginn

bzw. zum Ende der Saison kann es durchaus zu Mutationen der Blüten kommen.

Dabei können sich eventuell auch Blüten mit unterschiedlicher Färbung oder Anzahl der

Blütenblätter an einem Zweig befinden. Meistens werden dabei gefüllte Blüten ungefüllt ausgebildet.

Umgekehrt ist es aber auch möglich.

Zu Beginn und zum Ende der Wachstumsperiode und als Jungpflanzen sollten die Fuchsien eigentlich nur

wachsen. Allerdings möchten sie auch ganz gerne etwas blühen. Da das Wachstum aber absolute Priorität

hat, kann es bei der Blütenbildung natürlich zu kleinen „Fehlern“ kommen, was aber nicht weiter schlimm ist.

Bei kranken, schwachen oder schlecht belaubten Pflanzen handelt es sich um Notblüten, die unbedingt

entfernt werden sollten.

Generell kann man sagen dass die Farben und Blüten der Fuchsien vom Standort am Haus, von der

Wohnhöhe, vom Klima am Wohnort, vom Alter der Pflanzen, von den Jahreszeiten und von der Haltung als

solcher beeinflusst werden. So können Fuchsien in den Höhenlagen des Allgäus anders blühen als im Rheintal,

ältere anders als junge. Nicht gut gedüngte Fuchsien können andere Blüten und Farbtöne ausbilden als

optimal gedüngte. Die ersten Blüten im Frühjahr und die letzten Blüten im Spätherbst können sich von denen

im Sommer unterscheiden. Vor allem Fuchsien mit dunkelroter, purpurfarbener, blauer oder rotblauer

Korolle sind etwas anfällig für zeitlich begrenzte Farbabweichungen. Im Großen und Ganzen sollten die

Blüten aber der Beschreibung entsprechen. Das unnatürliche, kräftige Blau aus manchen Prospekten werden

sie aber nie hervorbringen.

 

 

Standort und gießen

Obwohl die meisten Fuchsienarten in tropischen Breitengraden zu Hause sind, darf man sie keinesfalls als

klassische Tropenpflanzen ansehen. Allein schon ihre bevorzugten Temperaturen, sie liegen zwischen 16 und

24 Grad, entsprechen nicht unbedingt unseren Vorstellungen von tropischen Gefilden.

Sie wachsen hauptsächlich in höheren Lagen des Regenwaldes im schattigen Unterholz, oder am Waldrand,

bei eher kühlen Temperaturen. Bei ständig hoher Luftfeuchtigkeit erhalten sie dort immer frische Luft, sind

aber gleichzeitig vor Windböen und Luftzug geschützt.

Diesen Lebensraum gilt es, so gut wie möglich zu imitieren und für die Fuchsien bei uns einen halbschattigen,

trotzdem hellen, luftigen, aber nicht zu zugigen Standort zu finden.

Ohne die nötige Frischluftzufuhr wird die Fuchsie anfällig für Pilzerkrankungen und Fäulnis; andauernde

Zugluft trocknet die Pflanzen aus.

Pralle Mittagssonne sollte bei den meisten Fuchsiensorten unbedingt vermieden werden, da die Blätter leicht

verbrennen, während Morgensonne, Nachmittags-, bzw. Abendsonne für die nötige Helligkeit sorgt und von

allen Fuchsien gerne gesehen wird. Am besten gedeihen Fuchsien auf Terrassen und Balkonen, die nach

Osten, Südwesten, Westen, oder Nordwesten ausgerichtet sind und von der Morgen-, Nachmittags-, oder

Abendsonne beschienen werden, an der West- oder Ostseite des Hauses, auf der Nordseite, solange dort

das Licht ungehindert einfallen kann, in nicht stark besonnten Vorgärten und natürlich im Garten, an

entsprechenden Plätzen beziehungsweise mit schattenspendenden Pflanzen in ihrer unmittelbaren

Nachbarschaft. Je ähnlicher das Umfeld dem natürlichen Standort der Fuchsien entspricht, umso einfacher

und erfolgreicher wird die Pflege, und die Pflanzen danken es uns, indem sie lange und üppig blühen und

weniger anfällig für Krankheiten sind.

Man kann Fuchsien auch an weniger günstigen Plätzen erfolgreich halten, indem man die Bedingungen mit

einfachen Mitteln etwas verbessert. So kann man Markisen, Flechtwände, oder berankte Pergolen als

Sonnen-, bzw. Windschutz verwenden, oder die Fuchsien durch größere Pflanzen schützen. Stark

verdunstende Pflanzen, oder Wasserspiele sorgen für höhere Luftfeuchtigkeit. Fehlende Luftfeuchtigkeit

kann man auch durch morgendliches oder abendliches Besprühen mit kalkarmem Wasser ausgleichen. Das

sollte man aber nie mittags bei direkter Sonnenbestrahlung machen, da sonst die Blätter und die Blüten

verbrennen können.

Absolut ungeeignet sind heiße Standorte, wie z.B. geteerte Hinterhöfe oder Balkone auf der Südseite,

selbst wenn die Pflanze im Schatten steht. Auch trockene Zimmerluft wird von den Fuchsien schlecht

vertragen. Obwohl man auch dort durch besprühen Abhilfe schaffen könnte, wird eine dauerhafte Haltung

im Zimmer kaum zufrieden stellend klappen.

Fuchsien können aber durchaus auch an sonnigen Standorten gut gedeihen. Neben der Auswahl der Sorte,

hängt das vor allem von der Topfgröße ab. Die Erde in großen Behältern heizt sich nicht so stark auf.

Deshalb vertragen Fuchsien großen Gefäßen mehr Sonne als in kleinen Töpfen. Fuchsien im Freiland sind

generell recht sonnenverträglich. Leider können Sie Ihre Fuchsien nicht immer direkt in einen großen

Behälter pflanzen. Beachten Sie bitte die Hinweise unter „Töpfe und Übertöpfe“, „Töpfe schattieren“ und

Fuchsien als Beetpflanzen“ und graben Sie die Fuchsie eventuell mitsamt Topf in die Erde ein.

 

Fuchsien für sonnige Standorte

Obwohl die meisten Fuchsien generell eher halbschattig stehen möchten, gibt es Sorten, die auch sonnige

Standorte normalerweise gut vertragen. Es sind dies Fuchsien mit orangefarbenen Blüten, die Triphylla

Hybriden und Fuchsien mit vielen kleinen Blüten und schmalen, lederartigen Blättern.

Sonnenverträgliche Fuchsien sind zum Beispiel: Beacon, F. magellanica, Chang und F. triphylla.

 

Fuchsien für schattige Standorte

Andererseits gibt es Fuchsien, die, auch in großen Behältern, nur an schattigen Plätzen gut gedeihen.

Als Faustregel gilt: Je größer und gefüllter die Blüten, je weicher und größer die Blätter sind, desto

empfindlicher sind sie gegen Sonnenbestrahlung. Auch reinweiße Sorten und Fuchsien mit pastellfarbenen  

Blüten sind sehr empfindlich. Färben sich weiße Blüten rosa, dann haben sie wohl etwas zuviel Sonne

abbekommen.

Sorten, die sich im Schatten am wohlsten fühlen sind zum Beispiel: Annabel, Fey und Lena Dalton.

 

Fuchsien gießen und besprühen

Fuchsien verdunsten durch ihr dichtes Blattwerk sehr viel Wasser. Während der Vegetationszeit sollten

Topfpflanzen täglich, bei heißem Wetter (wenn nötig) auch öfters, gegossen werden.

Gießen Sie aber immer nur nach Bedarf, das heißt: Kontrollieren Sie jeden Topf einzeln auf

Restfeuchtigkeit, passen Sie die Wassermenge entsprechend an und gießen Sie nur Töpfe, die es nötig

haben. Gießen Sie immer durchdringend. Der Boden sollte ständig feucht gehalten werden, nie völlig

austrocknen, darf aber auch nicht ständig nass sein. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, sie führt

unweigerlich zu Wurzelfäule. Überschüssiges Wasser in Untersetzern ist zu entfernen.

Gießen Sie nur morgens oder abends damit die Pflanzen nicht verbrennen. Falls Sie doch einmal mittags

gießen müssen, dann verwenden Sie nur temperiertes Wasser, dass Sie direkt in den Topf geben, ohne das

Blattgrün zu benässen.

Ist ein Topf einmal so eingetrocknet, dass sich die Erde bereits vom Gefäß löst, muss er solange in

temperiertem Wasser untergetaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach lässt man das

überschüssige Wasser ablaufen. Normales Gießen ist in diesem Fall leider nicht ausreichend, da trockene

Erde kein Wasser aufnimmt.

Ist die Pflanze durch längeres Übergießen oder Staunässe geschädigt, nehmen Sie sie aus dem Topf und

lassen den Wurzelballen etwas an der Luft antrocknen. Dann klopfen Sie die äußere Erdschicht etwas ab

und entfernen die verfaulten Wurzeln. Pflanzen Sie die Fuchsie wieder in den (gereinigten) Topf und kürzen

 

Sie die schwächelnden Triebe, vor allem die Blütentriebe, stark ein. Verwenden Sie zum Auffüllen leicht

feuchte, ungedüngte Erde. Ist noch genug alte Erde vorhanden, würde ich mit dem Angießen bis zum

nächsten Tag warten, damit die restliche Nässe noch aus dem Wurzelballen gezogen wird. Düngen Sie, bis

sich die Wurzeln erholt haben, nur über die Blätter.

Wenn Sie eine oder mehrere Fuchsien mitsamt Topf in einen größeren Pflanzkasten oder direkt an einen

geeigneten Ort im Garten pflanzen, sieht das nicht nur gut aus, es verbessert den Wasserhaushalt auch

erheblich und steigert die Hitze- bzw. Sonnentoleranz der Pflanzen. Beachten Sie bitte, dass die Erde um

den Wurzelballen auch nach einem Regenguss trocken bleiben kann, da durch das Laubdach der Fuchsie und

der benachbarten Pflanzen kaum Regenwasser bis zum Boden dringt. Helfen Sie hier mit einer Gießkanne

nach. Beetpflanzen mit Unterpflanzung müssen nur bei länger anhaltenden Trockenheit, am besten mit einem

Regner gewässert werden, bis die Erde ca. 10 cm tief durchdrungen ist, allein stehende Fuchsien etwas

öfters.

 

Fuchsien, die an schattigen Standorten stehen, müssen nicht unbedingt besprüht werden, an ungünstigen

Standorten, oder bei großer Hitze ist es aber durchaus sinnvoll.

Allerdings darf, um Verbrennungen zu vermeiden, nie bei direkter Sonneneinstrahlung gesprüht werden.

 

Das richtige Wasser

Fuchsien bevorzugen eher weiches Wasser.

Regenwasser eignet sich hervorragend, wenn es nicht direkt am Anfang des ersten Regengusses nach

längerer Trockenheit gesammelt wurde, denn es ist zu stark mit Schadstoffen belastet.

Solange Leitungswasser nicht zu hart und zu kühl ist, wird es absolut problemlos von allen Fuchsien

akzeptiert. Bei Werten ab 10°dH bis 15°dH sollten Sie das Wasser etwas enthärten, indem Sie ein Säckchen

mit 200g Torf in einer 10 - Liter Gießkanne über Nacht ziehen lassen. Der Torf sollte nach dreimaligem

Gebrauch aber ersetzt werden. Bei Werten über 15°dH helfen leider nur chemische Enthärtungsmittel, die

Sie im Fachhandel erhalten.

Verwenden Sie zum Besprühen nur kalkarmes Wasser um hässliche Flecken auf den Blättern zu vermeiden.

 

Natürlicher Verdunstungsschutz

Verdunstung ist für alle Pflanzen immens wichtig und erfolgt hauptsächlich über die Spaltöffnungen

(Stomata) in den Blättern. Der dadurch entstehende Unterdruck transportiert Wasser und Nährstoffe von

den Wurzeln in die oberen Bereiche. Bei übermäßiger Verdunstung besteht allerdings die Gefahr, dass die

Pflanze austrocknet, da dem Boden zu viel Feuchtigkeit entzogen wird. Der einfachste Schutz davor ist,

dass die Pflanze die Spaltöffnungen bei großer Hitze schließt. Durch diese Öffnungen wird aber nicht nur

Wasser verdunstet, sondern auch das (für die Photosynthese wichtige) CO2 aufgenommen. Die Photo-

synthese wird also durch die Schließung der Stomata an heißen Tagen stark eingeschränkt. Deshalb haben

sich Pflanzen aus warmen und heißen Regionen durch andere Maßnahmen physiologisch und anatomisch an ihr

Klima angepasst.

Bei den Fuchsien, die ja hauptsächlich in kühleren Bergregenwäldern beheimatet sind, hat sich die Natur

aber eine etwas radikale Lösung ausgedacht: Sie stellen bei großer Hitze jegliche Wasseraufnahme über die

Wurzeln ein. Dadurch wird natürlich auch die Wasserversorgung der oberen Bereiche unterbrochen, was

zwangsläufig zu welken Blättern führt.

Wenn Sie an einem heißen Sommertag  eine gesunde Fuchsie entdecken, die, obwohl die Erde in ihrem Topf

noch feucht ist, ihre Blätter traurig herunterhängen lässt, dann greifen Sie auf keinen Fall zur Gießkanne.

Die Pflanze hat keinen Durst, es ist ihr nur viel zu warm. Gießen Sie trotzdem, riskieren Sie, dass zur

Überhitzung noch eine Wurzelschädigung hinzukommt, da die Fuchsie jetzt sowieso kein Wasser mehr

aufnehmen kann. Stellen Sie den Topf schnell an einen kühleren Ort. Ist die Erde schon zu stark

ausgetrocknet, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit temperiertem Wasser nachzugießen.

Verwenden Sie aber niemals kaltes Wasser, da die Pflanze sonst einen Schock bekommen kann.

 

 

Fuchsien düngen

 

Richtig düngen

Düngung ist immens wichtig für das gesunde Wachstum unserer Fuchsien, allerdings verbrennen die

empfindlichen Wurzelspitzen bei hoher Dosierung.

> Eine Überdüngung der Pflanzen ist unbedingt zu vermeiden! Düngen Sie am besten „weekly weakly“.
also wöchentlich und schwach, oder zumindest nach Kalender, um eine Über- bzw. Unterdüngung zu
vermeiden.

> Bei zu großem Nährstoffangebot bildet sich schwammiges Gewebe das die Fuchsie anfällig für
Ungeziefer und Krankheiten macht. Bei Unterdüngung kümmern die Pflanzen und neigen zu
atypischen Notblüten.

> Bei der Verwendung von Pflanzerde mit Depotdüngung sollte erst nach ca. 4 - 8 Wochen das erste Mal
nachgedüngt werden, da sonst die Gefahr einer Überdüngung besteht.

> Frisch getopfte und kranke Fuchsien sollten überhaupt nicht gedüngt werden. Auch bei längeren
Hitzeperioden sollte eine Düngpause eingelegt werden, da die Pflanzen in dieser Zeit weder wachsen,
noch neue Blüten ausbilden.

> Topfpflanzen sollten nur mit Flüssigdünger nachgedüngt werden, da eine kontrollierte Düngung mit
Trockendünger auf so kleinem Raum kaum möglich ist.

> Freilandfuchsien müssen generell nicht so intensiv (am besten mit gut verteiltem Trockendünger)
gedüngt werden. Organische Trockendünger (Guano, Hornspäne usw.) sind aber in ihrer Wirkung
temperaturabhängig. Sinkt die Temperatur längere Zeit unter 20 Grad, werden kaum Nährstoffe
abgegeben. Unsachgemäße Anwendung von Blaukorn und Guano kann zu Verätzung der Blätter und
Überdüngung führen. Hornspäne zersetzen sich eher langsam und sollten deshalb etwas in die Erde
eingearbeitet werden. Sie verätzen die Blätter nicht und eine Überdüngung ist fast ausgeschlossen.

