

Fuchsienpflege
Diese Pflegeanleitung soll Ihnen den Umgang mit den Fuchsien etwas näherbringen, damit Sie auch in
Zukunft viel Spaß mit diesen wunderschönen Pflanzen haben. Sie erhebt aber keinesfalls den Anspruch
auf Vollständigkeit. Wollen Sie sich näher mit diesem Hobby beschäftigen, empfehle ich Ihnen unbedingt,
sich ein gutes Fuchsienbuch (z.B. von Gerda Manthey) zu kaufen.
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Etwas Geschichte
Fuchsien sind seit dem frühen 18. Jahrhundert in unseren Breiten bekannt.
Als erster Europäer beschrieb und illustrierte der französische Paulanermönch und Biologe Charles Plumier
(1646-
(Dominikanische Republik) gefunden hatte, in seinem 1703 erschienenen Buch „Nova Plantarum Americanum
Genera“. Er nannte sie zu Ehren des deutschen Botanikers Leonhart Fuchs (1500-
flore coccinea“, also dreiblättrige Fuchsie mit scharlachroten Blüten. Allerdings soll eines seiner Schiffe
damals untergegangen sein, deshalb gelangte kein Pflanzenmaterial nach Europa.
Der schwedische Botaniker Carl von Linné übernahm 1753 in seinem Werk „Spezies Plantarum“, mit dem er
die binäre Nomenklatur begründete, die Beschreibung und die Zeichnung der Fuchsie von Plumier, nannte
sie aber nur Fuchsia triphylla, wobei Fuchsia für die Gattung und triphylla für die
Art stand. Die Wissen-
schaftliche Bezeichnung Fuchsia hat sich bis heute gehalten, Plumiers Fuchsie hatte jedoch nichts mit der
heute als F. triphylla bezeichneten Art zu tun.
Herkunft und Lebensraum
Fuchsien wachsen überwiegend an regenreichen Berghängen bis 3000m Höhe im Unterholz, oder am Rand
des Regenwaldes, auf humusreichen, gleichmäßig kühlen und feuchten Böden, die aber
trotzdem gut wasser-
durchlässig sind. Ihr Standort ist, bei hoher Luftfeuchtigkeit, eher kühl, zusätzlich werden sie durch hohe
Bäume vor prallem Sonnenlicht geschützt.
Es sind mehrjährige, verholzende Halbsträucher, Sträucher und Bäume, die der Familie der
Nachtkerzengewächse angehören, sind also nahe Verwandte unseres heimischen Weideröschens.
Man geht davon aus, dass die Fuchsie ursprünglich in den Peruanischen Anden be-
heimatet war und sich von dort aus in nördliche Richtung bis nach Mexiko und in
südliche Richtung bis nach Feuerland ausgebreitet hat. Einige Arten schafften
es sogar, westwärts bis nach Tahiti und Neuseeland zu gelangen. Das heutige
natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich also vom nördlichen Mexiko über
Guatemala, Honduras, El Salvador, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela,
Ekuador, Brasilien, Bolivien, Peru , Chile und Argentinien bis nach Feuerland, sowie Tahiti und Neuseeland.
Dabei ist auffallend, dass die Fuchsien, außer in einem Teilgebiet bei Rio de Janeiro, ausschließlich an
Westküsten vorkommen.
Zusätzlich haben sich auch noch einige winterharte Sorten der F. magellanica an der Westküste der
Britischen Insel, sowie in Irland als Gartenflüchtling angesiedelt.
Es gibt momentan 119 anerkannte botanische Fuchsienarten, die in 12 Sektionen (Ellobium, Encliandra,
Fuchsia, Hemsleyella, Jimenezia, Kierschlegeria, Pachyrrhiza, Procumbentes, Quelusia, Schufia, Skinnera,
Verrucosa) unterteilt werden. Sie unterscheiden sich im Aussehen und in der Größe stark voneinander.
Während die F. excorticata beispielsweise als Baum wächst und bis zu 10m groß wird, erreicht die
kriechende F. procumbens nur eine Höhe von wenigen Zentimetern. Diese Fuchsienarten produzieren
außerdem ungewöhnliche blaue Blütenpollen, welche von den Neuseeländischen Maorifrauen zur
Gesichtsbemalung verwendet wurden. F. procumbens zeichnet sich überdies durch eine für Fuchsien
untypische, gelbe Blütenfarbe aus.
Blüte und Wuchsformen
Um die Angaben in den Fuchsienlisten besser verstehen zu
können, sollte man sich etwas mit dem Aufbau ihrer Blüten
und den Wuchsformen der Fuchsien beschäftigen.
Am oberen Ende der Fuchsienblüte befindet sich der Frucht-
knoten, gefolgt von der Kelchröhre (Tubus), die dann
wiederum in die, meist nach oben gebogenen, Kelchblätter
(Sepalen) übergeht. Darunter befinden sich die Blüten,-
Kronblätter (Petalen). Sie bilden die Krone (Korolle), welche
die Staubgefäße und den Stempel umschließt.
Einfache Blüten besitzen vier, halbgefüllte fünf bis sieben
und gefüllte Blüten mehr als sieben Blütenblätter.
Bei den Wuchsformen wird unterschieden zwischen: Stehend,
besonders geeignet für Hochstämme und Buschformen, halb-
hängend und hängend, z.B. für Blumenampeln.
Obwohl die meisten Fuchsienarten in tropischen Breitengraden zu Hause sind, darf man sie keinesfalls als
klassische Tropenpflanzen ansehen. Allein schon ihre bevorzugten Temperaturen, sie liegen zwischen 16 und
24 Grad, entsprechen nicht unbedingt unseren Vorstellungen von tropischen Gefilden.
Sie wachsen hauptsächlich in höheren Lagen des Regenwaldes im schattigen Unterholz, oder am Waldrand,
bei eher kühlen Temperaturen. Bei ständig hoher Luftfeuchtigkeit erhalten sie dort immer frische Luft, sind
aber gleichzeitig vor Windböen und Luftzug geschützt.
Diesen Lebensraum gilt es, so gut wie möglich zu imitieren und für die Fuchsien bei uns einen halbschattigen,
aber trotzdem hellen, luftigen, aber nicht zugigen Standort zu finden.
Ohne die nötige Frischluftzufuhr wird die Fuchsie anfällig für Pilzerkrankungen und Fäulnis, Zugluft
trocknet die Pflanzen aus.
Pralle Mittagssonne sollte bei den meisten Fuchsienarten unbedingt vermieden werden, da die Pflanzen
leicht verbrennen, während Morgensonne, Nachmittags-
Helligkeit sorgt und von allen Fuchsien gerne gesehen wird. Absolut ungeeignet sind heiße Standorte, wie
z.B. geteerte Hinterhöfe oder Balkone auf der Südseite, selbst wenn die Pflanze im Schatten steht. Auch
trockene Zimmerluft wird von den Fuchsien schlecht vertragen. Obwohl man dort durch Besprühen Abhilfe
schaffen könnte, wird eine Haltung im Zimmer kaum zufriedenstellend klappen.
Am besten gedeihen Fuchsien auf Terrassen und Balkonen, die nach Osten, Südwesten, Westen, oder
Nordwesten ausgerichtet sind und von der Morgen-
an West-
in Vorgärten, die nicht durchgehend besonnt sind und natürlich im Garten, an entsprechenden Plätzen
beziehungsweise mit schattenspendenden Pflanzen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.
Je ähnlicher das Umfeld dem natürlichen Standort der Fuchsien entspricht, umso einfacher
und erfolg-
reicher wird die Pflege, und die Pflanzen danken es uns, indem sie lange und üppig blühen und weniger
anfällig für Krankheiten sind.
Man kann Fuchsien natürlich auch an weniger günstigen Plätzen erfolgreich halten, indem man die
Bedingungen mit einfachen Mitteln etwas verbessert. So kann man Markisen, Flechtwände, oder berankte
Pergolen als Sonnen-
Stark verdunstende Pflanzen, oder Wasserspiele sorgen für höhere Luftfeuchtigkeit. Fehlende
Luftfeuchtigkeit kann man auch durch morgendliches oder abendliches Besprühen mit kalkarmem Wasser
ausgleichen. Das sollte man aber nie mittags bei direkter Sonnenbestrahlung machen, da sonst die Blätter
und die Blüten verbrennen können.
Obwohl Fuchsien generell eher halbschattig stehen möchten, gibt es Sorten, die auch sonnige Standorte
normalerweise gut vertragen. Es sind dies Fuchsien mit orangefarbenen Blüten, die Triphylla Hybriden und
Fuchsien mit vielen kleinen Blüten und schmalen, lederartigen Blättern.
Sonnenverträgliche Fuchsien sind zum Beispiel: Beacon, F. magellanica, Chang und F. triphylla.
Andererseits gibt es Fuchsien, die nur an schattigen Plätzen gut gedeihen.
Als Faustregel gilt: Je größer und gefüllter die Blüten, je weicher und größer die Blätter sind, desto
empfindlicher sind sie gegen Sonnenbestrahlung. Auch reinweiße Sorten und Fuchsien mit pastellfarbenen
Blüten sind sehr empfindlich. Färben sich weiße Blüten rosa, dann haben sie wohl etwas zuviel Sonne
abbekommen.
Sorten, die sich im Schatten am wohlsten fühlen sind zum Beispiel: Annabel, Fey und Lena Dalton.
Schäden durch Hitze und Sonne
Äußerste Vorsicht ist bei frisch umgetopften Fuchsien und bei allen Pflanzen, die gerade aus dem
Winterquartier kommen geboten. Sie dürfen anfangs überhaupt keine direkte Sonne erhalten!
Töpfe, vor allem Plastiktöpfe, besonders schwarze Plastiktöpfe heizen sich in der Sonne stark auf (siehe
Töpfe schattieren) und zerstören dadurch das Wurzelwerk. Im schlimmsten Fall wird gleich der ganze
Wurzelballen gekocht, oder aber es werden „nur“ die Wurzeln am Rand geschädigt. Eine Teilschädigung der
Wurzeln äußert sich zuerst in einer überstarken Notblüte, gefolgt von immer kleiner werdenden
Einzelblüten, bis zum kompletten Laub-
An einem ungünstigen Standort können Fuchsien regelrecht verbrennen (erkennbar an rot grün
gescheckten, trockenen Blättern). Dann kann man nur noch versuchen die Fuchsie zu retten, indem man sie
an einen kühlen, schattigen Platz bringt und die geschädigten Triebe, vor allem die Blütentriebe stark
einkürzt, damit sie ihre ganze Kraft zur Regeneration nutzen kann.
Fuchsien stellen, um sich vor übermäßiger Verdunstung zu schützen, bei Hitze ihre Wasseraufnahme ein,
was natürlich zu welken Blättern führt.