> Setzlinge sollten Anfangs nur (mit einer Sprühflasche) über ihre Blätter gedüngt werden, was auch
bei schwachen, oder kränkelnden Fuchsien zu empfehlen ist. Verwenden Sie hierfür einen speziellen
Blattdünger oder einen normalen Flüssigdünger, den Sie mit 1,5 bis 2 ‰ (das entspricht 1,5-2ml  
fertiger Dünger pro Liter oder etwa einem Schnapsglas auf 10 Liter Wasser) sehr schwach dosieren.
Mein Tipp: Verwenden Sie zur Dosierung eine Spritze (vom Hausarzt), damit lassen sich auch kleine
Mengen genau abmessen.

> Düngen sie nicht bei prallem Sonnenschein, sondern eher an wolkenverhangenen Tagen oder in den
Abendstunden.

> Düngen Sie niemals eine trockene Pflanze. Wenn nötig gießen Sie vorher durchdringend. Der ganze
Wurzelballen muss feucht sein, es genügt nicht, dass die Erde nur oberflächlich nass ist.

> Hören Sie Ende August oder Anfang September auf zu düngen, damit sich die Pflanzen auf die
Winterruhe vorbereiten können.

> Während der Winterruhe darf auf keinen Fall gedüngt werden! Gedüngt wird erst, wenn sich das
Blattgrün entwickelt. Vorzeitige Düngezugaben helfen der Pflanze nicht beim Beenden der
Winterruhe, sondern können zur Schädigung des Wurzelwerks führen.

> Depotdünger (Langzeitdünger) und angesetzter Flüssigdünger sollten nicht zu lange gelagert werden.
Die Nährstoffe verflüchtigen sich, was im Extremfall zur Übersalzung der Fuchsien führen kann.

 

Der passende Dünger

Ihren Dünger können Sie selber herstellen, wofür Sie sich aber genauer mit der Materie beschäftigen

sollten, oder aber Sie machen es wie ich und greifen auf fertige Düngemischungen zurück. Man findet

mittlerweile eine ausreichende Anzahl brauchbarer Flüssigdünger im Fachhandel, die einem viel Arbeit

ersparen und dafür sorgen, dass nicht so viele, für Kinder sicher nicht unbedenkliche, Stoffe im Haus

gelagert werden.

Zwei Dinge sollten Sie aber auch bei Fertigdüngern beachten: Mischen Sie nur die Hälfte der

vorgeschriebenen Düngermenge mit der angegebenen Menge Wasser und düngen Sie dafür doppelt so oft.

Fuchsiendünger sollten Sie nach Herstellerangaben zubereiten und anwenden. Benutzen Sie nicht das ganze

Jahr über den gleichen Dünger, sondern passen Sie ihn den Bedürfnissen der Pflanze an.

Die Zusammensetzung des Düngers erkennen Sie ganz einfach an den drei Buchstaben N  P  K, die mit ihrer

Wertigkeit auf der Packung angegeben sind.

Ein Dünger mit der Aufschrift: N28 P14 K14 ist ein eher stickstoffbetonter, wachstumsfördernder

(Grün-) Dünger mit 28 Teilen Stickstoff, 14 Teilen Phosphor und 14 Teilen Kalium.

Stickstoff (N) sorgt für zügiges Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile.

Phosphor (P) beschleunigt, vor allem bei jüngeren Pflanzen, das Wurzelwachstum und fördert die Blüten-

und Fruchtbildung.

Kalium (K) gleicht die Wirkung von Stickstoff und Phosphor aus. Es hilft bei der Bildung von Chlorophyll und

beeinflusst die Photosynthese, Es stärkt die Pflanzen, erhöht ihre Widerstandskraft, sorgt für kräftige

Farben und beschleunigt die Holzreife, was für die Überwinterung wichtig ist.

Spurenelemente sind allen Markendüngern in der richtigen Dosierung beigemengt.

Wenn noch mehr über die einzelnen Wirkstoffe zum Düngen erfahren wollen, empfehle ich Ihnen die

entsprechenden Seiten bei Greenfinger at. und der Deutschen Fuchsiengesellschaft. Sie beschäftigen sich

sehr detailliert mit diesem Thema.

 

Welcher Dünger zu welcher Jahreszeit?

Nach der Winterruhe beginnt bei den Fuchsien die Wachstumsphase. Hier sollten Sie stickstoffbetonten

Gründünger, etwa in der Zusammensetzung N28 P14 K14, oder N14 P10 K14 verwenden. Erst ab einer

Tageslichtmenge von ca. 14 Std. beginnt die Fuchsie ihre ganze Kraft hauptsächlich zur Blütenbildung zu

verwenden. Stellen Sie jetzt, sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen, auf eher phosphor- und

kaliumhaltigen Blütendünger, etwa N15 P30 K15, oder N8 P12 K16, um.

Ab Ende August, oder Anfang September beginnt die Fuchsie, da die Tage wieder kürzer werden, ihre

Kräfte wieder eher in das Wachstum zu stecken. Jetzt gilt es, die Düngung komplett einzustellen, damit sich

keine neuen Triebe bilden und die alten Triebe noch verholzen können.

 

 

Erde und Töpfe

 

Welche Erde eignet sich?

Fuchsien bevorzugen luftige, schwach saure bis neutrale Böden (ph-Wert zwischen 6 und 7). Am besten

eignet sich humusreiche, komposthaltige, lehmige Erde, die mit grobfaserigem Weißtorf und etwas Sand

vermischt ist, und zur Auflockerung Styromull, Blähton oder Ähnliches enthält. Im Garten werden Sie eine

solche Erde wohl kaum vorfinden. Sie können aber bei zu kalkhaltigen, alkalischen Böden den ph-Wert

senken, indem Sie etwas Torf untermischen. Bei zu sauren (torfhaltigen) Böden können Sie den ph-Wert

etwas erhöhen, indem Sie kohlensauren Kalk oder Gesteinsmehl untermischen.

Für Topfpflanzen können Sie ruhig Fertigerde mit Grunddüngung nehmen. Kaufen Sie aber keine Billigerde,

da diese sehr oft nur aus Klärschlamm und Schwarztorf besteht. Gärtnererde von bekannten Herstellern

kostet zwar etwas mehr, Ihre Fuchsien werden es Ihnen aber danken.

Für Ableger und für Jungpflanzen eignet sich am besten Einheitserde Typ P (schwach gedüngte Pikiererde)

oder TKS 1 (ungedüngtes Torfkultursubstrat). Zur Anzucht bieten sich aber auch Perlite und feiner Blähton

an. Diese Materialien sind steril, frei von Dünger oder anderen Nährstoffen, können hervorragend Wasser

speichern und gewährleisten eine ausreichende Luftzufuhr für die Wurzeln. Bei Pflanzkästen und

Blumenkübeln können Sie zum Beispiel TKS 2 (schwach gedüngtes Torfkultursubstrat) verwenden. Bei allen

anderen Töpfen ist Einheitserde Typ T (stark gedüngte Topferde) und Typ ED 73 (mit Depotdüngung) zu

empfehlen.

Da Markenerde recht teuer ist, können Sie sie mit einem Drittel gut ausgereiftem Kompost mischen.

 

Erde selber mischen

Haben Sie viele Pflanzen, dann lohnte es sich die Erde selber herzustellen. Mischen Sie einen Teil humose

lehmhaltige Garten- oder Ackererde mit zwei Teilen grobfaserigem Weißtorf, einem halben Teil kalkfreiem

Flußsand der Körnung 0-3mm (im Baumarkt erhältlich) und einem Teil Kompost, der mindestens zwei, besser

drei Jahre alt sein sollte. Den Flusssand sollten Sie vorher gründlich mit handelsüblichem Depotdünger

vermengen. Die fertige Erde können Sie noch mit etwas Blähton, Perlite oder Styromull auflockern.

 

Töpfe und Übertöpfe

Töpfe sind die Schuhe der Fuchsie. Ist der Topf zu groß, bekommt die Fuchsie Plattfüße. Das heißt, sie

versucht das ganze Erdreich mit Wurzeln zu durchziehen, während der Rest der Pflanze eher verkümmert.

Ist der Topf zu klein, können sich die Wurzeln nicht genug ausbreiten und nicht ausreichend Nährstoffe

aufnehmen. Deshalb sollte die Topfgröße immer an das Wurzelwerk der Pflanze angepasst werden.

 

Achten Sie aber stets darauf, dass keine Staunässe entstehen kann.

Übertöpfe sollten, falls kein Loch für den Wasserablauf vorhanden

ist, ausreichend groß gewählt werden, damit eine Kontrolle auf

Restwasser jederzeit möglich ist. Der Topf mit der Pflanze sollte auf

einem umgedrehten Untersetzer, auf Holzklötzchen oder Ähnlichem

und nicht direkt auf dem Boden des Übertopfes stehen, da die

Fuchsie sonst schnell „nasse Füße“ bekommen kann. Noch besser ist

es, den Raum zwischen Blumen- und Übertopf mit Erde oder Torf

aufzufüllen (siehe Zeichnungen).

 

Geeignete Gefäße

Metallische Gefäße aus Kupfer oder Messing sehen gut aus, können aber sehr heiß werden und müssen, da sie

oxidieren, mit einer stabilen Folie ausgeschlagen werden. Sowohl Gefäßboden als auch Folie müssen aber,

damit das Wasser ablaufen kann, an der gleichen Stelle ein Loch haben, oder Sie verwenden das Metallgefäß

als Übertopf.

 

Holzgefäße können verwendet werden, falls sie mit einem pflanzenverträglichen Holzschutzmittel behandelt

wurden. Diese Behandlung sollte aber mehrere Monate her sein, da sonst noch zu viele Schadstoffe ans

Erdreich abgegeben werden. Am ehesten eignen sich Holzgefäße, die mit einer luft- und

wasserdurchlässigen Folie ausgekleidet sind, damit die Erde nicht zu schnell austrocknet.

 

Eternitgefäße und Gefäße aus asbestfreiem Zement sind standsicher, bruchfest und überzeugen vor allem

durch ihre lange Lebensdauer. Achten Sie aber darauf, dass der Topf nicht zu schwer ist, da Sie ihn ja

irgendwann ins Winterquartier bringen müssen und denken Sie daran, dass ein Abzugsloch für das Wasser

vorhanden ist.

 

Pflanztröge und Balkonkästen haben, aufgrund ihres großen Fassungsvermögens, den ausgeglichensten

Wasserhaushalt. Sie sollten aber nicht zu viele Pflanzen in das Gefäß setzen. Der empfohlene Pflanzabstand

liegt bei ca. 25 bis 35cm oder vier Fuchsien pro Meter Balkonkasten. Bei höherer Pflanzdichte bedrängen

sie sich gegenseitig. Sind zu wenig Pflanzen im Gefäß, besteht die Gefahr, dass der Boden versäuert.

Bei schwacher Bepflanzung sollten Sie die Fuchsie deshalb mit einem Tontopf eingraben. Falls Sie

verschiedene Fuchsiensorten in ein Gefäß pflanzen, dann sollten sie unbedingt mit einem Namensschild

versehen sein, da man sie, spätestens, wenn sie ihr Laub abgeworfen haben, nicht mehr voneinander

unterscheiden kann. Während sich Balkonkästen sehr gut zum Überwintern eignen, sind Pflanztröge und

andere große Gefäße oft zu schwer zum Transportieren. Hier empfiehlt es sich, die Fuchsien mit ihren

Töpfen einzupflanzen. Die Töpfe können zum Überwintern dann relativ leicht entnommen und ins

Winterquartier gebracht werden, während der Pflanztrog draußen stehen bleibt.

 

Blumenkästen mit Wasserreservoir sind gut geeignet; schütten Sie aber nach starken Regenfällen das

überschüssige Wasser ab, da die Pflanzen sonst ersaufen können.

 

Unlasierte Ton- und Terrakottagefäße eignen sich hervorragend, da sie sich nicht so stark aufheizen und

die Wurzeln atmen können. Allerdings sind sie relativ schwer, lassen sich schlecht reinigen. Dadurch dass sie

auch durch die Gefäßwände Wasser verdunsten, können dort hässliche Kalkflecken entstehen. Außerdem

trocknet die Erde schneller aus. Die Wurzeln der Fuchsie wachsen in diesen Töpfen eher in die Breite,

deshalb wird die Erde schneller durchwurzelt. Allerdings wird auch die Gefäßwand schneller erreicht. Leider

haben die meisten der in Deutschland erhältlichen Tontöpfe eine sich stark nach unten verjüngende Form.

Sie können deshalb relativ leicht umkippen und zerbrechen, vor allem wenn sie erhöht aufgestellt wurden.

 

Lasierte Ton- und Terrakottagefäße werden nicht so schnell unansehnlich, heizen sich dafür etwas schneller

auf. Die Erde wird bei ihnen nicht so gut belüftet, trocknet aber auch nicht so schnell aus. Die Wurzeln

wachsen eher Richtung Abzugsloch.

 

Plastikgefäße eignen sich mindestens genauso gut wie Tontöpfe, sind nicht so zerbrechlich und lassen sich

viel besser reinigen. Durch ihr geringes Gewicht lassen sie sich hervorragend ins Winterlager transportieren.

Leider hapert es auch bei ihnen mit der Standsicherheit. Zudem können die Wurzeln in diesen Töpfen bei

weitem nicht so gut atmen. Deshalb wachsen sie eher nach unten in Richtung Abzugsloch. Ihr größter

Nachteil ist aber, dass sich in ihnen die Erde bei direkter Sonnenbestrahlung sehr stark erwärmt. Sie

sollten deshalb, vor allem wenn sie dunkel eingefärbt oder schwarz sind, unbedingt im Schatten stehen

(siehe Töpfe schattieren).

 

Töpfe schattieren

Damit die Fuchsienwurzeln nicht durch zu hohe Temperaturen geschädigt werden, sollten Sie vor allem

Plastiktöpfe, aber auch kleinere und mittlere Tontöpfe durch geeignete Maßnahmen vor der prallen Sonne

schützen.

Kleine Töpfe können Sie in einen Blumenkasten mit Wasserreservoir direkt auf den Zwischenboden, in einem

normalen Balkonkasten auf eine Erdschicht stellen oder sie dort komplett in Erde eingraben. Mehrere (auch)

größere Töpfe machen sich, wenn sie z.B. in einem Pflanzkasten aus Holz eingegraben, oder auf eine

Erdschicht gestellt sind, sehr gut. Bei eingegrabenen Töpfen sollte aber auch die umliegende Erde immer

feucht bleiben. Einzelne Töpfe bleiben kühler wenn sie in einen Übertopf gesetzt, oder gepflanzt werden.

Besonders effektiv ist es, wenn Sie den ganzen Topf an einem geeigneten Standort im Garten eingraben.

Ansonsten können Sie durch andere Pflanzen, mit (Ziegel-) Steinen oder Brettern, die vor die Töpfe gestellt

werden beziehungsweise mit Sonnenschirmen, Markisen oder Ähnlichem für ausreichend Schatten sorgen.

 

Kippsicherung für Töpfe

Jahrelang habe ich mich darüber geärgert, dass meine Fuchsien in Plastiktöpfen sehr leicht umfallen.

Zusätzlich hatte ich Probleme mit Staunässe durch Regenwasser in den Untersetzern . Dann kam mir die

Idee für diese Kippsicherung, die sich bei mir bisher hervorragend bewährt hat. Die Stütze war

ursprünglich nur für Plastiktöpfe gedacht, kann aber natürlich auch für Tontöpfe verwendet werden.

Die Anfertigung möchte ich hier anhand eines Topfes mit 13cm Durchmesser beschreiben.

 

Nehmen Sie zwei dünnwandige, identisch geformte Plastiktöpfe. Sie sollten nicht zu alt

sein, da das Plastik sonst spröde ist und sich schlecht schneiden lässt. Einen Topf nehmen

Sie als Pflanztopf, beim anderen schneiden Sie von unten ca. 3,5cm mit einer Schere ab.

Wenn Sie den oberen Teil umdrehen und den Pflanztopf hineinstellen, sollte dieser etwas

Abstand zum Boden haben. Beide Teile können Sie noch mit Tesafilm verbinden. Dadurch

dass der intakte Topf, in den die Fuchsie gepflanzt wird nicht direkt auf dem Boden

steht, wird Staunässe vermieden. Für eine bessere Belüftung der Wurzeln können Sie

sorgen, indem Sie mit einer Lochzange ein paar Löcher in die Stütze machen.