Wenn Sie an einem heißen Sommertag eine gesunde Fuchsie entdecken, die, obwohl die Erde in ihrem Topf
noch gut feucht ist, ihre Blätter traurig herunterhängen lässt, dann greifen Sie auf keinen Fall zur
Gießkanne. Die Pflanze hat keinen Durst, es ist ihr nur viel zu warm. Gießen Sie trotzdem, riskieren Sie, dass
zur Überhitzung noch eine Wurzelschädigung hinzukommt, da die Fuchsie jetzt, als Verdunstungsschutz
sowieso kein Wasser mehr aufnimmt! Stellen Sie den Topf aber schnell an einen kühleren Ort.
Ist die Erde aber schon zu stark ausgetrocknet, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit
temperiertem Wasser nachzugießen. Verwenden Sie aber niemals kaltes Wasser für warme Töpfe, da die
Pflanzen sonst einen Schock bekommen können.
Fuchsien gießen und besprühen
Fuchsien verdunsten durch ihr dichtes Blattwerk sehr viel Wasser. Während der Vegetationszeit sollten
Topfpflanzen täglich, bei heißem Wetter auch öfters, gegossen werden.
Gießen Sie aber immer nur nach Bedarf, das heißt: Kontrollieren Sie jeden Topf einzeln auf
Restfeuchtigkeit, passen Sie die Wassermenge entsprechend an und gießen Sie nur Töpfe, die es nötig
haben. Gießen Sie immer durchdringend. Der Boden sollte ständig feucht gehalten werden, nie völlig
austrocknen, darf aber auch nicht ständig nass sein. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, sie führt
unweigerlich zu Wurzelfäule. Überschüssiges Wasser in Untersetzern ist zu entfernen.
Gießen Sie nur morgens oder abends damit die Pflanzen nicht verbrennen. Falls Sie doch einmal mittags
gießen müssen, dann verwenden Sie nur temperiertes Wasser, dass Sie direkt in den Topf geben, ohne das
Blattgrün zu benässen.
Ist ein Topf einmal so eingetrocknet, dass sich die Erde bereits vom Gefäß löst, muss er solange in
temperiertem Wasser untergetaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach lässt man das
überschüssige Wasser ablaufen. Normales Gießen ist in diesem Fall leider nicht ausreichend, da trockene Erde kein Wasser aufnimmt.
Ist die Pflanze durch längeres Übergießen oder Staunässe geschädigt, nehmen Sie sie aus dem Topf und
lassen den Wurzelballen etwas an der Luft antrocknen. Dann klopfen Sie die äußere Erdschicht etwas ab
und entfernen die verfaulten Wurzeln. Pflanzen Sie die Fuchsie wieder in den (gereinigten) Topf und kürzen
Sie die schwächelnden Triebe, vor allem die Blütentriebe, stark ein. Verwenden Sie zum Auffüllen leicht
feuchte, ungedüngte Erde. Ist noch genug alte Erde vorhanden, würde ich mit dem Angießen bis zum
nächsten Tag warten, damit die restliche Nässe noch aus dem Wurzelballen gezogen wird. Düngen Sie, bis
sich die Wurzeln erholt haben, nur über die Blätter.
Wenn Sie eine oder mehrere Fuchsien mitsamt Topf in einen größeren Pflanzkasten oder direkt an einen
geeigneten Ort im Garten pflanzen, sieht das nicht nur gut aus, es verbessert den Wasserhaushalt auch
erheblich. Beachten Sie bitte, dass die Erde um den Wurzelballen auch nach einem Regenguss trocken
bleiben kann, da durch das Laubdach der Fuchsie und der benachbarten Pflanzen kaum Regenwasser bis
zum Boden dringen kann. Helfen Sie hier mit einer Gießkanne nach. Beetpflanzen müssen nur bei länger
anhaltenden Trockenheit, am besten mit einem Regner gewässert werden, bis das Erdreich ca. 10cm tief
durchdrungen ist, allein stehende Fuchsien etwas öfters.
Fuchsien, die an schattigen Standorten stehen, müssen nicht unbedingt besprüht werden, an ungünstigen
Standorten, oder bei großer Hitze ist es aber durchaus sinnvoll.
Allerdings darf, um Verbrennungen zu vermeiden, nie bei direkter Sonneneinstrahlung gesprüht werden.
Das richtige Wasser
Fuchsien lieben eher weiches Wasser.
Regenwasser eignet sich hervorragend, wenn es nicht direkt am Anfang des ersten Regengusses nach
längerer Trockenheit gesammelt wurde, denn es ist zu stark mit Schadstoffen belastet.
Solange Leitungswasser nicht zu hart und zu kühl ist, wird es absolut problemlos von allen Fuchsien
akzeptiert. Bei Werten ab 10°dH bis 15°dH sollten Sie das Wasser etwas enthärten, indem Sie ein Säckchen
mit 200g Torf in einer 10 -
Gebrauch aber ersetzt werden. Bei Werten über 15°dH helfen leider nur chemische Enthärtungsmittel, die
Sie im Fachhandel erhalten.
Verwenden Sie zum Besprühen nur kalkarmes Wasser um hässliche Flecken auf den Blättern zu vermeiden.
Richtig düngen
Düngung ist immens wichtig für das gesunde Wachstum unserer Fuchsien, allerdings verbrennen die
empfindlichen Wurzelspitzen bei hoher Dosierung.
> Eine Überdüngung der Pflanzen ist unbedingt zu vermeiden! Düngen Sie am besten
„weekly weakly“.
also wöchentlich und schwach, oder zumindest nach Kalender, um eine
Über-
vermeiden.
> Bei frisch getopften und kranken Fuchsien sollte überhaupt nicht gedüngt werden.
Bei längeren
Hitzeperioden sollte eine Düngpause eingelegt werden, da die Pflanzen
in dieser Zeit weder wachsen,
noch neue Blüten ausbilden.
> Topfpflanzen sollten nur mit Flüssigdünger nachgedüngt werden, da eine kontrollierte
Düngung mit
Trockendünger auf so kleinem Raum kaum möglich ist.
> Düngen Sie nicht zu oft. Bei zu großem Nährstoffangebot bildet sich schwammiges
Gewebe das die
Fuchsie anfällig für Ungeziefer und Krankheiten macht.
> Wurde Pflanzerde mit Depotdüngung verwendet, muss natürlich erst gewartet bis diese
verbraucht ist
(ca. 4 -
> Bei im Garten ausgepflanzten Fuchsien kann mit Trockendünger gearbeitet werden,
solange er gut
verteilt ist. Sie müssen generell nicht so intensiv gedüngt werden.
Organische Trockendünger (Guano,
Hornmehl usw.) sind zudem in ihrer Wirkung stark
temperaturabhängig. Sinkt die Temperatur längere
Zeit unter 20 Grad, werden keine
Nährstoffe mehr abgegeben.
> Setzlinge sollten nur (mit einer Sprühflasche) über ihre Blätter gedüngt werden,
was auch bei
schwachen, oder kränkelnden Fuchsien zu empfehlen ist. Verwenden Sie
hierfür einen speziellen
Blattdünger oder einen normalen Flüssigdünger, den Sie mit
1,5 bis 2 ‰ (das entspricht 1,5-
Liter oder etwa einem Schnapsglas auf 10
Liter Wasser) sehr schwach dosieren.
Mein Tipp: Verwenden Sie zur Dosierung eine Spritze
(vom Hausarzt), damit lassen sich auch kleine
Mengen genau abmessen.
> Düngen sie nicht bei prallem Sonnenschein, sondern nur bei wolkenverhangenen Tagen
oder in den
Abendstunden.
> Düngen Sie niemals eine trockene Pflanze. Wenn nötig gießen Sie vorher durchdringend.
Der ganze
Wurzelballen muss feucht sein, es genügt nicht, dass die Erde nur oberflächlich
nass ist.
> Hören Sie Ende August oder Anfang September auf zu düngen, damit sich die Pflanzen
auf die
Winterruhe vorbereiten können.
> Während der Winterruhe darf auf keinen Fall gedüngt werden! Gedüngt wird erst,
wenn sich das
Blattgrün entwickelt. Vorzeitige Düngezugaben helfen der Pflanze nicht
beim Beenden der
Winterruhe, sondern können zur Schädigung des Wurzelwerks führen.
> Depotdünger (Langzeitdünger) sollte nicht zu lange gelagert werden. Die Nährstoffe
verflüchtigen
sich, was im Extremfall zur Übersalzung der Fuchsien führen kann.
Der passende Dünger
Ihren Dünger können Sie selber herstellen, wofür Sie sich aber genauer mit der Materie beschäftigen
sollten, oder aber Sie machen es wie ich und greifen auf fertige Düngemischungen zurück. Man findet
mittlerweile eine ausreichende Anzahl brauchbarer Flüssigdünger im Fachhandel, die einem viel Arbeit
ersparen und dafür sorgen, dass nicht so viele, für Kinder sicher nicht unbedenkliche, Stoffe im Haus
gelagert werden.
Zwei Dinge sollten Sie aber auch bei Fertigdüngern beachten: Mischen Sie nur die Hälfte der
vorgeschriebenen Düngermenge mit der angegebenen Menge Wasser und düngen Sie dafür doppelt so oft.
Fuchsiendünger sollten Sie nach Herstellerangaben zubereiten und anwenden. Benutzen Sie nicht das ganze
Jahr über den gleichen Dünger, sondern passen Sie ihn den Bedürfnissen der Pflanze an.
Die Zusammensetzung des Düngers erkennen Sie ganz einfach an den drei Buchstaben N P K, die mit ihrer
Wertigkeit auf der Packung angegeben sind.
Ein Dünger mit der Aufschrift: N28 P14 K14 ist ein eher stickstoffbetonter, wachstumsfördernder Dünger
mit 28 Teilen Stickstoff, 14 Teilen Phosphor und 14 Teilen Kalium.
Stickstoff (N) sorgt für zügiges Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile.
Phosphor (P) beschleunigt, vor allem bei jüngeren Pflanzen, das Wurzelwachstum und
fördert die Blüten-
und Fruchtbildung. Er ist als Ausgleich zum Stickstoff wichtig.
Kalium (K) gleicht die Wirkung von Stickstoff und Phosphor aus. Es hilft bei der Bildung von Chlorophyll und
beeinflusst die Photosynthese, Es stärkt die Pflanzen, erhöht ihre Widerstandskraft, sorgt für kräftige
Farben und beschleunigt die Holzreife, was für die Überwinterung wichtig ist.
Spurenelemente sind allen Markendüngern in der richtigen Dosierung beigemengt.