 

Kippsicherung mit Wasserspeicher

Wenn Sie beim Eintopfen der Fuchsie einen Pflanzendocht oder den Docht einer

Petroleumfackel (im Baumarkt erhältlich) durch ein Abzugsloch des Topfes in die Erde

ziehen und ihn unten etwas überstehen lassen kann das überschüssige Gießwasser im

Untersetzer mit genutzt werden. Sie können den Untersetzer auch als Wasserspeicher

verwenden bzw. die Konstruktion in einen großen (mit Wasser gefüllten) Untersetzer

stellen, falls Sie einmal keine Zeit zum Gießen haben. Ich habe eine Fuchsie über zwei

Monate nur über den Untersetzer gegossen und hatte stets eine gute Erdfeuchtigkeit.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mit der Kippsicherung kurz in

einer Email schildern könnten

 

Fuchsien umtopfen

 

Wann umtopfen?

Fuchsien in kleinen oder mittleren Töpfen sollten ein Mal im Jahr umgetopfte werden. Der ideale Zeitpunkt

dafür ist zu Beginn der Wachstumsphase, also direkt nach dem Überwintern. Das heißt aber nicht, dass Sie

unbedingt einen größeren Topf nehmen sollten (damit tun Sie sich und den Fuchsien keinen großen Gefallen),

sondern dass Sie die alte, verschlämmte Erde durch frische ersetzen, damit die Wurzeln wieder besser

atmen können. Bei großen Gefäßen genügt es normalerweise, einen Teil der Erde vorsichtig auszutauschen,

ohne die Pflanze auszutopfen. Ansonsten wird nur bei Bedarf umgetopft, also wenn die Fuchsie wirklich

keinen Platz mehr im Topf hat, bei total verfilztem Wurzelballen und eventuell bei Krankheit oder

Übernässung.

 

Töpfe vorbereiten

Gebrauchte Töpfe sollten Sie aus hygienischen Gründen, gewissenhaft mit klarem Wasser abschrubben, bei

neuen Töpfen die anhaftenden Schadstoffe gründlich mit Leitungswasser abspülen. Ton- und Terrakotta-

töpfe sollten, damit sie sich vollsaugen, gewässert werden.

Wählen Sie zum Einpflanzen keine zu großen Gefäße. Der Wurzelballen sollte rundherum maximal zwei

Finger breit Abstand zur Topfwand haben. Die Fuchsie beginnt erst dann richtig auszutreiben, wenn die

Erde im Topf gut durchwurzelt ist. Bei zu großen Gefäßen verwendet die Pflanze zu viel Energie auf die

Ausbildung neuer Wurzeln, was zu Lasten des oberirdischen Wachstums geht. Überdimensionierte Töpfe

können nicht schnell genug durchwurzelt werden. Schlecht durchwurzelte Erde neigt aber dazu zu

versauern, was die Pflanzen wiederum schädigt.

 

Pflanzen vorbereiten

Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen nur leicht feucht ist. Ist die Erde nass, lassen sich die Wurzeln

nicht so gut einkürzen. Die Erde klebt am Ballen und lässt sich nicht so leicht abschütteln. Außerdem

verschmutzt die Arbeitsfläche sehr stark. Entfernen Sie alle welken Blüten. Schneiden Sie kranke,

beschädigte, und verkümmerte Triebe ab und kürzen Sie zu lange Triebe ein.

Nehmen Sie die Fuchsie aus dem Topf und schütteln Sie, wenn der Topf nur schwach durch-

wurzelt war, die überflüssige Erde vorsichtig ab. Entfernen Sie die alten (braunen) und die

verfaulten Wurzelteile. Achten Sie darauf, dass das gesunde (weiße) Wurzelgeflecht

möglichst nicht beschädigt wird.

Ist die Erde stark durchwurzelt, dann brechen Sie den oberen Ballenrand vorsichtig ab und

entfernen das untere Viertel des Ballens. Kürzen Sie alte, verfilzte Wurzelballen mit einem

scharfen Messer auf allen Seiten um ein Drittel bis ein Viertel ein (siehe Zeichnung).

 

Fuchsien eintopfen

Verwenden Sie, wenn möglich, den selben (gereinigten) Topf beziehungsweise einen Topf

mit der gleichen Größe. Nur wenn die Wurzeln sonst nicht genug Platz haben, sollten Sie

ein etwa 2cm größeres Gefäß nehmen. Decken Sie das Abzugsloch mit einer Tonscherbe ab.

Füllen Sie große und tiefe Gefäße mit einer ca. 2-3cm dicken Drainageschicht aus Blähton

auf. Decken Sie diese Schicht dann mit einem dünnen Vlies ab. Füllen Sie in alle Töpfe so

viel Erde ein, dass später zwischen der Oberkante des Wurzelballens und dem Topfrand

etwa 1-2cm Luft bleibt. Setzen Sie die Fuchsie auf die Erdschicht. Füllen Sie jetzt

gleichmäßig rundherum Erde ein und drücken Sie diese vorsichtig an. Verwenden dabei

aber keine ausgetrocknete, sondern ausschließlich leicht feuchte Erde. Am Ende sollte

eine gleichmäßige Oberfläche mit etwa 1-2cm Abstand zum Topfrand entstehen. Die

Pflanze darf dabei nicht tiefer in der Erde sitzen als im vorherigen Gefäß. Sind Sie mit

dem Umtopfen fertig, wird die Fuchsie noch kräftig angegossen. Gießen sie in den

nächsten zwei Wochen sparsam, der Boden sollte immer schwach feucht, aber nicht nass sein und besprühen

Sie die Pflanze dafür öfters. Düngen Sie 4-8 Wochen lang überhaupt nicht, bis die Nährstoffe in der neuen

Erde fast aufgebraucht sind.

 

Fuchsien beschriften

Es gibt eine Vielzahl von Fuchsiensorten, die sich teilweise sehr ähnlich sehen, so dass es manchmal fast

unmöglich ist, sie anhand der Blüten oder der Blattfarbe zuverlässig zu bestimmen. Spätestens aber im

Winter, wenn sie ihr Laub verloren haben, kann man sie garantiert nicht mehr voneinander unterscheiden.

Um Verwechslungen auszuschließen sollten die Pflanzen

deshalb immer mit ihrem Namen versehen werden.

Besonders wichtig ist das bei Stecklingen. Dafür kann

man beispielsweise einen Aufkleber am Topf anbringen, oder ein Schild in die Erde stecken bzw. am Haupt-

trieb festbinden. Ich empfehle Ihnen aber (zumindest bei etwas größeren Fuchsien) die Verwendung von

Schlaufenetiketten. Diese Etiketten sind leicht zu beschriften, einfach an der Pflanze anzubringen und

können dort auch beim Umtopfen belassen werden. Schlaufenetiketten können Sie recht günstig im

Internet (z.B. bei Ebay) bestellen. Ganz egal welche Kennzeichnungsmethode Sie bevorzugen, verwenden

Sie nur witterungsbeständige Stifte. Bleistifte eignen sich dafür hervorragend und können später auch

ausradiert werden, wasserfeste Stifte verblassen relativ schnell. Kontrollieren Sie spätestens beim

Überwintern alle Schilder und tauschen Sie die ausgebleichten und beschädigten aus.

 

 

Fuchsien als Beetpflanzen

 

Winterharte Fuchsien im Garten auspflanzen

Gepflanzt wird so früh wie möglich, damit sich die Wurzeln gut ausbilden können, allerdings erst wenn die

Gefahr von Spätfrosten gebannt ist, also nach den den Eisheiligen. Am besten eignen sich kräftige, nicht zu

kleine Pflanzen mit mehreren Trieben.

Suchen Sie sich einen geeigneten Standort im Garten. Er darf ruhig auch sonnig sein. Solange die Erde immer

gleichmäßig feucht und kühl ist, wird das von ausgepflanzten Fuchsien in der Regel toleriert. Staunässe und

starker Wurzeldruck von den benachbarten Pflanzen ist aber unbedingt zu vermeiden.

Graben Sie nun ein mindestens 30cm tiefes und mindestens 50cm großes Loch. Alle Triebe der Fuchsie

müssen später einen ausreichenden Abstand zum Lochrand haben. Mischen Sie die ausgehobene Erde, wie es

unter „Erde selber herstellen“ im Kapitel „welche Erde eignet sich?“ beschrieben wird. Bei schweren Böden

sollten Sie den Sandanteil erhöhen, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern.

Füllen Sie einen Teil der Erde wieder in das Loch und verdichten Sie sie etwas, so dass aus dem Loch eine ca.

10cm tiefe Bodensenke entsteht. In die Mitte der Senke pflanzen Sie dann die Fuchsie (siehe auch

Umtopfen / Pflanzen vorbereiten) und gießen sie kräftig an. Achten Sie später darauf, dass die Erde nie

völlig austrocknet. Die Senke wird erst im Laufe des Sommers Stück für Stück aufgefüllt. Dadurch

erreichen Sie eine tiefere Verwurzelung der Pflanze und daraus resultierend eine erhöhte Frostsicherheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Normale Fuchsien im Freiland auspflanzen

Obwohl Fuchsien, wenn sie im Garten ausgepflanzt wurden, kräftiger und buschiger wachsen und reichlich

und ausdauernd blühen, möchte ich bei den meisten Fuchsiensorten davon abraten. Abgesehen von den

winterharten Sorten, die das ganze Jahr im Garten verbleiben, müssen wir sie spätestens im Herbst wieder

ausgraben und zum Überwintern neu eintopfen. Das bedeutet für uns, vor allem wenn sich die Wurzeln gut

entwickelt haben, in erster Linie Arbeit. Aber auch für die Fuchsie ist es sehr stressig, da sie einen nicht

unerheblichen Teil ihrer Wurzeln verliert. So kurz vor der Winterruhe ist es aber so ziemlich der

ungünstigste Zeitpunkt, den Pflanzen diesen Stress anzutun.

Sinnvoller ist es, die Fuchsien mit Topf im Garten einzugraben, dann können Sie die Pflanze im Herbst

problemlos mitsamt Topf ausgraben und überwintern. Die Wurzeln haben im Topf zwar nicht soviel Platz,

profitieren aber trotzdem vom umgebenden Erdreich, da sie kaum Temperaturschwankungen ausgesetzt

sind und nicht so schnell austrocknen. Besonders geeignet sind unlasierte Tontöpfe, bei denen Sie das

Abzugsloch mit einer Tonscherbe abdecken, damit sich die Fuchsien nicht im darunter liegenden Erdreich

verwurzeln. Beachten Sie aber, dass Sie auch nach einem Regenschauer den Topf evtl. nachgießen müssen,

da durch das Laubdach der Pflanze kaum Regenwasser zu den Wurzeln gelangt und die Fuchsie austrocknen

kann, obwohl der Boden im Garten nass ist.

 

 

Fuchsien zurückschneiden und pinzieren

 

Der Rückschnitt

Fuchsien müssen jedes Jahr geschnitten werden. Triebe vom aktuellen Jahr wachsen im nächsten Jahr nur

noch an den Spitzen weiter und bilden keine Knospen mehr aus. Das heißt: Sie werden immer länger, blühen

aber nicht mehr. Ohne Rückschnitt vergreist die Fuchsie zusehends und blüht immer spärlicher. Wie weit

geschnitten wird, hängt immer von der Pflanze ab. Sämtliche Angaben in meiner Fuchsienpflege zu diesem

Thema sind nur als Anhaltspunkt gedacht. Ein Zentimetermaß oder einen

Taschenrechner können Sie also getrost vergessen.

Durch das Zurückschneiden beendet man das Längenwachstum der alten

Triebe. Aus den verbleibenden Augen der geschnittenen Triebe entstehen

neue Triebe, die dann ein Jahr lang Blüten tragen können. Schneidet man

einen Trieb bis auf 3 Augenpaare zurück kann man 6, bei 2 Augenpaaren 4

und bei einem Augenpaar 2 neue Triebe erhalten (siehe Bild).

Aus dem unteren Augenpaar haben sich dort bereits zwei junge Triebe

entwickelt, während es beim oberen Augenpaar schon zart grünt.

 

Beim Rückschnitt unterscheidet man zwischen dem Winter- und dem Frühjahrsschnitt. Von der Art des

Schnittes unterscheiden sie sich kaum. Während der Winterschnitt nicht unbedingt nötig ist, sollte der

Frühjahrsschnitt auf jeden Fall durchgeführt werden. Geschnitten wird immer ca. 5mm oberhalb der Augen.

Bei schlecht durchlüfteten oder feuchten Standorten empfiehlt es sich, die Pflanzen vorbeugend gegen

Pilzerkrankungen zu spritzen.

 

Der Frühjahrsschnitt

sorgt nicht nur für eine ausreichende Anzahl an neuen Trieben, sondern ist gleichzeitig auch ein

Formschnitt.

 

Sobald die Pflanzen damit beginnen auszutreiben, wird es Zeit für den Frühjahrsschnitt. Der Zeitpunkt

des Austriebs ist dabei stark abhängig von der Art der Überwinterung und der Region in der Sie wohnen.

Fuchsien, die kalt und dunkel überwintert wurden und Pflanzen, die in Regionen mit späterem Frühlings-

anfang kultiviert werden, treiben später aus, als Fuchsien, die heller und wärmer überwintert wurden oder

in wärmeren Gebieten aufgezogen werden. Kommt in einem Jahr dann noch ein kaltes Frühlingswetter dazu,

kann es durchaus sein, dass sich erst Ende Mai die ersten Blätter zeigen. Verwenden Sie für den Schnitt nur

scharfe Scheren, damit das Holz nicht gequetscht wird. Die abgeschnittenen Triebe können zur Anzucht

von Ablegern verwendet werden.

Normalerweise wird empfohlen die Leittriebe um 1 - 2 Drittel (inklusive eines evtl. durchgeführten Winter-

schnitts) zurück zu schneiden. Diesen Wert können Sie sicherlich als Anhaltspunkt für den Rückschnitt

verwenden. Allerdings plädiere ich eher für einen Rückschnitt nach Gefühl. Dazu nehmen Sie die Fuchsie in

die Hand oder stellen Sie sie auf einen Tisch. Dann betrachten Sie die Pflanze von allen Seiten und

überlegen sich: Was können Sie zurückschneiden, um die harmonische Form vom letzten Jahr zu erhalten

bzw. was müssen Sie zurückschneiden, um dieses Jahr eine harmonische Form zu erhalten und genau das

schneiden Sie dann ab bzw. kürzen dort ein. Gesunde Fuchsien vertragen durchaus auch einen stärkeren

Rückschnitt. Anfänger sollten aber lieber erst einmal etwas weniger schneiden. Orientieren Sie sich an den

dicken Haupttrieben. Sie bilden das Gerüst der Pflanze und prägen das Erscheinungsbild der Fuchsie. Wie

viele Augen Sie beim Schneiden stehen lassen, hängt ganz von der Situation ab. Dabei sollten Sie aber

folgendes beachten: Ein Trieb wächst an der Schnittstelle nicht mehr weiter. Wird er vor dem ersten

Augenpaar abgeschnitten, stirbt er ab. Wollen Sie später auf einem langen Trieb aufbauen, dürfen Sie

diesen nicht zurückschneiden. Einen dekorativen Knick (wie bei einem Bonsai) an einem Haupttrieb erhalten

Sie wenn Sie ihn direkt hinter einem starken Seitentrieb abschneiden. Der Seitentrieb wird nicht (oder

kaum) zurückgeschnitten, ein evtl. vorhandener gegenüberliegender Seitentrieb komplett entfernt. Sorgen

Sie aber immer für aus-reichend Luft im Innern der Pflanze, indem Sie alle kranken, dünnen, schwachen,

über Kreuz oder in die falsche Richtung wachsenden Triebe dicht am Ansatz abschneiden.

Beachten Sie bitte auch die Hinweise unter „Besonderheiten beim Rückschnitt“.