Wenn noch mehr über die einzelnen Wirkstoffe zum Düngen erfahren wollen, empfehle ich Ihnen die
entsprechenden Seiten bei Greenfinger at. und der Deutschen Fuchsiengesellschaft. Sie beschäftigen sich
sehr detailliert mit diesem Thema.
Welcher Dünger zu welcher Jahreszeit?
Nach der Winterruhe beginnt bei den Fuchsien die Wachstumsphase. Hier sollten Sie stickstoffbetonten
Gründünger, etwa in der Zusammensetzung N28 P14 K14, oder N14 P10 K14 verwenden. Erst ab einer
Tageslichtmenge von ca. 14 -
verwenden. Stellen Sie jetzt, sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen, auf eher
phosphor-
kaliumhaltigen Blütendünger, etwa N15 P30 K15, oder N8 P12 K16, um.
Ab Ende August, oder Anfang September beginnt die Fuchsie, da die Tage wieder kürzer werden, ihre
Kräfte wieder eher in das Wachstum zu stecken. Jetzt gilt es, die Düngung komplett einzustellen, damit sich
keine neuen Triebe bilden und die alten Triebe noch verholzen können.
Erde und Töpfe
Welche Erde eignet sich?
Fuchsien bevorzugen luftige, schwach saure bis neutrale Böden (ph-
eignet sich humusreiche, komposthaltige, lehmige Erde, die mit grobfaserigem Weißtorf und etwas Sand
vermischt ist, und zur Auflockerung Styromull, Blähton oder Ähnliches enthält. Im Garten werden Sie eine
solche Erde wohl kaum vorfinden. Sie können aber bei zu kalkhaltigen, alkalischen
Böden den ph-
senken, indem Sie etwas Torf untermischen. Bei zu sauren (torfhaltigen) Böden können
Sie den ph-
etwas erhöhen, indem Sie kohlensauren Kalk oder Gesteinsmehl untermischen.
Für Topfpflanzen können Sie ruhig Fertigerde mit Grunddüngung nehmen. Kaufen Sie aber keine Billigerde,
da diese sehr oft nur aus Klärschlamm und Schwarztorf besteht. Gärtnererde von bekannten Herstellern
kostet zwar etwas mehr, Ihre Fuchsien werden es Ihnen aber danken.
Für Ableger und für Jungpflanzen eignet sich am besten Einheitserde Typ P (schwach gedüngte Pikiererde)
oder TKS 1 (ungedüngtes Torfkultursubstrat). Zur Anzucht bieten sich aber auch Perlite und feiner Blähton
an. Diese Materialien sind steril, frei von Dünger oder anderen Nährstoffen, können hervorragend Wasser
speichern und gewährleisten eine ausreichende Luftzufuhr für die Wurzeln. Bei Pflanzkästen und
Blumenkübeln können Sie zum Beispiel TKS 2 (schwach gedüngtes Torfkultursubstrat) verwenden. Bei allen
anderen Töpfen ist Einheitserde Typ T (stark gedüngte Topferde) und Typ ED 73 (mit Depotdüngung) zu
empfehlen.
Da Markenerde recht teuer ist, können Sie sie mit einem Drittel gut ausgereiftem Kompost mischen.
Erde selber mischen
Haben Sie viele Pflanzen, dann lohnte es sich die Erde selber herzustellen. Mischen Sie einen Teil humose
lehmhaltige Garten-
Flußsand der Körnung 0-
drei Jahre alt sein sollte. Den Flusssand sollten Sie vorher gründlich mit handelsüblichem Depotdünger
vermengen. Die fertige Erde können Sie noch mit etwas Blähton, Perlite oder Styromull auflockern.
Töpfe und Übertöpfe
Egal welches Gefäß Sie verwenden, achten Sie immer darauf, dass
keine Staunässe entstehen kann. Übertöpfe sollten, falls kein Loch
für den Wasserablauf vorhanden ist, ausreichend groß gewählt
werden, damit eine Kontrolle auf Restwasser jederzeit möglich ist.
Der Topf mit der Pflanze sollte auf einem umgedrehten Untersetzer,
auf Holzklötzchen oder Ähnlichem und nicht direkt auf dem Boden
des Übertopfes stehen, da die Fuchsie sonst schnell „nasse Füße“
bekommen kann. Noch besser ist es, den Raum zwischen Blumen-
Übertopf mit Erde oder Torf aufzufüllen (siehe Zeichnungen).
Geeignete Gefäße
Metallische Gefäße aus Kupfer oder Messing sehen gut aus, können aber sehr heiß werden und müssen, da sie
oxidieren, mit einer stabilen Folie ausgeschlagen werden. Sowohl Gefäßboden als auch Folie müssen aber,
damit das Wasser ablaufen kann, an der gleichen Stelle ein Loch haben, oder Sie verwenden das Metallgefäß
als Übertopf.
Holzgefäße können verwendet werden, falls sie mit einem pflanzenverträglichen Holzschutzmittel behandelt
wurden. Diese Behandlung sollte aber mehrere Monate her sein, da sonst noch zu viele Schadstoffe ans
Erdreich abgegeben werden. Am ehesten eignen sich Holzgefäße, die mit einer luft-
wasserdurchlässigen Folie ausgekleidet sind, damit die Erde nicht zu schnell austrocknet.
Eternitgefäße und Gefäße aus asbestfreiem Zement sind standsicher, bruchfest und überzeugen vor allem
durch ihre lange Lebensdauer. Achten Sie aber darauf, dass der Topf nicht zu schwer ist, da Sie ihn ja
irgendwann ins Winterquartier bringen müssen und denken Sie daran, dass ein Abzugsloch für das Wasser
vorhanden ist.