 

Nach dem Frühjahrsschnitt sollten Sie nur einmal durchdringend gießen. Danach halten Sie die Erde nur

leicht feucht, bis sich an den neuen Trieben Blätter gebildet haben. Sobald die Triebe Blätter haben, können

Sie wieder normal gießen und anfangen zu düngen. Falls bereits ausgetriebene Augen nach dem Rückschnitt

plötzlich anfangen zu verkümmern, dann ist die Erde zu nass und die Wurzeln beginnen zu faulen. Holen Sie

die Fuchsie sofort aus dem Topf, schneiden das angefaulte bräunliche Wurzelgewebe ab und pflanzen die

Fuchsie in einen kleineren Topf ein.

 

Zeitgleich mit dem Frühjahrsschnitt sollten Sie die Fuchsie umtopfen, da die Nährstoffe in der alten Erde

im Vorjahr weitgehend aufgebraucht wurden. Bei der Gelegenheit sollten Sie die alten (braunen) Wurzeln

vorsichtig entfernen. Sie können die Fuchsie in der Regel wieder in das gleiche (gereinigte) Gefäß

einpflanzen oder einen Topf mit der gleichen Größe verwenden. Nur wenn der alte Topf zu klein geworden

ist, sollten Sie zur nächsten Topfgröße greifen.

 

Besonderheiten beim Rückschnitt

Ältere und stark wachsende Pflanzen können generell stärker zurückgeschnitten werden als junge und

solche mit einem schwachen Wachstum. Kranke Triebe werden immer bis ins gesunde Holz eingekürzt.

Fuchsien bei denen ein Winterschnitt durchgeführt wurde, müssen im Frühjahr nicht mehr so stark

zurückgeschnitten werden. Triebe, die beim Winterschnitt sehr stark zurückgeschnitten wurden, müssen

beim Frühjahrsschnitt kaum (oder gar nicht mehr) eingekürzt werden. Die nachstehenden Angaben beziehen

sich auf den Frühjahrsschnitt, können aber auch als Anhaltspunkt für den Winterschnitt genommen werden.

 

Bei Büschen kürzen Sie alle letztjährigen Leittriebe um 1 - 2 Drittel und die Seitentriebe bis auf ein oder

zwei Augenpaare ein. Dabei sollte eine harmonische Buschform entstehen, die später gleichmäßig belaubt

ist. Störende Triebe können Sie entfernen

 

Bei Säulen kürzen Sie (wenn nötig) die seitlichen Haupttriebe so ein, dass eine schöne Säulenform entsteht. Die von den seitlichen Haupttrieben abgehenden Nebentriebe können Sie auf 2 bis 3 Augenpaare

zurückschneiden, Verästelungen entweder ganz abschneiden oder auf 1 bis 2 Augenpaare einkürzen.

 

Bei Hochstämmen kürzen Sie in der Krone alle unverzweigten Triebe vom letzten Jahr auf ein bis zwei

Augenpaare ein. Dünne Verzweigungen können Sie entfernen, damit die Pflanze besser atmen kann. Ist

die Krone stark vergreist, sollte sie mit einem radikalen Schnitt bis ins alte Holz verjüngt werden.

Dabei werden aber nur die Triebe in der Krone und nie die ganze Krone abgeschnitten. Bei jedem Trieb

sollte mindestens ein Augenpaar erhalten bleiben, damit die Fuchsie dort wieder austreiben kann.

 

Ampelpflanzen werden nicht so stark zurückgeschnitten, da sich sonst keine hängenden Triebe ausbilden.

Bei ihnen kürzen Sie die überhängenden Triebe höchstens bis auf das letzte Augenpaar unterhalb des

Topfrandes ein, während Sie die Triebe in der Mitte bis auf ein oder zwei Augenpaare abschneiden, damit

die Fuchsie dort fülliger wächst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Winterschnitt

Der Winterschnitt ist im Grunde genommen nur eine abgeschwächte Variante des Frühjahrsschnitts. Die

Fuchsien brauchen im Winterlager weniger Platz, sind teilweise sogar stapelbar und die Luft kann besser

zirkulieren. Er ist auch eine (etwas brutale) Methode unwillige Fuchsien in den Winterschlaf zu versetzen.

Ich bezeichne den Winterschnitt ganz gerne als eine Art Vorschnitt. Im Herbst hat man den Wuchs der

Fuchsie normalerweise noch gut im Kopf und kann die gewünschte Form für das nächste Jahr schon einmal

grob zuschneiden. Die Feinheiten erledigt man dann im Frühjahr. Triebe, die beim Winterschnitt schon stark

eingekürzt wurden, müssen dann natürlich nicht noch einmal geschnitten werden.

 

Der Winterschnitt ist bei gesunden Fuchsien, außer man will sie in Erdgruben überwintern, nicht nötig und

birgt die Gefahr von Pilzerkrankungen an den Schnittstellen. Da ich ihn aber schon seit Jahren bei allen

Pflanzen durchführe und bisher noch keine Probleme gehabt habe, möchte ich hier etwas näher auf ihn

eingehen. Vor den ersten größeren Frösten (je nach Wohnort, ungefähr im November), wenn die Blätter

trocken oder schon abgeworfen sind, werden alle neuen Triebe eventuell um ca. ein Drittel eingekürzt.

Dünne, schwache und über Kreuz wachsende Triebe werden ganz abgeschnitten. Die restlichen Blätter

werden entfernt (abgestreift) und über den Hausmüll entsorgt. Stark wachsende Fuchsien können stärker

beschnitten werden, bei langsam wachsenden Sorten sollten Sie etwas vorsichtiger sein

 

Hat sich der Saft aus den Trieben noch nicht ganz zurückgezogen, kann es vorkommen, dass die Schnitt-

stelle zu bluten beginnt. Dabei kann die Fuchsie über einen längeren Zeitraum größere Mengen an Flüssigkeit

verlieren, was ihr aber normalerweise nichts ausmacht. Die Dauer des Nachnässens können Sie leider nicht

beeinflussen. Versuchen Sie auch nicht, die Wunde trockenzulegen. Größere Flüssigkeitsansammlungen

unterhalb der Austrittstelle oder an anderen Pflanzenteilen sollten Sie aber ab und zu entfernen um

Schimmelbildung zu verhindern. Achten Sie darauf, dass alle Schnittstellen an einem luftigen Ort völlig

abtrocknen bevor die Pflanze ins Winterlager gebracht wird, da die Gefahr von Pilzerkrankungen sonst zu

groß ist. Falls die Zeit drängt und die Fuchsie keine Anstalten macht, ihr Wachstum einzustellen, können Sie

ausnahmsweise auch ihre Zweige einkürzen und die verbleibenden Blätter bis auf einen Stielstumpf

abschneiden.

 

Weiches Entspitzen (Pinzieren)

Haben sich die Pflanzen erst einmal an das Sonnenlicht gewöhnt und ihr

Laub richtig entwickelt, können Sie durch weiches Entspitzen für eine

dichteren Wuchs und eine vielfaches an Blütentrieben sorgen. Sobald

sich mindestens drei Blattpaare gebildet haben, können Sie die weichen

Triebspitzen oberhalb des letzten voll ausgebildeten Blattpaares abknipsen.

Die Augen der darunter liegenden Blätter dürfen dabei nicht beschädigt

werden. Dadurch wächst dieser Zweig nicht mehr weiter in die Länge und es

bilden sich Seitentriebe. Diese können Sie dann später nach dem dritten Blatt-

paar noch einmal entspitzen, um eine noch dichtere Wuchsform zu erreichen.

Durch das Pinzieren verzögert sich die Blüte jedoch um ein bis drei Monate

(je nach Sorte und Tageslänge). Spät blühende Fuchsien sollten deshalb sehr

früh, oder überhaupt nicht entspitzt werden. Auch bei Fuchsien, die sich

leicht selbst verzweigen, sollten Sie auf ein Entspitzen verzichten.

 

 

Fuchsien überwintern

 

Winterharte Fuchsien

Den Begriff „Winterhart“ bei Fuchsien zu verwenden, ist etwas irreführend, da im Gegensatz zu unseren

heimischen Gehölzen nie die ganze Pflanze überlebt. Bei winterharten Fuchsien erfriert der komplette

oberirdische Teil ,die Pflanzen treiben aber im Frühjahr aus den Wurzeln wieder aus; die altenTriebe schneidet man ab (siehe Bild).

Da der Wurzelstock immer kräftiger wird, entwickeln sie sich im Laufe der Jahre zu prächtigen ca. ein bis eineinhalb Meter hohen Büschen, die zwar etwas später, dafür aber umso intensiver blühen. Fuchsien, die als „winterhart“ oder „hardy“ bezeichnet werden, vertragen Temperaturen von -5 bis -10°C, allerdings nur,

wenn sie, ohne Topf, fest im Boden verwurzelt sind. Solange der Wurzelballen vor Durchfrierung geschützt wird, sind aber auch kältere Winter überhaupt kein Problem. Kommen Sie jedoch nicht auf die Idee, winterharte Fuchsien im ungeschützten Blumentopf draußen stehen zu lassen. Im Topf erfrieren die Wurzeln und die Pflanzen gehen ein. Winterharte Hochstämme müssen, selbst wenn sie im Beet eingepflanzt sind, über Winter unbedingt eingeräumt werden, da der Stamm sonst bei Frost abstirbt.

 

Eine dänische Fuchsiensorte (Magellanica Georg) soll angeblich Temperaturen bis -20°C vertragen. Ihre Triebe dürften im Winter nicht erfrieren und es müsste möglich sein, die Fuchsie ganzjährig als Hochstamm zu kultivieren, oder Hecken von 2-3m Höhe zu ziehen. Ein Fuchsienfreund hat mir geschrieben, dass seine Magellanica Georg - Hecke, auch nach einem kalten Winter, wieder zuverlässig aus dem alten Holz austreibt;

bei mir macht sie es leider (noch?) nicht.

 

Hier noch ein paar Anmerkungen zu den Angaben in meiner Fuchsienliste.

„Winterhart“ bedeutet: Diese Fuchsien können in den meisten Teilen Deutschlands problemlos das ganze

Jahr im Garten kultiviert werden.

„Bedingt winterhart“ bedeutet: Diese Fuchsien sind etwas empfindlicher. Während sie in manchen Gärten

schon über Jahre hinweg erfolgreich überwintert wurden, klappt das in anderen Gärten überhaupt nicht.

„Eventuell winterhart“ bedeutet, dass diese Fuchsien wahrscheinlich winterhart sein müssten, allerdings gibt

es noch nicht genug Erkenntnisse über ihre Wintertauglichkeit.

 

Überwinterung von winterharten Freilandfuchsien

Stellen Sie spätestens Ende August sämtliche Düngung ein. Wenn das Laub nach den ersten Frösten gefallen

ist, werden die Wurzeln (nicht die Pflanze) durch eine lockere Auflage aus Reisig, Laub oder Rindenmulch

vor Durchfrierung geschützt. Die Dicke der Auflage ist stark abhängig von ihrem Wohnort. Je kälter der

Winter ist, umso dicker sollte sie sein. Verwenden Sie auf keinen Fall Plastikplanen, da die Wurzeln darunter

ersticken können. Auch von einer Auflage aus Torf rate ich ab, da nasser Torf im Winter einen Eispanzer

bildet, unter dem die Wurzeln nicht atmen können. Einen dauerhaften Schutz vor Durchfrierung bildet die

dichte Unterpflanzung mit immergrünen Bodendeckern. Sie schützen die Pflanze im Sommer auch vor allzu

schneller Austrocknung.

Da bei den Freilandfuchsien alle oberirdischen Triebe im Winter erfrieren, verzichtet man auf den sonst

üblichen Rückschnitt. Die alten Triebe werden erst im Frühjahr, bevor die Pflanze erneut austreibt, bis zum

Boden abgeschnitten. Sie können die Fuchsien auch schon im Herbst, wenn alle Blätter abgefallen sind,

vorläufig bis ca. 30 cm über dem Boden einkürzen und das Reisig als Winterschutz verwenden. Allerdings

besteht dann die Gefahr einer Schädigung der Pflanze durch Stängelfäule, da Wasser durch die

Schnittkanten eindringen kann. Um das zu vermeiden, sollte immer schräg geschnitten werden. Die neuen

Triebe der meisten winterharten Fuchsien (vor allem der magellanica ähnlichen) müssen im Frühjahr nicht

unbedingt vor Spätfrost geschützt werden. Bei einigen Sorten können die Triebe aber erfrieren. Gesunden

Pflanzen macht das normalerweise nichts aus. Sie müssen aber erneut austreiben und blühen deshalb sehr

spät, oder überhaupt nicht. Deshalb sollten die empfindlichen Triebe dieser Fuchsien bei Frostgefahr durch

einen umgedrehten Eimer, Karton oder durch ein Vlies geschützt werden. Bei welchen winterharten Sorten

die neuen Triebe weniger kälteresistent sind, kann man leider pauschal nicht sagen. Am besten Sie probieren

es einfach aus. Erfrieren die Triebe im Frühjahr, müssen sie im nächsten Jahr geschützt werden.

Generell sollten die neuen Triebe, sobald sie eine gewisse Länge erreicht haben, gestützt und hochgebunden

werden.

 

Überwinterung von Topfpflanzen

Da Fuchsien zu den laubabwerfenden Pflanzen gehören, brauchen sie im Winter eine Ruheperiode, damit sie

Kräfte für den Neuaustrieb im Frühling sammeln können. Um sie darauf vorzubereiten verzichten Sie ab

Ende August auf jegliche Düngung. Im September sollten Sie damit beginnen, etwas weniger zu gießen.

Achten Sie aber darauf, dass der Wurzelballen an heißen Spätsommertagen nicht austrocknet. In

regenreichen Herbsten sollten Sie die Töpfe in den Regenschatten stellen. An schönen aber nicht zu warmen

Tagen können Sie Fuchsien, die bisher halbschattig gestanden sind, an helle, sonnige Standorte bringen.

Durch diese Maßnahmen bringen Sie die Pflanzen dazu, langsam die Blüte einzustellen und für eine

Verholzung der diesjährigen, weichen Triebe zu sorgen, was für die Überwinterung immens wichtig ist.

 

Fuchsien ins Winterquartier einräumen

Generell sollten Sie versuchen, die Fuchsien solange wie möglich draußen stehen zu lassen, damit sie noch auf

natürlichem Wege ihre Blätter abwerfen können. Bedenken Sie aber, dass bei uns schon im Spätherbst die

Gefahr von Nachtfrösten sehr groß ist. Fuchsien vertragen zwar kurzzeitige leichte Fröste bis -2°C, das

fördert sogar die Verholzung und beschleunigt den Laubabwurf, allerdings sollten Sie lieber auf Nummer

sicher gehen und die Pflanzen in kritischen Nächten mit einer Plane oder ähnlichem schützen. Eine Ausnahme

bilden hierbei alle Triphylla- Hybriden, Jungpflanzen und die winterblühenden Sorten. Sie sind sehr Frost-

empfindlich und sollten, bei 10 - 14°C, auch etwas wärmer (durchaus auch mit Laub) überwintert werden.

 

Vor den ersten größeren Frösten (ungefähr im November), der Zeitpunkt hängt natürlich stark von Ihrem

Wohnort ab, sollten Sie damit beginnen, die Fuchsien ins Winterquartier einzuräumen. Wenn Sie auf den

Winterschnitt verzichten wollen, dann streifen Sie nur die übrigen Blätter ab und entfernen Sie alle

Knospen, Blüten, Fruchtstände und Früchte. Säubern Sie auch die Töpfe von abgefallenen Blättern.

Entsorgen sie diese, vor allem wenn Sie vorher Probleme mit weißen Fliegen oder Fuchsienrost gehabt haben,

über den Hausmüll. Aus hygienischen Gründen darf kein abgestorbenes Pflanzenmaterial oder abgefallenes

Laub mit ins Winterlager kommen, sonst können sich die Pflanzen mit versteckten Krankheitserregern und

Parasiten infizieren. Belaubte, ausgewachsene Fuchsien haben im Winterquartier nichts zu suchen. Weiche

Triebe und Zweige, die ihr Laub nicht abwerfen wollen, können eingekürzt werden. Blätter die sich nicht

abstreifen lassen, werden bis auf einen Stielstumpf abgeschnitten und entsorgt. Binden Sie unbedingt

Namensschildchen an die Stämme, ohne Laub können Sie die Pflanzen nicht mehr voneinander unterscheiden.