Pflanztröge und Balkonkästen haben, aufgrund ihres großen Fassungsvermögens, den ausgeglichensten
Wasserhaushalt. Sie sollten aber nicht zu viele Pflanzen in das Gefäß setzen. Der empfohlene Pflanzabstand
liegt bei ca. 25 bis 35cm oder vier Fuchsien pro Meter Balkonkasten. Bei höherer Pflanzdichte bedrängen sie
sich gegenseitig. Sind zu wenig Pflanzen im Topf, besteht die Gefahr, dass der Boden versäuert. Falls Sie
verschiedene Fuchsiensorten in ein Gefäß pflanzen, dann sollten sie unbedingt mit einem Namensschild
versehen sein, da man sie, spätestens, wenn sie ihr Laub abgeworfen haben, nicht mehr voneinander
unterscheiden kann.
Während sich Balkonkästen sehr gut zum Überwintern eignen, sind Pflanztröge und andere große Gefäße
oft zu schwer zum Transportieren. Hier empfiehlt es sich, die Fuchsien mit ihren Töpfen einzupflanzen. Die
Töpfe können zum Überwintern dann relativ leicht entnommen und ins Winterquartier gebracht werden,
während der Pflanztrog draußen stehen bleibt.
Blumenkästen mit Wasserreservoir sind gut geeignet; schütten Sie aber nach starken Regenfällen das
überschüssige Wasser ab, da die Pflanzen sonst ersaufen können.
Unlasierte Ton-
die Wurzeln atmen können. Allerdings sind sie relativ schwer, lassen sich schlecht reinigen. Dadurch dass sie
auch durch die Gefäßwände Wasser verdunsten, können dort hässliche Kalkflecken entstehen. Außerdem
trocknet die Erde schneller aus. Die Wurzeln der Fuchsie wachsen in diesen Töpfen eher in die Breite,
deshalb wird die Erde schneller durchwurzelt. Allerdings wird auch die Gefäßwand schneller erreicht. Leider
haben die meisten der in Deutschland erhältlichen Tontöpfe eine sich stark nach unten verjüngende Form.
Sie können deshalb relativ leicht umkippen und zerbrechen, vor allem wenn sie erhöht aufgestellt wurden.
Lasierte Ton-
auf. Die Erde wird bei ihnen nicht so gut belüftet. Sie trocknet deshalb aber auch nicht so schnell aus.
Plastikgefäße eignen sich mindestens genauso gut wie Tontöpfe, sind nicht so zerbrechlich und lassen sich
viel besser reinigen. Durch ihr geringes Gewicht lassen sie sich hervorragend ins Winterlager transportieren.
Leider hapert es auch bei ihnen mit der Standsicherheit. Zudem können die Wurzeln in diesen Töpfen bei
weitem nicht so gut atmen. Deshalb wachsen sie eher nach unten in Richtung Abzugsloch. Ihr größter
Nachteil ist aber, dass sich in ihnen die Erde bei direkter Sonnenbestrahlung sehr stark erwärmt. Sie
sollten deshalb, vor allem wenn sie dunkel eingefärbt oder schwarz sind, unbedingt im Schatten stehen
(siehe Töpfe schattieren).
Kippsicherung für Töpfe
Jahrelang habe ich mich darüber geärgert, dass meine Fuchsien in Plastiktöpfen sehr leicht umfallen.
Zusätzlich hatte ich Probleme mit Staunässe durch Regenwasser in den Untersetzern . Dann kam mir die
Idee für diese Kippsicherung, die sich bei mir bisher hervorragend bewährt hat. Die Stütze war
ursprünglich nur für Plastiktöpfe gedacht, kann aber natürlich auch für Tontöpfe verwendet werden.
Die Anfertigung möchte ich hier anhand eines Topfes mit 13cm Durchmesser beschreiben.
Nehmen Sie zwei dünnwandige, identisch geformte Plastiktöpfe. Sie sollten nicht zu alt
sein, da das Plastik sonst spröde ist und sich schlecht schneiden lässt. Einen Topf nehmen
Sie als Pflanztopf, beim anderen schneiden Sie von unten ca. 3,5cm mit einer Schere ab.
Wenn Sie den oberen Teil umdrehen und den Pflanztopf hineinstellen, sollte dieser etwas
Abstand zum Boden haben. Beide Teile können Sie noch mit Tesafilm verbinden. Dadurch
dass der intakte Topf, in den die Fuchsie gepflanzt wird nicht direkt auf dem Boden
steht, wird Staunässe vermieden. Für eine bessere Belüftung der Wurzeln können Sie
sorgen, indem Sie mit einer Lochzange ein paar Löcher in die Stütze machen.
Kippsicherung mit Wasserspeicher
Wenn Sie beim Eintopfen der Fuchsie einen Pflanzendocht oder den Docht einer
Petroleumfackel (im Baumarkt erhältlich) durch ein Abzugsloch des Topfes in die Erde
ziehen und ihn unten etwas überstehen lassen kann das überschüssige Gießwasser im
Untersetzer mit genutzt werden. Sie können den Untersetzer auch als Wasserspeicher
verwenden bzw. die Konstruktion in einen großen (mit Wasser gefüllten) Untersetzer
stellen, falls Sie einmal keine Zeit zum Gießen haben. Ich habe eine Fuchsie über zwei
Monate nur über den Untersetzer gegossen und hatte stets die optimale Erdfeuchtigkeit.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mit der Kippsicherung kurz in einer Email schildern
könnten
Damit die Fuchsienwurzeln nicht durch zu hohe Temperaturen geschädigt werden, sollten Sie vor allem
Plastiktöpfe, aber auch kleinere und mittlere Tontöpfe durch geeignete Maßnahmen vor der prallen Sonne
schützen.
Kleine Töpfe können Sie in einen Blumenkasten mit Wasserreservoir direkt auf den Zwischenboden, oder in
einem normalen Blumenkasten auf eine Erdschicht stellen oder sie einpflanzen. Mehrere größere Töpfe
machen sich, wenn sie z.B. in einem Pflanzkasten aus Holz eingepflanzt, oder nur auf eine Erdschicht gestellt
sind, sehr gut. Einzelne Töpfe bleiben kühler wenn sie in einen Übertopf gesetzt, oder gepflanzt werden
(siehe Zeichnungen oben). Besonders effektiv ist es, wenn Sie den ganzen Topf an einem geeigneten
Standort im Garten eingraben. Ansonsten können Sie durch andere Pflanzen, mit (Ziegel-
Brettern, die vor die Töpfe gestellt werden beziehungsweise mit Sonnenschirmen oder Ähnlichem für
ausreichend Schatten sorgen.
Wann umtopfen?
Fuchsien in kleinen oder mittleren Töpfen sollten ein Mal im Jahr umgetopfte werden. Der ideale Zeitpunkt
dafür ist zu Beginn der Wachstumsphase, also direkt nach dem Überwintern. Das heißt aber nicht, dass Sie
unbedingt einen größeren Topf nehmen sollten (damit tun Sie sich und den Fuchsien keinen großen Gefallen),
sondern dass Sie die alte, verschlämmte Erde durch frische ersetzen, damit die Wurzeln wieder besser
atmen können. Bei großen Gefäßen genügt es normalerweise, einen Teil der Erde vorsichtig auszutauschen,
ohne die Pflanze auszutopfen. Ansonsten wird nur bei Bedarf umgetopft, also wenn die Fuchsie wirklich
keinen Platz mehr im Topf hat, bei total verfilztem Wurzelballen und eventuell bei Krankheit oder
Übernässung.
Töpfe vorbereiten
Gebrauchte Töpfe sollten Sie aus hygienischen Gründen, gewissenhaft mit klarem Wasser abschrubben, bei
neuen Töpfen die anhaftenden Schadstoffe gründlich mit Leitungswasser abspülen. Ton-
töpfe sollten, damit sie sich vollsaugen, gewässert werden.
Wählen Sie zum Einpflanzen keine zu großen Gefäße. Der Wurzelballen sollte rundherum maximal zwei
Finger breit Abstand zur Topfwand haben. Die Fuchsie beginnt erst dann richtig auszutreiben, wenn die
Erde im Topf gut durchwurzelt ist. Bei zu großen Gefäßen verwendet die Pflanze zu viel Energie auf die
Ausbildung neuer Wurzeln, was zu Lasten des oberirdischen Wachstums geht. Überdimensionierte Töpfe
können nicht schnell genug durchwurzelt werden. Schlecht durchwurzelte Erde neigt aber dazu zu
versauern, was die Pflanzen wiederum schädigt.
Pflanzen vorbereiten
Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen nur leicht feucht ist. Ist die Erde nass, lassen sich die Wurzeln
nicht so gut einkürzen. Die Erde klebt am Ballen und lässt sich nicht so leicht abschütteln. Außerdem
verschmutzt die Arbeitsfläche sehr stark. Entfernen Sie alle welken Blüten. Schneiden Sie kranke,
beschädigte, und verkümmerte Triebe ab und kürzen Sie zu lange Triebe ein.
Nehmen Sie die Fuchsie aus dem Topf und schütteln Sie, wenn der Topf nur schwach
durch-
wurzelt war, die überflüssige Erde vorsichtig ab. Entfernen Sie die alten (braunen) und die
verfaulten Wurzelteile. Achten Sie darauf, dass das gesunde (weiße) Wurzelgeflecht
möglichst nicht beschädigt wird.
Ist die Erde stark durchwurzelt, dann brechen Sie den oberen Ballenrand vorsichtig ab und
entfernen das untere Viertel des Ballens. Kürzen Sie alte, verfilzte Wurzelballen mit einem
scharfen Messer auf allen Seiten um ein Drittel bis ein Viertel ein (siehe Zeichnung).
Fuchsien eintopfen
Verwenden Sie, wenn möglich, den selben (gereinigten) Topf beziehungsweise einen Topf
mit der gleichen Größe. Nur wenn die Wurzeln sonst nicht genug Platz haben, sollten Sie
ein etwa 2cm größeres Gefäß nehmen. Decken Sie das Abzugsloch mit einer Tonscherbe ab.