Bringen Sie die Fuchsien dann zum Überwintern an einen kühlen, frostfreien, ruhig auch dunklen Ort. Kranke

Pflanzen sollten, falls Sie sie überhaupt überwintern wollen, großzügig eingekürzt werden. Das Werkzeug

muss danach gründlich gereinigt werden. Kranke Fuchsien dürfen auf keinen Fall mit gesunden zusammen

überwintert werden.

Falls Ihnen eine Fuchsie nach einer kalten Herbstnacht, doch einmal erfroren ist, müssen Sie sie nicht gleich

wegwerfen. Wird sie eingekürzt und ganz normal überwintert, dann  treibt sie im nächsten Jahr oft wieder

aus.

 

Geeignete Winterquartiere

Am besten geeignet sind kühle, helle Standorte mit einem gewissen Grad an Luftfeuchtigkeit. Die

Temperaturen sollten zwischen 2°C und 12°C liegen. Die Töpfe sollten aber nie direkt auf dem kalten

Boden stehen, da die Wurzeln sonst unterkühlen. Die Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen, damit die

Luft ungehindert zirkulieren kann. Fuchsien, die ihr Laub abgeworfen haben, können ohne weiteres auch

in dunklen Kellern überwintert werden. Dabei gilt: Je dunkler, desto kälter. Am ehesten geeignet sind

trockene Kellerräume mit Temperaturen unter 6°C. Temperaturen über 8°C sollten vermieden werden.

Lagern Sie aber keine Fuchsien in feuchten Kellern! Nicht verholzte Jungpflanzen, schwache Pflanzen und

Winterblüher werden unbeschnitten (mit Laub) so hell wie möglich und etwas wärmer (bei 10°C - 14°C)

überwintert und häufiger gegossen. Stecklinge werden im Winter ganz normal durchkultiviert.

 

Kühle Gewächshäuser und Wintergärten sind natürlich ideal, da sie hell sind und eine komfortable

Überwinterung ermöglichen. Sie sollten aber beheiz- und belüftbar sein und die Möglichkeit haben, sie zu

schattieren.

 

Erdgruben bieten einem, wenn sie einmal angelegt wurden, die Möglichkeit die

Pflanzen ohne weiteren Arbeitsaufwand sicher über den Winter zu bringen. Sie

eignen sich aber nur für ältere Pflanzen, die schon gut verholzt sind. Bei dieser

Form der Überwinterung sollte 14 Tage vorher ein Winterschnitt durchgeführt

werden. Die Schnittstellen müssen unbedingt trocken sein und dürfen nicht

nachnässen. Die Pflanzen sollten außerdem mit stabilen Namenschildern

versehen sein.

Suchen Sie einen trockenen (das heißt vor allem, vor Überflutungen durch Regenwasser geschützten) Platz

mit niedrigem Grundwasserspiegel. Heben Sie eine mindestens 80cm tiefe Grube aus und verkleiden Sie

diese mit Holzbrettern, auf die Sie vorher engmaschigen bissfesten Maschendraht gegen Mäuseverbiss

getackert haben. Bedecken Sie den Boden mit einer 5 - 10cm dicken Schicht aus trockenem Torf. Legen Sie

die Töpfe schichtweise in die Grube und füllen Sie die Zwischenräume mit Trockenem Torf,

Styroporflocken oder Zeitungspapier auf. Nach oben wird das Ganze mit einer mindestens 10cm dicken

Torfschicht abgeschlossen. Legen Sie danach stabile Bretter auf die Grube. Eine feste Folie die großzügig

überlappend auf die Bretter gelegt wird, schützt die Pflanzen vor Regen- und Schmelzwasser. Auf sie

kommt noch eine dicke Erd- oder Laubschicht.

 

Lichtschächte sind meist trocken und kühl. Leider sind sie oft schlecht erreichbar. Zur Isolierung sollten

sie mit durchsichtiger Folie abgedeckt werden. Achten Sie dabei darauf, dass später kein Regen- oder

Schmelzwasser in den Lichtschacht gelangt. Zum Lüften, Gießen und um eventuell etwas Wärme

hinzuzuführen sollte man die Kellerfenster öffnen können.

 

Hausflure und Treppenhäuser bieten sich, solange sie kühl genug sind, ebenfalls als Standort an. Vermeiden

Sie aber Zugluft.

 

Kellerräume sollten wenn sie dunkel sind, mit max. 8°C sehr kühl sein (siehe oben). Bei hellen Kellern sind 10°C

kein Problem, sofern die Pflanzen direkt am Fenster stehen. Wärmere, relativ dunkle Keller sind eigentlich

für die Überwinterung ungeeignet, da die Fuchsien dort blasse Geiltriebe ausbilden. Abhilfe schaffen

kann man durch künstliche Beleuchtung mit einer einfachen Neon- Pflanzlicht- Röhre (ca. 8 Std. am Tag).

Die Pflanzen treiben dann nur langsam und mit gesunden, grünen Trieben aus.

 

Wohnräume eignen sich nur, wenn die Fuchsien direkt am Fenster, aber nicht an der prallen Sonne stehen

und die Temperaturen 14°C nicht übersteigen.

 

Überwinterung in Plastiktüten

Mit dieser Methode können die Pflanzen platzsparend im Winterlager gestapelt werden.

Die Fuchsien werden beschnitten und entlaubt. Die Erde wird angefeuchtet. Danach

werden Plastiktüten über die Töpfe gestülpt und oben verknotet. Müllbeutel eignen

sich dafür hervorragend. Da sie meist etwas durchsichtig sind, ist eine optische Kontrolle

auf Schimmelbefall jederzeit möglich. Die Fuchsien werden dann, wie gewohnt, an einem

kühlen Ort überwintert. Außer sporadischen Kontrollen auf Schimmelbefall und Feuchtig-

keit sind keine weiteren Arbeiten mehr nötig. Auch das Nachgießen im Winter entfällt

normalerweise, da durch die Plastiktüte kein Wasser verdunsten kann. Die Pflanzen

können aber auch ohne Topf eingelagert werden. Dann hat man im Winter genug Zeit die

Gefäße zu reinigen. Im Frühjahr werden die Wurzelballen von alter Erde befreit und neu

eingetopft. Kleinere (gut verholzte) Fuchsien können auch liegend in Kisten gelagert werden. Das entspricht

in etwa der Überwinterung in Erdgruben und die Kisten können bis zur Decke gestapelt werden. Ganz

wichtig ist aber immer, dass das Winterquartier kühl und frostfrei ist. In warmen Räumen können die

Wurzeln faulen.

 

Pflege im Winter

Abgesehen von den Pflanzen in Erdgruben, brauchen die Fuchsien auch im Winter ein gewisses Maß an Pflege

und Aufmerksamkeit. Sie sollten zwar so wenig wie möglich gegossen werden (der Boden darf nur ganz

schwach feucht, nicht nass sein), allerdings dürfen sie niemals völlig austrocknen. Ist der Boden zu feucht,

faulen die Wurzeln, oder die Pflanze treibt aus. Je nach Standort und Topfgröße genügt es normalerweise,

alle zwei bis drei Wochen mit etwas Wasser sparsam nachzugießen. Halten Sie den Topf im Zweifelsfall

lieber etwas trockener als zu feucht. Damit die Erde das Wasser besser aufnimmt, können Sie einen

Tropfen Spülmittel in das Gießwasser geben. Ist der Wurzelballen ganz eingetrocknet, muss der Topf aber

getunkt werden.Stickige Luft macht die Pflanzen anfällig für Pilzkrankheiten. Lüften Sie daher regelmäßig,

aber nur bei frostfreiem Wetter.

Kontrollieren Sie die Fuchsien regelmäßig auf Krankheiten oder Schädlingsbefall. Bei kranken oder

befallenen Fuchsien sollten Sie erst versuchen die Haltungsbedingungen zu verbessern. Erst wenn das nichts

bringt, sollten Sie zu Pflanzenschutzmitteln greifen. Da die Mittel bei Temperaturen unter 15°C nicht

wirken, müssen Sie die Töpfe kurzzeitig etwas wärmer stellen.

Bei wenig Licht in Verbindung mit zu hohen Temperaturen oder Bodenfeuchtigkeit neigen die Fuchsien dazu,

blasse Geiltriebe auszubilden. Diese müssen Sie unbedingt entfernen. Ist die Erde zu feucht, genügt es oft

etwas weniger zu gießen, sonst sollten Sie die Pflanzen an einen kälteren oder helleren Ort stellen bzw.

künstlich beleuchten. Treibt eine Fuchsie bei normaler Überwinterung trotzdem aus, können Sie leider

nichts dagegen tun. Gießen sie weiter sparsam, damit der Austrieb verlangsamt wird.

Fuchsien dürfen während der Überwinterung auf keinen Fall gedüngt werden!

 

Fuchsien im Frühjahr

 

Winterruhe beenden

Beginnen Sie ab Ende Februar bis Anfang März damit die Fuchsien etwas mehr zu gießen und stellen Sie die

Pflanzen, vor allem wenn sie kühl und dunkel überwintert wurden, an einen hellen, etwas wärmeren Platz.

Vermeiden Sie aber unbedingt direkte Sonnenbestrahlung. Durch diese Maßnahmen zeigen Sie der Fuchsie

den Beginn der Wachstumsperiode an. Wann sie dann aber tatsächlich austreibt, entscheidet die Fuchsie

ganz alleine. Starkes gießen oder gar düngen bringt überhaupt nichts, kann die Wurzeln aber so stark

schädigen, dass die Pflanze eingeht. Gehen Sie beim Übergang von der kalten und trockenen Winterzeit zur

feuchteren und wärmeren Wachstumsperiode äußerst behutsam vor. Vermeiden Sie, wenn möglich, starke

Temperaturschwankungen und steigern Sie die Wasserzufuhr nur langsam. Vor allem Pflanzen, die dunkel

überwintert wurden, müssen sich erst langsam an das Tageslicht gewöhnen. Fuchsien, die noch nicht

ausgetrieben haben dürfen nicht zu feucht stehen. Erst wenn sich das erste Grün zeigt, können Sie langsam

damit anfangen normal zu gießen. Regelmäßiges besprühen ist zwar nicht nötig, begünstigt aber den

Austrieb. Fuchsien die in Erdgruben überwintert wurden können Sie bis April dort belassen.

 

Die ersten Tage im Freien

Fuchsien haben, vor allem wenn sie über Winter etwas dunkler gestanden sind, sehr empfindlich Blätter. Sie

müssen sich erst langsam an die Sonne gewöhnen und dürfen Anfangs auf keinen Fall in die pralle Sonne

gestellt werden. Suchen Sie sich einen regnerischen, wolkenverhangenen Tag, am besten eine

Schlechtwetterperiode aus, um die Fuchsien das erste Mal ins Freie zu bringen. In den ersten 2-3 Wochen

müssen die Pflanzen bei Sonnenschein wieder eingeräumt bzw. konsequent schattiert werden, bis die Blätter

ihre normale dunkelgrüne Färbung erhalten haben.

 

 

Krankheiten und Schädlinge

Je ungünstiger die Haltungsbedingungen sind, desto anfälliger werden die Fuchsien. Aber auch bei optimaler

Pflege können Sie unliebsame Überraschungen erleben. Deshalb habe ich hier kurz eine Auswahl der

wichtigsten Fuchsienkrankheiten und Schädlinge aufgeführt. Für genauere Informationen empfehle ich

Ihnen die Seiten von der Deutschen Fuchsiengesellschaft und von Greenfinger at.

 

Pilzkrankheiten

Die Hauptursache aller Pilzerkrankungen ist hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit stehender Luft und zu

hoher Pflanzendichte. Vorbeugend sollten Sie immer für ausreichende Belüftung sorgen, alte Blüten und

Blätter auf dem Boden regelmäßig entfernen und die Pflanzen nicht zu dicht stellen. Sind die Fuchsien erst

einmal befallen, müssen Sie alle abgefallenen Blätter und alle abgeschnittenen Pflanzenteile unbedingt über

den Hausmüll entsorgen.

 

Mehltau tritt vor allem bei starken Temperaturschwankungen auf. Erkennbar ist er an einem weißen Belag

auf den Blüten und Knospen und Flecken auf den Blättern. Das Wachstum kommt zum Erliegen und das Laub

wird abgeworfen. Stellen Sie die Fuchsie an einen luftigen Platz, schneiden Sie sie bei Bedarf leicht zurück

und spritzen Sie ein Mittel gegen Mehltau.

 

Fuchsienrost befällt die Fuchsien bei eher niedrigen Temperaturen. Anfangs ist eine feine Schicht von

gelbbraunen bis rostroten Pilzsporen an der Blattunterseite zu erkennen. Später bilden sich auch an der

Oberseite braune Flecken und die Pflanze verliert von unten her ihre Blätter. Entfernen Sie alle befallenen

Blätter, sorgen Sie für gute Belüftung und verwenden Sie ein geeignetes Spritzmittel.

 

Grauschimmel (Botrytis) ist vor allem beim Überwintern an feuchten Standorten ein Problem, aber auch bei

zu gut gedüngten Fuchsien findet man, vor allem an beschädigten Ästen oder Blättern, eine graue

Schimmelschicht. Gönnen Sie der Pflanze eventuell eine Düngepause, lüften Sie regelmäßig, schneiden Sie die

befallenen Pflanzenteile ab und spritzen Sie mit einem Fungizid.

 

Rußtaupilze können bei einem massiven Befall durch Blattläuse und weiße Fliegen auftreten. Die Pilze siedeln

sich auf den klebrigen Ausscheidungen der Schädlinge an und bilden einen schwarzen Belag auf den

Blättern. Abgesehen davon, dass sie die Photosynthese behindern, sind sie für die Pflanze nicht weiter

schädlich. Den Belag kann man recht einfach mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel abwischen

oder die Blätter entfernen. Vor allem sollten aber die Schädlinge bekämpft werden.

 

Schädlinge

Weiße Fliegen sind ca. 2mm große Insekten, die bei Berührung der Pflanze auffliegen.

Sie fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und gestauter Luft am wohlsten und befallen

bevorzugt die weichen Pflanzenteile von überdüngten oder jungen Fuchsien. Ihre Eier und

Larven sitzen an den Blattunterseiten und sind sehr schwer zu bekämpfen. Sie sollten so

früh wie möglich anfangen zu spritzen und die Behandlung, je nach Mittel, im Abstand von

jeweils 2 - 4 Tagen mindestens 5 - 7 Mal wiederholen, da immer nur erwachsene Tiere

getötet werden. Unterstützend können Sie Gelbtafeln an den Pflanzen befestigen. In

Gewächshäusern bieten sich Nützlinge, wie zum Beispiel bestimmte Schlupfwespenarten,

als Alternative an.

Sie können die erwachsenen Tiere auch mit einem Staubsauger einsaugen. Am besten

dafür geeignet sind Bodenstaubsauger oder tragbare, leistungsstarke Rüsselsauger.

Diese Staubsaugertypen haben einen flexiblen Schlauch, der Ihnen das Arbeiten an den Pflanzen

erleichtert. Stecken Sie in bzw. auf den Schlauch einen Trichter mit ca. 15 - 20 cm Durchmesser. Den

Trichter können Sie ohne großen Aufwand mit Bastelkarton oder einem dicken Papier selber herstellen.

Fixieren können Sie ihn mit Tesafilm oder einem starkem Gummi (z.B. Einmachgummi). Halten Sie den

Trichter mit der einen Hand ungefähr 10 cm über den Blättern, während Sie mit der anderen Hand an ihnen

entlang streichen. Dabei müssen Sie sich aber nicht um jedes einzelne Blatt kümmern. Sie sollten die Plage-

geister nur auf-schrecken, den Rest erledigt der Staubsauger für Sie. Wiederholen das Ganze bei leichtem

Befall  2 - 3 Mal im Abstand von 5 Tagen, da dann neue Fliegen geschlüpft sind. Bei starkem Befall empfiehlt

es sich, das Intervall auf 2 - 4 Tage zu verkürzen und den Vorgang öfter zu wiederholen. Denken Sie dabei

aber immer an Ihre Sicherheit und verwenden Sie den Staubsauger nicht wenn die Pflanze nass ist, oder gar

wenn es regnet. Die Gefahr von lebensgefährlichen Verletzungen durch einen Stromschlag ist dann viel zu

groß.

 

Blattläuse gehören wohl zu den ständigen Begleitern eines jeden Gärtners. Eine gewisse Anzahl ist un-

bedenklich und schädigt die Pflanze nicht. Schwammiges Gewebe mit dünnen Zellwänden, hervorgerufen

durch zu starke oder einseitige Düngung und das Fehlen natürlicher Feinde lässt sie aber schnell zu einer

Plage werden, die dann eine ernstzunehmende Gefahr für die Fuchsie darstellt. Solange die Läuse nur in

kleineren Gruppen auftreten, kann man sie mit den Fingern zerdrücken. Bei starkem Befall und bei

schwachen Pflanzen sollten Sie sie aber mit Nützlingen oder einem Blattlausmittel bekämpfen.

 

Rote Spinnen (Milben) weben ihre Gespinste an der Blattunterseite. Die Pflanze reagiert mit graugrün

verfärbten oder braun gefleckten Blättern, Wachstumsstockungen und bei starkem Befall mit Laubabwurf.

Rote Spinnen treten bei zu warmer, trockener Luft auf und können mit Spritzmittel erfolgreich bekämpft

werden. Im Gewächshaus können Sie Raubmilben einsetzen. Erhöhen Sie aber auf jeden Fall die

Luftfeuchtigkeit.

 

Dickmaulrüßler (Taxuskäfer): Da der grauschwarze, etwa 1cm große Rüsselkäfer nacht-

aktiv ist, werden Sie wohl zuerst die Halbkreisförmigen Fraßspuren an den Blatträndern

entdecken. Diese Fraßspuren stammen von erwachsenen Käfern und sind für die Fuchsie

nicht unbedingt gefährlich. Richtiges Unheil richten dagegen die Larven an. Sie leben wie

Engerlinge ausschließlich in der Erde und fressen die Wurzeln der Pflanze. Die Käfer

können Sie abends im Licht einer Taschenlampe relativ problemlos einsammeln, oder mit

Leimtafeln, die Sie neben die Fuchsie stecken und nachts anstrahlen, einfangen. Die

Larven können Sie entweder mit einem systemischen Gießmittel, wie zum Beispiel

Calypso von Bayer, oder biologisch mit Nematoden (Fadenwürmern) bekämpfen.

Nematoden und weitere Nützlinge können Sie bei Sautter & Stepper beziehen.

Auf deren Homepage wird auch genauer beschrieben, wie Sie Nützlinge bei

Ihren Pflanzen erfolgreich einsetzen können.

 

Raupen: Eher selten werden Fuchsien von Raupen heimgesucht. Sie lassen sich auch

leicht mit der Hand entfernen und richten daher kaum nennenswerten Schaden an.

Besonders imposante Erscheinungen sind die 8cm großen Raupen des mittleren

Weinschwärmers, die leider unsere Vorliebe für Fuchsien teilen.

Da ich es nicht übers Herz bringe, ihnen „den Kragen umzudrehen“, setze ich sie am

Waldrand auf anderen Futterpflanzen wie Springkraut oder Weideröschen aus.

 

Pflegefehler und äußere Einflüsse

Schäden durch Hitze: Töpfe, vor allem Plastiktöpfe, besonders schwarze Plastiktöpfe können sich in der

Sonne stark aufheizen (siehe Töpfe schattieren) und zerstören dadurch das Wurzelwerk. Im schlimmsten

Fall wird gleich der ganze Wurzelballen gekocht, oder aber es werden „nur“ die Wurzeln am Rand

geschädigt. Eine Teilschädigung der Wurzeln äußert sich zuerst in einer überstarken Notblüte, gefolgt von

immer kleiner werdenden Einzelblüten, bis zum kompletten Laub- und Blütenabwurf. Bevor Sie einen

kapitalen Wurzelschaden riskieren, sollten Sie die Fuchsie aus dem Topf nehmen, die geschädigten Wurzeln

abschneiden und die Pflanze erneut eintopfen. Danach müssen Sie die Fuchsie etwas kühler und schattiger

stellen.

 

Schäden durch Sonne können auftreten, wenn die Pflanzen ungeschützt der prallen Sonne ausgesetzt, oder

zu abrupt von einem schattigen Platz oder dem Winterlager in die Sonne gestellt wurden. Äußerste Vorsicht

ist bei frisch umgetopften Fuchsien und bei allen Pflanzen, die gerade aus dem Winterquartier kommen

geboten. Sie sind sehr empfindlich sollten anfangs keine direkte Sonne erhalten.

An einem ungünstigen Standort können aber auch andere Fuchsien regelrecht verbrennen. Sie bekommen

trockene, rot grün gescheckte Blätter (Chlorophyllschäden) und Brandflecken. Dann kann man nur noch

versuchen die Fuchsien zu retten, indem man sie an einen kühlen, schattigen Platz bringt und die

geschädigten Triebe, vor allem die Blütentriebe stark einkürzt, damit sie ihre ganze Kraft zur Regeneration

nutzen können. Auf keinen Fall dürfen Sie jetzt mit kaltem Wasser nachgießen!

Wenn eine Jungpflanze im Frühsommer / Sommer plötzlich die Blüte einstellt und beginnt ihre Blätter

abzuwerfen, kann das durchaus an den gestiegenen Temperaturen und zu starker Sonnenbestrahlung liegen.

Falls die Fuchsie in einem Plastiktopf steht, sollten Sie sie in einen unlasierten Tontopf gleicher Größe

einpflanzen und diesen an einem schattigen Ort im Garten eingraben, bzw. in einen schattig stehenden,

mit Erde gefüllten Balkonkasten oder großen Topf setzen.

 

Blattflecken: Außer den oben beschriebenen Chlorophyllschäden durch direktes Sonnen-

licht, können rot gescheckte Blätter auch als Spätfolgen längerer Hitzeperioden auf-

treten. In diesem Fall sollten Sie die Erde kurzfristig etwas trockener halten, dann

schaffen es die Pflanzen normalerweise wieder neu durchzutreiben. Es kann aber auch

durchaus sein, dass die Fuchsie weiterhin gescheckte Blätter hervorbringt. Das sieht

zwar nicht besonders gut aus, solange die Pflanze jedoch normal wächst müssen Sie sich

keine Sorgen machen. Häufig sind Blattflecken aber das Ergebnis falscher Pflege oder

Düngung. Zu hoch konzentrierte Spritzbrühen führen zu Verätzungen. Durch das

Besprühen der Pflanzen bei Sonnenschein können Verbrennungen auftreten.

Während Trockenheit zu gelber Verfärbung führt, deuten stumpfgrüne Blätter auf zu

nasse Erde hin. Bei Nährstoffmangel verbleichen die Blätter und die Adern zeichnen sich

gelb ab. Allerdings treten bei manchen Fuchsiensorten auch nach kalten Frühjahrs- oder

Herbstnächten harmlose Blattflecken auf, die bei ansteigenden Temperaturen wieder

von alleine verschwinden.

 

Helle, weiche Blätter in Verbindung mit überlangen Trieben, bei denen der Abstand zwischen den

Blattpaaren extrem groß ist, deuten auf Lichtmangel hin. Stellen Sie die Fuchsie an einen helleren Ort.

 

Wurzelfäule entsteht durch Staunässe und ständiges Übergießen der Fuchsien. Die Blätter erschlaffen und fallen dann ab. Schneiden Sie geschädigte Pflanzen stark zurück. Entfernen Sie dann alle braunen und angefaulten Wurzelteile und pflanzen Sie die Fuchsie wieder mit neuer Erde in einen Topf, der so klein wie möglich sein sollte ein. Gießen Sie einmal kräftig mit einer Fungizidlösung an und halten Sie den Topf danach nur schwach feucht, bis sich neue Wurzeln gebildet haben.

 

Überdüngung oder die Verwendung eines zu starken Düngers führt auch dazu, dass die Wurzeln geschädigt werden. Die Blätter hängen schlaff herunter, ihre Ränder bleichen aus und werden dann braun. Schließlich wirft die Pflanze ihr ganzes Laub ab. Eine Rettung ist nur möglich, wenn Sie die Fuchsie zurückschneiden, die geschädigten Wurzeln entfernen und sie mit einer ungedüngten oder nur schwach gedüngten Anzuchterde in einem kleineren Topf neu einpflanzen.

 

Schwammiges Gewebe: Durch einseitige oder zu starke Düngung wächst die Fuchsie zu schnell und bildet

dünne Zellwände aus. Dadurch wird die Fuchsie anfällig für Parasiten wie z. B. Blattläuse. Achten Sie

deshalb stets darauf, dass sie nicht zu viel düngen und der Dünger immer der Wachstumsperiode entspricht.

 

Frostschäden: Ist eine Pflanze durch eine einzige Frostnacht im Herbst erfroren, müssen Sie sie nicht

gleich wegwerfen. Wenn Sie sie ganz normal überwintern, treibt sie meistens im Frühjahr wieder problemlos

aus. Bei längeren Frösten stirbt jedoch auch das Gewebe im Stammholz ab, so dass eine Rettung

normalerweise nicht mehr möglich ist.

 

Pflanzenschutzmittel richtig anwenden

Für eine Erfolgreiche Behandlung sollten Sie unbedingt die folgenden Hinweise beachten.

> Spritzen Sie nicht nur oberflächlich, sondern behandeln Sie auch die Blattunterseiten.

> Unter 15°C sind fast alle Mittel wirkungslos. Behandeln Sie Ihre Pflanzen also nur bei
höheren Temperaturen.

> Wird das gleiche Mittel längere Zeit angewendet, können die Schädlinge dagegen resistent werden.
Verwenden Sie daher verschiedene Präparate im Wechsel.

> Mittel zum Gießen dürfen nicht auf trockene Wurzelballen aufgebracht werden.

> Halten Sie sich strikt an die Angaben des Herstellers bezüglich des Mischungsverhältnisses und der
Anwendung.

> Befolgen Sie die Sicherheitsratschläge auf der Packung und schützen Sie sich selbst mit geeigneter
Bekleidung und Schutzbrillen.

> Beachten Sie die Hinweise zur Bienengefährlichkeit und Gewässerverträglichkeit.

 

 

Vermehrung und Ableger

Es wird zwischen zwei Arten der Vermehrung unterschieden: Der generativen Vermehrung aus Samen und

der vegetativen durch Absenker, Ausläufer oder Stecklinge. Während bei der generativen Vermehrung

Eigenschaften aller Elternteile zum Vorschein treten können, ist eine vegetativ vermehrte Fuchsie immer

das exakte Abbild der Spenderpflanze.

 

Generative Vermehrung

 

Vermehrung aus Samen

Obwohl Fuchsien sich in der Natur hauptsächlich durch Samen reproduzieren, wird

diese Methode bei der Nachzucht nicht angewendet. Eine Ausnahme bilden dabei die

(botanischen) Fuchsienarten. Ihr Erbgut ist noch so unverfälscht, dass auch eine

Vermehrung aus Samen erfolgreich sein kann. F. excorticata und F. procumbens zählen

wohl zu den einzigen Fuchsien, von denen man in Deutschland Samen kaufen kann.

Die gängigen Fuchsiensorten stammen aber meistens aus längeren Zuchtreihen.

Schaut man sich beispielsweise den Stammbaum von Rohees New Millennium an, so sieht

man, dass bei der Entstehung dieser Sorte mindestens 30 Fuchsien beteiligt waren.

Bei einer Nachzucht aus Samen können ungewünschte Eigenschaften all dieser Fuchsien

in den Vordergrund treten. Selbst wenn man die Pflanze mit Pollen der gleichen Sorte

bestäubt, ist es eher unwahrscheinlich, dass man eine ebenso schöne, gefüllte Blüte

erhält. Es ist durchaus möglich, dass die Blüte unscheinbar und ungefüllt wird. Diese

Tatsache macht die Nachzucht aus Samen für Hobbygärtner aber auch interessant.

Das ungewisse Ergebnis hat schon einen gewissen Reiz und vielleicht gelingt es einem ja,

seine eigene, ganz spezielle Fuchsie heranzuziehen, die man dann mit einem Fantasienamen versehen kann.

Das ist dann zwar keine neue Sorte, wird aber, auch wenn sie nicht spektakulär blüht, sicherlich eine

Bereicherung im eigenen Garten und vielleicht auch der Beginn einer hoffnungsvollen Züchterkarriere sein.

 

Für die Vermehrung aus Samen nehmen Sie eine reife Frucht (sie gibt auf Fingerdruck leicht nach) und

schneiden Sie diese mit einer Rasierklinge an den meist von außen gut sichtbaren Trennwänden der vier

Samenkammern der Länge nach durch. Nehmen Sie nur die runden und dicken Samen mit einem Zahnstocher

oder einem anderen spitzen Gegenstand aus den Kammern und legen Sie sie zum Trocknen auf ein Küchen-

oder Löschpapier. Flache Samen sind unfruchtbar und können entsorgt werden. Die gesunden Samen sollten

nach dem Trocknen bald verwendet werden, da ihre Keimfähigkeit rasch nachlässt. Füllen Sie ein flaches

Anzuchtgefäß mit Pikiererde und stellen Sie es in ein Wasserbad, bis sich die Erde von unten vollgesogen

hat. Ein Angießen würde die Erde unnötig verdichten. Alternativ zur Erde können Sie natürlich auch feinen

Blähton oder Perlite verwenden. Lassen Sie danach das überschüssige Wasser ablaufen. Verteilen Sie dann

die Samen mit etwas Abstand auf der Oberfläche und bestreuen Sie sie unter Zuhilfenahme eines Siebes

mit einer Erdschicht, die nur so dick wie ein Samenkorn ist. Decken Sie das Ganze mit einer durchsichtigen

Plastikfolie oder einem entsprechenden Deckel ab. Stellen Sie die Sämlinge an einen gleichmäßig 14-16°C

warmen, hellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Beginnen Sie, sobald die Samen gekeimt sind, damit

vorsichtig zu lüften. Am ersten Tag wird die Abdeckung eine halbe Stunde, dann von Tag zu Tag immer

länger geöffnet, bis sich die Keimlinge an die Außenluft gewöhnt haben und die Abdeckung ganz entfernt

werden kann. Sobald ein Pflänzchen zwei echte Blattpaare entwickelt hat, müssen Sie es ganz vorsichtig in

einen Topf mit 5-7 cm Durchmesser pikieren und mit einer 2%igen Fungizidlösung angießen. Über den Topf

stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte oder ein Trinkglas und stellen ihn dann an einen 18-20° warmen,

hellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Wenn sich nach ca. zwei Wochen eine gesunde Triebspitze

entwickelt, haben sich neue Wurzeln gebildet und Sie können damit beginnen vorsichtig zu lüften (siehe

oben). Stützen Sie die junge Pflanze ggf. mit einem dünnen Stäbchen und achten Sie darauf, dass ihre

Blätter die Abdeckung nicht berühren. Pflanzen Sie den Ableger erst in einen größeren Topf, wenn der alte

komplett durchwurzelt wurde. Das Wachstum können Sie mit wöchentlicher Blattdüngung unterstützen. Ein

Höchstmaß an Hygiene ist bei allen Arbeiten unbedingt erforderlich, da die Pflänzchen sehr empfindlich

sind.

 

Vegetative Vermehrung

 

Vermehrung durch Absenker

Das ist eine eher ungebräuchliche Vermehrungsart und eigentlich nur bei Freilandfuchsien und Fuchsien in

großen Pflanzgefäßen praktikabel. Ziehen Sie einen langen Trieb vorsichtig, damit er nicht abbricht nach

unten, so dass er im Bereich eines Auges den Boden berührt und fixieren ihn dort. Falls der Boden feucht

genug ist, wird sich die Fuchsie mit etwas Glück dort verwurzeln. Sind die Wurzeln groß genug, können sie

den Trieb abschneiden und den Absenker umpflanzen.

 

Vermehrung durch Ausläufer

Bei Freilandfuchsien bilden sich manchmal Tochterpflanzen. Diese können Sie abtrennen und an einer

anderen Stelle oder in einem Topf wieder einpflanzen.

 

Vermehrung durch Teilung

Vor allem bei älteren Freilandfuchsien kann man durchaus in die Versuchung kommen, sie durch Teilung zu

vermehren. Ich glaube, ich habe auch irgendwo einmal gelesen, dass das nicht nur möglich ist, sondern der

Pflanze auch noch gut tut. Ich persönlich würde davon aber dringend abraten. Freilandfuchsien werden von

Jahr zu Jahr schöner, da sie sich im Laufe der Zeit immer tiefer verwurzeln und der Wurzelstock immer

kräftiger und größer wird. Wenn man den Wurzelstock teilt, kann es sein, dass man zwei schwache Pflanzen

erhält oder die Fuchsie ganz abstirbt. Hat sich bereits eine Nachbarpflanze entwickelt, kann man diese

natürlich im Frühjahr umsetzen. Sonst empfehle ich von der Fuchsie Stecklinge oder Absenker zu machen.

 

Vermehrung durch Stecklinge

Im Gegensatz zur generativen Vermehrung aus Samen ist eine Vermehrung durch

Stecklinge, die in Wasser oder Erde bewurzelt werden, relativ einfach und meistens

auch erfolgreich. Hierzu können auch die abgeschnittenen Triebe vom Frühjahrs-

oder Winterschnitt verwenden werden. Primär wird bei der Vermehrung zwischen

„weichen Stecklingen“ und „verholzten Stecklingen“ unterschieden.

 

Weiche Stecklinge

bewurzeln besonders schnell. Sie werden von Frühjahr bis Sommer von den nicht

verholzten Trieben der Mutterpflanze etwas unterhalb eines Blattpaares abgeschnitten.

Kurz bevor der Steckling in Erde eingepflanzt bzw. zur Bewurzelung ins Wasser gestellt

wird, sollte er noch einmal auf ca. 2 - 5 mm unterhalb des Blattknotens mit einem scharfen

Messer oder einer Rasierklinge eingekürzt werden. Die Schnittstelle darf dabei nicht

gequetscht und danach nicht mehr mit den Fingern berührt werden. Sinn und Zeck des

zweiten Schnittes ist es, eine frische und saubere Schnittstelle zu erhalten. Bevor sich

Wurzeln gebildet haben, versorgt sich der Steckling ausschließlich über die Schnittfläche.

ind die Kapillargefäße verstopft oder gequetscht, ist eine ausreichende Versorgung des

Stecklings mit Wasser oder Nährstoffen nicht mehr gewährleistet. Die neuen Wurzeln

wachsen aber nicht aus der Schnittstelle, sondern aus den Augen der Blattknoten.

Deshalb darf der unterste Blattknoten nicht verletzt werden und muss für die

Bewurzelung immer gut von Erde oder Wasser bedeckt sein.

 

Verholzte Stecklinge (Herbststecklinge, Risslinge)

bewurzeln besonders sicher. Anders als bei einem weichen Steckling, wird der jetzt schon

leicht verholzte Trieb nicht abgeschnitten, sondern, kurz unterhalb eines Blattknotens,

schräg nach unten abgebrochen, so dass eine Rindenzunge zusammen mit dem Steckling

von der Mutterpflanze abgerissen wird. Deshalb werden Herbststecklinge auch gerne Rissling genannt. Ist

die Zunge zu lang, wird sie später noch etwas abgeschnitten, der Stängel aber nicht weiter eingekürzt. Die

weitere Vorgehensweise bei der Bewurzelung entspricht der von weichen Stecklingen. Der Vorteil einer

Vermehrung mit Herbststecklingen ist im Wachstumszyklus der Fuchsien begründet. Er wird in drei

Abschnitte aufgeteilt. Im Frühjahr sind die Tage kurz. Das bedeutet für die Pflanzen, dass die Umstände

für eine erfolgreiche Vermehrung durch Samen eher ungünstig sind. Zu dieser Zeit beschränken sie sich

hauptsächlich darauf, zügig zu wachsen und eine ausreichende Belaubung für die Strapazen der Blütezeit zu

entwickeln. Man nennt diesen Abschnitt die vegetative Phase. Im Sommer, ab einer Tageslichtdauer von ca.

13 - 14 Stunden, beginnt die Blühphase. Jetzt werden verstärkt Blüten und Früchte ausgebildet. Wachstum

und Blattbildung werden in dieser Zeit auf das Nötigste eingeschränkt. Bei abnehmender Tageslichtdauer

im Herbst schließt sich dann noch einmal eine vegetative Phase an, in der die Pflanze wiederum weniger

Blüten ausbildet, um Kräfte für die nächste Blühphase zu sammeln. Anders als bei Nachzuchten im Frühjahr

oder Sommer, die zumindest teilweise in der Blühphase stattfinden, werden Herbststecklinge komplett in

der vegetativen Phase herangezogen. Das ist vor allem bei langsam wachsenden Sorten und Hochstämmen

vorteilhaft, da ein zügiges Wachstum zu erwarten ist. Zur Not kann man verholzte Stecklinge auch

abschneiden, Sie können eine Pflanze aber auch so vorbereiten, dass Ihnen im Herbst weiche Stecklinge zur

Verfügung stehen. Schneiden Sie dafür schon im Juli einige Seitentriebe an der gewünschten Fuchsie

zurück. Die nachgewachsenen weichen Triebe können Sie dann, wie im Abschnitt Kopfstecklinge

beschrieben, im August für Ableger verwenden.

 

Stecklingsarten

Es gibt zwei gängige Stecklingsarten: Kopfstecklinge und Internodienstecklinge. Eine Vermehrung durch

Steckhölzer ist nicht üblich, der Vollständigkeit halber gehe ich später aber noch darauf ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kopfstecklinge

werden am meisten bei der Vermehrung verwendet. Sie bringen auch die qualitativ besten Ableger hervor.

 

Normaler Kopfsteckling

Schneiden Sie einen möglichst knospenlosen Trieb etwas unterhalb des dritten voll ausgebildeten

Blattpaares ab. Der Trieb sollte gesund und unbedingt frei von Schädlingen sein. Große Blätter können Sie

um die Hälfte einkürzen, damit sie später nicht so viel Wasser verdunsten. Entfernen Sie alle Blüten und

Knospen. Entfernen Sie dann vorsichtig das unterste Blattpaar. Die Augen, die in den Blattachseln sitzen

dürfen dabei nicht beschädigt werden. Schneiden Sie den Steckling, kurz bevor Sie ihn einpflanzen bzw.

ins Wasser stellen, noch einmal ca. 2 - 5 mm unterhalb des Blattknotens mit einem scharfen Messer oder

einer Rasierklinge ab. Diese Stecklinge können sowohl in Wasser als auch in Erde bewurzelt werden.

Risslinge sind möglich, wenn dieser Teil der Pflanze ausreichend verholzt ist.

 

Variante 1

Bei Trieben mit großem Abstand zwischen den Blattknoten empfiehlt es sich, kurze Kopfstecklinge

anzufertigen. Schneiden Sie den Steckling dafür ca. 2 - 5 mm unterhalb des zweiten voll ausgebildeten

Blattpaares ab. Die unteren Blätter werden nicht entfernt, sondern mit den Stielen teilweise mit in die Erde

gesteckt. Eine Bewurzelung in Wasser ist nicht empfehlenswert, da die Blätter zu weit im Wasser stehen.

Risslinge sind nicht möglich.

 

Variante 2

Kopfstecklinge können auch mit mehreren Blattpaaren (auf dem Bild ein Rissling) angefertigt werden.

Diese Stecklinge sind relativ robust. Der Nachteil ist, dass sie schon einen relativ langen Stängel haben,

aus dem die Pflanze weiter wächst. Sie erhalten also eher eine Fuchsie mit einem sehr dünnen Haupttrieb.

Die Stecklinge können sowohl in Wasser als auch in Erde bewurzelt werden. Risslinge sind möglich.

Internodienstecklinge

Nodium (Mehrzahl Nodien) ist der lateinische Name für Blattknoten. Als Internodium (Mehrzahl

Internodien) wird der Bereich zwischen zwei Blattknoten bezeichnet. Internodienstecklinge werden also

nicht aus der Spitze, sondern aus dem restlichen Teil des Triebes angefertigt. Sie bewurzeln gleich gut wie

Kopfstecklinge, man kann aber eine größere Anzahl an Ablegern machen. Wichtig ist es aber immer, dass alle

Blüten und Knospen entfernt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Normaler Internodiensteckling

Schneiden Sie aus einem gesunden Trieb ein Stück mit zwei Blattknoten heraus. Kürzen Sie den oberen Teil

des Stängels bis zum Blattknoten ein. Große Blätter können Sie um die Hälfte einkürzen, damit sie später

nicht so viel Wasser verdunsten. Entfernen Sie dann vorsichtig die unteren Blätter. Die Augen, die in den

Blattachseln sitzen dürfen dabei nicht beschädigt werden. Schneiden Sie den Steckling, kurz bevor Sie ihn

einpflanzen bzw. ins Wasser stellen, noch einmal ca. 2 - 5 mm unterhalb des unteren Blattknotens mit einem

scharfen Messer oder einer Rasierklinge ab. Die Stecklinge können sowohl in Wasser als auch in Erde

bewurzelt werden. Risslinge sind möglich; der obere Teil des Stängels wird aber immer mit einem scharfen

Messer  oder einer Rasierklinge abgeschnitten.

 

Variante 1

Der Nachteil bei der Vermehrung mit normalen Internodienstecklingen ist, dass immer noch relativ viel

Pflanzen-material benötigt wird. Deshalb (und bei Trieben mit großem Abstand zwischen den Blattknoten)

können Sie auch kurze Internodienstecklinge anfertigen. Sie erhalten eine große Menge an Stecklingen

wenn Sie ein Stück von einem Trieb immer ca.  2 - 5 mm unterhalb eines Blattknotens durchschneiden.

Pflanzen Sie die so gewonnenen Ableger mit dem Blattknoten nach unten in Erde ein, so dass sowohl der

Blattknoten, als auch Teile der Blattstiele mit Erde bedeckt sind. Der obere Teil des Stängels und die

Blätter werden nicht abgeschnitten. Eine Bewurzelung in Wasser und Risslinge sind nicht möglich.

 

Variante 2

Mit geteilten Internodienstecklingen erhält man die doppelte Anzahl an Ablegern. Dazu fertigen Sie einen

Ableger nach Variante 1 an und schneiden ihn der Länge nach mittig mit einer Rasierklinge durch. Pflanzen

Sie die geteilten Stecklinge dann, wie oben beschrieben, mit etwas Abstand in Erde ein. Eine Bewurzelung in

Wasser und Risslinge sind nicht möglich.

 

Variante 3

Auch Internodienstecklinge können mit mehreren Blattpaaren angefertigt werden. Der Nachteil dabei ist

wiederum, dass sie schon relativ lange Stängel haben. Die Pflanzen treiben bevorzugt aus diesen Stängeln

und nicht aus dem Boden aus, so dass man eventuell eine nicht besonders formschöne Fuchsie erhält. Die

Stecklinge können sowohl in Wasser als auch in Erde bewurzelt werden. Risslinge sind möglich.

 

Kombination der Stecklingsarten

Um aus einem Trieb möglichst viele Ableger zu erhalten, kann man die Stecklingsarten

kombinieren. Oben schneidet man einen Kopfsteckling, in der Mitte mehrere kurze

Internodienstecklinge oder geteilte Internodienstecklinge und unten evtl. einen

Rissling.

 

Steckhölzer

sind die wohl ungebräuchlichste Art, Fuchsien zu vermehren. Sie bewurzeln nicht

besonders sicher und treiben nicht so schnell aus wie die anderen Stecklingsarten,

eignen sich aber gut dafür, schnell größere Fuchsienhecken zu ziehen. Sie werden im

Spätherbst und bevorzugt von winterharten Gartenfuchsien gewonnen, da man relativ weit in die Mutterpflanze schneiden muss und die Triebe der Gartenfuchsien im Winter sowieso

erfrieren. Es können aber auch abgeschnittene Triebe vom Winterschnitt verwendet

werden. Schneiden Sie aus einem unverzweigten, etwa bleistiftdicken Trieb ca. 20 -

25cm Stücke. Dabei schneiden Sie immer oben schräg über  einem Auge und unten

waagrecht unterhalb eines Auges. Die oberen Schnittstellen können mit einem

Lackbalsam (aus dem Bau- oder Gartenmarkt) versiegelt werden. Entfernen Sie alle

Blätter und Seitentriebe. Überwintern Sie die frisch geschnittenen Stecklinge eingerollt

in einer kleinen Plastiktüte im Gemüsefach eines Kühlschranks. Pflanzen Sie die

Steckhölzer im Frühjahr dann sehr tief, das heißt bis auf zwei Augen, im Garten

oder in einen geeigneten Topf ein.

 

Bewurzelungsarten

 

Bewurzelung in Erde

Tauchen Sie das Stängelende des vorbereiteten Stecklings in ein Bewurzelungspulver (siehe auch

Bewurzelungspulver). Füllen Sie einen Topf mit 5-7 cm Durchmesser mit Pikiererde und wässern Ihn. Zur

Not können Sie anstelle der Pikiererde auch eine ungedüngte Markenerde verwenden. Drücken Sie mit

einem spitzen Gegenstand (Pikierstab, Nagel, Bleistift) ein ausreichend großes, ca. 2 cm tiefes Loch in die

Erde. Setzen Sie den Steckling dort hinein und drücken Sie die Erde vorsichtig an. Besprühen Sie Ihn mit

einer 2%igen Fungizidlösung und stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte, ein Trinkglas, eine (unten

abgeschnittene) PET- Flasche über den Topf, oder stellen Sie den Topf in ein Minigewächshaus. Stellen Sie

die Pflanze dann an einen hellen, aber nicht sonnigen, ca. 18-20° warmen Ort. Nach zwei bis drei Wochen

(gefüllte Sorten brauchen etwas länger) dürften sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Das können Sie an

der glänzenden, prall gefüllten Triebspitze erkennen. Jetzt können Sie damit beginnen, vorsichtig zu lüften

(siehe Vermehrung aus Samen). Bis zur Ausbildung der Wurzeln erfolgt die Wasseraufnahme des Stecklings

ausschließlich über die Schnittfläche. Deshalb sollte die Erde Anfangs sehr nass gehalten werden. Am

besten stellen Sie den Topf in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer. Haben die Wurzeln den Topf

vollständig durchwurzelt, sollten Sie die Fuchsie in einen etwas größeren Topf pflanzen.

 

Bewurzelung in Wasser

Stellen Sie den vorbereiteten Steckling in ein undurchsichtiges, mit etwas lauwarmem Wasser gefülltes,

Glas oder in einen Joghurtbecher. Der untere Blattknoten muss dabei immer gut mit Wasser bedeckt sein.

Der Stängel sollte aber nicht zu tief im Wasser stehen, da er sonst faulen kann. In einem durchsichtigen

Glas kann es sein, dass der Steckling sich eher wie eine Schnittblume verhält. Dann besteht die Gefahr, dass

er gar nicht erst versucht Wurzeln auszubilden und relativ schnell seine Blätter verliert. Durch die

Verwendung eines undurchsichtigen Gefäßes simulieren Sie einen Standort in der Erde und erhöhen die

Chancen für eine erfolgreiche Bewurzelung erheblich. Die Seitenwände dürfen natürlich nicht zu hoch sein,

sonst erhalten die Blätter nicht genug Licht. Stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte, ein Trinkglas oder

eine (unten abgeschnittene) PET- Flasche über den Steckling und das Gefäß und stellen Sie alles an einen

hellen, aber nicht sonnigen, ca. 18-20° warmen Platz. Haben sich genug Wurzeln gebildet, können Sie den

Steckling in einen kleinen Topf einpflanzen. Die ersten zwei Wochen sollte der Topf in einem mit Wasser

gefüllten Untersetzer stehen, damit sich die Wurzeln an die neue Umgebung anpassen können.

 

Schutz der Stecklinge

Bis sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, muss der Steckling vor zu starker Verdunstung geschützt

werden. Zum einen kann man die Verdunstungsfläche verringern indem man große Blätter bis zur Hälfte

einkürzt, zum anderen sollte man unbedingt darauf achten, dass der Steckling in einem zugfreien Milieu mit

relativ hoher Luftfeuchtigkeit (gespannter Luft) heranwächst. Am besten geeignet sind dafür natürlich

Minigewächshäuser. Durchsichtige, über Steckling und Anzuchtgefäß gestülpte, Behälter oder Plastiktüten

erfüllen den Zweck aber genauso. Haben sich genug Wurzeln gebildet, muss der Steckling sich durch

vorsichtiges Lüften (siehe Vermehrung aus Samen) erst wieder an die trockenere Umgebungsluft gewöhnen.

 

Stecklinge pflegen

Die jungen Wurzeln der Stecklinge sind sehr empfindlich. Deshalb sollte Anfangs keine Düngung über die

Erde erfolgen, bzw. keine gedüngte Erde verwendet werden. Bis sich genug Wurzeln gebildet haben, erfolgt

eine Düngung ausschließlich mittels Blattdüngung (siehe Richtig düngen). Die Erde sollte immer gleichmäßig

gut feucht gehalten werden.

Knospen müssen kontinuierlich abgeschnitten werden, damit die Pflanze nicht zu viel Kraft für die

Blütenbildung vergeudet.

 

Bewurzelungspulver und Weidenwasser

Ein Bewurzelungspulver (auch Bewurzelungshormon genannt) regt die Wurzelbildung der Ableger an. Es wird

aus Hormonen leicht bewurzelnder Pflanzen (z.B. Weiden) hergestellt. Eventuell sind noch desinfizierende

Mittel und Fungizide zugefügt. Verwendet wird es bei Pflanzen die in Erde kaum (oder überhaupt nicht)

bewurzeln. Da Fuchsien nicht zu dieser Art von Pflanzen gehören, ist die Verwendung eines Bewurzelungs-

pulvers nicht nötig, beschleunigt aber die Wurzelbildung.

Als Alternative zum Bewurzelungspulver bietet sich Weidenwasser an, das leicht selbst herzustellen ist.

Dazu werden ein paar einjährige (weiche) Weidentriebe in ca. 2cm lange Stücke geschnitten und in ein Glas

gegeben. Das Glas wird bis ungefähr 1cm oberhalb der Holzstückchen mit lauwarmem Wasser aufgefüllt.

Nach 24 Stunden wird das Weidenwasser in ein anderes Glas abgeseiht. Die vorbereiteten Stecklinge

werden nun für 24 Stunden in dieses Wasser gestellt und danach in Erde herangezogen.

Das Weidenwasser kann ca. zwei Wochen an einem kühlen Ort (z.B. Kühlschrank) aufgehoben werden.

Danach verliert es seine Wirkung und beginnt unangenehm zu riechen

 

Fuchsien züchten

Um eines gleich einmal vorneweg zu stellen: Fuchsien sind zwar im Vergleich zu manchen anderen Pflanzen

relativ einfach zu züchten, allerdings dürfen Sie nicht erwarten, dass gleich der erste Zuchtversuch ein

durchschlagender Erfolg wird. Eine wirklich neue, fortpflanzungsfähige Fuchsiensorte zu züchten, bedeutet

oft jahrelange, systematische Arbeit, die auch mit vielen Fehlschlägen verbunden ist. Grundkenntnisse der

Vererbungslehre werden dabei genauso vorausgesetzt, wie genaue Kenntnisse der Fuchsiensorten und ihrer

Abstammung. Außerdem wird ein Grundstock an sortenreinen, vermehrungsfähigen Fuchsien benötigt. Ich

rate Ihnen deshalb dringend davon ab, sich mit hochgesteckten Erwartungen an die Züchtung einer neuen

Fuchsiensorte zu machen. Falls Sie sich aber nur einmal aus Spaß als Züchter versuchen wollen, dann haben

Sie mit der Fuchsie die richtige Pflanze gefunden. Die folgende Anleitung ist auch nur für solche Versuche

gedacht. Eine Zuchtanleitung wäre viel umfangreicher.

Die Züchtung beginnt mit der Auswahl der Elternpflanzen. Die Mutterpflanze sollte schon in den Jahren

zuvor versucht haben viele Früchte auszubilden, was ihr natürlich nicht gelungen ist, da wir sie ja immer

regelmäßig ausputzen. Oder etwa nicht? Fuchsien die Ihnen bisher immer den Gefallen getan haben, ihre

verwelkten Blüten mitsamt Fruchtknoten abzuwerfen, sind zur Zucht ungeeignet,

da sie höchstwahrscheinlich unfruchtbar sind. Vorsicht ist auch bei

„Supermarktfuchsien“ (Fuchsia stehend, Fuchsia hängend, Fuchsia Hybride)

geboten. Sie sehen zwar schön aus, sind aber meistens steril, das heißt nicht mehr

durch Samen vermehrbar.

 

Wenn die (pollenspendende) Vaterpflanze voll in Blüte steht, sollten Sie bei einer,

oder besser bei mehreren Knospen der Mutterpflanze, die gerade im Begriff sind

aufzugehen, die Blütenblätter durch leichten Druck öffnen. Schneiden Sie bei

den Knospen, welche Sie soeben geöffnet haben, die Staubfäden mitsamt ihren

Staubgefäßen mit einer kleinen Schere ab und hüllen Sie die Narbe des Stempels

mit einem Stückchen Alufolie ein, um jegliche Fremd- oder Selbstbestäubung

auszuschließen. Wenn die Narbe nach ungefähr 1-2 Tagen feucht und klebrig ist,

wird es Zeit für die Bestäubung. Knipsen Sie eine Blüte mit ausgereiften Pollen

(Sie erkennen es daran, dass etwas Pollen am Fingernagel hängen bleibt, wenn sie

mit ihm über die Staubgefäße streichen) von der Vaterpflanze ab. Nehmen Sie die

Hülle von der Narbe ab und bestreichen Sie die Narbe mehrmals mit den Staub-

gefäßen der abgeknipsten Blüte, bis sie völlig mit Pollen bedeckt ist. Danach

sollten Sie die bestäubte Blüte umgehend mit einem Säckchen aus luftdurch-

lässigem Stoff umhüllen. Befestigen Sie ein Plastikschildchen oder ein weißes

Klebeband, auf dem die Namen der Eltern und das Datum der Bestäubung notiert

sind am Stiel der befruchteten Blüte.

Dabei werden üblicherweise zuerst der Name der Mutterpflanze und dann der

Name der Vaterpflanze genannt. Um die Fäulnisgefahr etwas einzudämmen, müssen Sie das Säckchen mit

der verwelkten Blüte vorsichtig entfernen, sobald diese sich vom Fruchtknoten gelöst hat. Hat bisher alles

geklappt, können Sie jetzt nur noch hoffen, dass eine Frucht mit ausreichend gesundem Samen heran-

wächst, den Sie dann wie oben beschrieben heranziehen können.

Wie gesagt ist die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der Blüte in Form und Farbe sehr un-

wahrscheinlich, meistens wird sich das Blütenbild sogar eher verschlechtern, einen Versuch ist es

aber trotzdem wert.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Fuchsienzucht ist auch eine ernste Angelegenheit. Zum Züchten dürfen nur

anerkannte Sorten verwendet werden. Bringen Sie eigene Kreationen nicht bedenkenlos in den Umlauf.

Neuzüchtungen sollten erst 3 Jahre genau beobachtet und bei der American Fuchsia Society oder der

Eurofuchsia registriert werden.

Bisher wurden über 20.000 Fuchsiensorten gezüchtet und es ist nur dem umsichtigen

Verhalten aller Züchter zu verdanken, dass wir heute noch gesunde Pflanzen und

einen Überblick über die Sorten haben.

 

 

Rezepte

Bei den Fuchsien sind sowohl die Blüten als auch die Früchte essbar. Dem Laub und

der Rinde der F. magellanica werden angeblich sogar heilende Eigenschaften

nachgesagt.

Der Geschmack der Früchte variiert von Sorte zu Sorte. Sie schmecken leicht nach

Sauerkirschen, sind aber etwas herber. Den intensivsten Geschmack haben dabei

vor allem dunkle, vollreife Früchte. Allerdings gibt es verschiedene Gründe, warum

die Fuchsie keinen Platz auf unserer Speisekarte gefunden hat. Zum Einen wurde

sie relativ spät eingeführt, zum Anderen wird sie bis heute ausschließlich als

Zierpflanze kultiviert.

Da Sie aber, um sich länger an einer üppigen Blütenpracht erfreuen zu können, alle verblühten Fruchtstände

entfernen sollten, werden Sie wohl kaum ausreichend Früchte zum Kochen sammeln können. Falls Sie aber

zufälligerweise in England, an einer der prächtigen Fuchsienhecken entlang spazieren und sowieso gerade

nichts besseres zu tun haben, dann können Sie ja eines der folgenden Rezepte ausprobieren.

 

Fuchsienmarmelade

 

Zutaten:

1 ½ Pfund reife, gewaschene Beeren

1 Pfund Zucker

2 Esslöffel Wasser oder Apfelsaft

Saft einer halben Zitrone

 

Zubereitung:

Erhitzen Sie das Wasser mit dem Zitronensaft und dem Zucker bei schwacher Flamme, bis sich der Zucker

aufgelöst hat. Lassen das Ganze danach etwas abkühlen und fügen Sie die Beeren hinzu. Bringen Sie dann

alles langsam zum Kochen und lassen Sie es zum Schluss kurz kräftig aufkochen. Wenn ein Tropfen der

Marmelade auf einem kalten Teller sofort geliert, ist sie fertig.

 

Fuchsiengelee

 

Zutaten:

1 ½ Pfund reife, gewaschene Beeren

1 Pfund Zucker

3 Esslöffel Wasser oder Apfelsaft

Saft einer halben Zitrone

 

Zubereitung:

Lassen Sie die Beeren mit der Flüssigkeit langsam kochen, bis diese ihre ganze Flüssigkeit verloren haben

und gießen Sie den Sud dann durch ein Sieb ab. Fügen Sie den Zitronensaft und den Zucker hinzu. Lösen Sie

den Zucker, bei schwacher Hitze auf und lassen Sie das Ganze dann kurz aufkochen. Wenn ein Tropfen des

Gelees auf einem kalten Teller sofort geliert, ist es fertig.

 

Fuchsiengelee nach viktorianischem Rezept

 

Zutaten:

Wasser

2 Tassen reife, gewaschene Beeren

1 Tasse Zucker pro Tasse Fuchsiensaft.

2 Esslöffel Pektin pro Tasse Fuchsiensaft.

 

Zubereitung:

Füllen Sie Wasser in den Topf, bis die Beeren bedeckt sind. Kochen Sie die Beeren, bis sie leicht zerdrückt

werden können. Seihen Sie sie dann durch ein Tuch ab. Mischen Sie den Zucker mit dem Saft und bringen

Sie beides unter ständigem Rühren zum Kochen. Rühren Sie dann das Pektin unter und kochen Sie alles noch

einmal eine Minute lang stark auf. Nehmen Sie danach den Topf vom Herd und schöpfen den Schaum mit

einem Löffel ab.

 

Fuchsiendessert

 

Zutaten:

1 Tasse reife, gewaschene Beeren

1 Tasse Füchsienblüten

1 Tasse Zucker

2 Tassen Wasser (bzw. eine Tasse Wasser und eine Tasse Apfelsaft oder Cider)

1 feingehackter, geschälter Apfel

Saft einer Zitrone

2 Esslöffel Gelatine

 

Zubereitung:

Lassen Sie alle Zutaten bei kleiner Hitze 10 Minuten leicht kochen. Gießen Sie die Flüssigkeit, sobald sie

etwas abgekühlt ist, durch ein Sieb ab. Rühren Sie die Gelatine ein und stellen Sie den Saft dann zum

Eindicken in den Kühlschrank. Am Besten servieren Sie das Dessert später mit etwas Schlagsahne.

 

 

Tägliche Pflege

Überprüfen Sie täglich, bei warmer Witterung mehrmals am Tag, die Feuchtigkeit in jedem einzelnen Topf

mit dem Finger. Gießen Sie nur bei Bedarf. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen auf Krankheiten und Schädlinge.

Vergessen Sie dabei die Blattunterseiten nicht. Entfernen Sie regelmäßig Früchte, Fruchtstände, verblühte

und welke Blüten, da die Pflanze sonst zu viel Energie in die Samenbildung steckt, anstatt neue Knospen

auszubilden. Binden Sie lange Triebe fest und stützen Sie schwere Blüten, um Windbruch zu verhindern und

entfernen Sie gelbe und vertrocknete Blätter. Lockern Sie, wenn nötig, ältere Befestigungen an den

Stützstäben, damit die Fuchsien nicht eingeschnürt und somit von weiterem Wachstum abgehalten werden

PDF Fuchsienpflege
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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Standort und gießen

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

Natürliches Vorkommen der Fuchsie
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Rezepte

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Vermehrung

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

Übertopf mit Abstandshalter

Übertopf mit

Abstandshalter

Übertopf mit Erde

Übertopf mit

Erde aufgefüllt

Fuchsienwurzeln kürzen
Topf mit Drainageschicht

Topf mit

Drainageschicht

Schlaufenetikett
Fuchsientopf

Für Details bitte

Zeichnung anklicken

Weisse Fliegen
Fuchsien auspflanzen 1
Fuchsien auspflanzen 2
Fuchsien auspflanzen 3
Fuchsien auspflanzen 4
Fuchsien auspflanzen 5

Grube ausheben

Grube teilweise wieder auffüllen

Fuchsie einpflanzen

Senke im Laufe des Jahres füllen

Pflanze mit Winterschutz

Fuchsientrieb im Fruejahr
Winterschnitt bei Fuchsien 2

Geschnittene Säule oder  eintriebiger Busch

Winterschnitt bei Fuchsien 1

Entlaubte Säule oder eintriebiger Busch

Frühjahrsschnitt bei Fuchsien

Geschnittene Ampelpflanze

Fuchsien entspitzen
Entspitzte Fuchsie

Triebspitze

abknipsen

Entspitzte Pflanze mit Seitentrieben

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Erdgrube für Fuchsien

Für Details bitte Bild anklicken

Weisse Fliegen
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Weisse Fliegen

Weiße Fliegen

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Dickmaulrüssler

Dickmaulrüßler

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Mittlerer Weinschwärmer

Mittlerer Weinschwärmer

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Blatt mit Chlorophyllschäden

Chlorophyllschäden durch Sonne oder als Spätfolge einer Hitzeperiode

Fuchsienblüte ohne Staubfäden

Blüte ohne Staubfäden

Fuchsienknospe

Knospe vor

dem öffnen

Fuchsienbeere

Reife Beere

Fuchsienblüte

Fruchtknoten

Kelchröhre

(Tubus)

Blütenblätter

(Petalen)

Kelchblätter

(Sepalen)

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Staub-

gefäße

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Stempel

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Korolle

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Fuchsie Multa
Fuchsie Southgate
Fuchsie General Monk

Einfache

 Blüte

Gefüllte

Blüte

Halb-

gefüllte

Blüte

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Verholzter Steckling

mit gekürzten Blättern

in Erde oder Wasser

Fuchsiensteckling 1

Verholzter Steckling

mit Rindenzunge

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Stammbaum

Rohees New Millennium

Zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

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Kopfsteckling

normal

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Steckholz

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Kopfsteckling Variante 1

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Kopfsteckling Variante 2

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Internodiensteckling normal

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Internodiensteckling Variante 1

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Internodiensteckling Variante 2

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Internodiensteckling Variante 3

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Stecklingsarten

kombiniert

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Düngen

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

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Erde u. Töpfe

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

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Umtopfen

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

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Rückschnitt

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Einleitung

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Rückschnitt

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Einleitung

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Krankheiten

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Überwintern

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Krankheiten

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Rückschnitt

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Einleitung

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Vermehrung

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Rezepte

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Tägliche Pflege

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung

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Tägliche Pflege

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Vermehrung

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Rezepte

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Düngen

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Standort und gießen

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Erde u. Töpfe

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Umtopfen

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Fuchsien als Beetpflanzen

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Überwintern

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Krankheiten

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Rückschnitt

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Einleitung