Füllen Sie große und tiefe Gefäße mit einer ca. 2-
auf. Decken Sie diese Schicht dann mit einem dünnen Vlies ab. Füllen Sie in alle Töpfe so
viel Erde ein, dass später zwischen der Oberkante des Wurzelballens und dem Topfrand
etwa 1-
gleichmäßig rundherum Erde ein und drücken Sie diese vorsichtig an. Verwenden dabei
aber keine ausgetrocknete, sondern ausschließlich leicht feuchte Erde. Am Ende sollte
eine gleichmäßige Oberfläche mit etwa 1-
Pflanze darf dabei nicht tiefer in der Erde sitzen als im vorherigen Gefäß. Sind Sie mit
dem Umtopfen fertig, wird die Fuchsie noch kräftig angegossen. Gießen sie in den
nächsten zwei Wochen sparsam, der Boden sollte immer schwach feucht, aber nicht nass sein und besprühen
Sie die Pflanze dafür öfters. Düngen Sie 4-
Erde fast aufgebraucht sind.
Fuchsien beschriften
Es gibt eine Vielzahl von Fuchsiensorten, die sich teilweise sehr ähnlich sehen, so dass es manchmal fast
unmöglich ist, sie anhand der Blüten oder der Blattfarbe zuverlässig zu bestimmen. Spätestens aber im
Winter, wenn sie ihr Laub verloren haben, kann man sie garantiert nicht mehr voneinander unterscheiden.
Um Verwechslungen auszuschließen sollten die Pflanzen
deshalb immer mit ihrem Namen versehen werden.
Besonders wichtig ist das bei Stecklingen. Dafür kann
man beispielsweise einen Aufkleber am Topf anbringen, oder ein Schild in die Erde
stecken bzw. am Haupt-
trieb festbinden. Ich empfehle Ihnen aber (zumindest bei etwas größeren Fuchsien) die Verwendung von
Schlaufenetiketten. Diese Etiketten sind leicht zu beschriften, einfach an der Pflanze anzubringen und
können dort auch beim Umtopfen belassen werden. Schlaufenetiketten können Sie recht günstig im
Internet (z.B. bei Ebay) bestellen. Ganz egal welche Kennzeichnungsmethode Sie bevorzugen, verwenden
Sie nur witterungsbeständige Stifte. Bleistifte eignen sich dafür hervorragend und können später auch
ausradiert werden, wasserfeste Stifte verblassen relativ schnell. Kontrollieren Sie spätestens beim
Überwintern alle Schilder und tauschen Sie die ausgebleichten und beschädigten aus.
Fuchsien als Beetpflanzen
Fuchsien im Freiland auspflanzen
Obwohl Fuchsien, wenn sie im Garten ausgepflanzt wurden, kräftiger und buschiger wachsen und reichlich
und ausdauernd blühen, möchte ich bei den meisten Fuchsiensorten davon abraten. Abgesehen von den
winterharten Sorten, die das ganze Jahr im Garten verbleiben, müssen wir sie spätestens im Herbst wieder
ausgraben und zum Überwintern neu eintopfen. Das bedeutet für uns, vor allem wenn sich die Wurzeln gut
entwickelt haben, in erster Linie Arbeit. Aber auch für die Fuchsie ist es sehr stressig, da sie einen nicht
unerheblichen Teil ihrer Wurzeln verliert. So kurz vor der Winterruhe ist es aber so ziemlich der
ungünstigste Zeitpunkt, den Pflanzen diesen Stress anzutun.
Sinnvoller ist es, die Fuchsien mit Topf im Garten einzugraben, dann können Sie die Pflanze im Herbst
problemlos mitsamt Topf ausgraben und überwintern. Die Wurzeln haben im Topf zwar nicht soviel Platz,
profitieren aber trotzdem vom umgebenden Erdreich, da sie kaum Temperaturschwankungen ausgesetzt
sind und nicht so schnell austrocknen. Beachten Sie aber, dass Sie auch nach einem Regenschauer evtl.
nachgießen müssen, da durch das Laubdach der Pflanze kaum Regenwasser auf den Boden gelangt und die
Fuchsie austrocknen kann, obwohl der Boden in der Umgebung nass ist.
Den Begriff „Winterhart“ bei Fuchsien zu verwenden, ist etwas irreführend, da im Gegensatz zu unseren
heimischen Gehölzen nie die ganze Pflanze überlebt. Bei winterharten Fuchsien erfriert der komplette
oberirdische Teil, die Pflanzen treiben aber im Frühjahr aus den Wurzeln wieder aus; die alten Triebe
schneidet man ab. Da der Wurzelstock immer kräftiger wird, entwickeln sie sich im Laufe der Jahre zu
prächtigen ca. ein bis eineinhalb Meter hohen Büschen, die zwar etwas später, dafür aber umso intensiver
blühen. Fuchsien, die als „winterhart“ oder „hardy“ bezeichnet werden, vertragen
Temperaturen von -
-
Durchfrierung geschützt wird, sind aber auch kältere Winter überhaupt kein Problem. Kommen Sie jedoch
nicht auf die Idee, winterharte Fuchsien im ungeschützten Blumentopf draußen stehen zu lassen. Im Topf erfrieren die Wurzeln und die Pflanzen gehen ein. Winterharte Hochstämme müssen, selbst wenn sie im
Beet eingepflanzt sind, über Winter unbedingt eingeräumt werden, da der Stamm sonst bei Frost abstirbt.
Eine dänische Fuchsiensorte (Magellanica Georg) soll angeblich Temperaturen bis -
Hier noch ein paar Anmerkungen zu den Angaben in meiner Fuchsienliste.
„Winterhart“ bedeutet: Diese Fuchsien können in den meisten Teilen Deutschlands problemlos das ganze
Jahr im Garten kultiviert werden.
„Bedingt winterhart“ bedeutet: Diese Fuchsien sind etwas empfindlicher. Während sie in manchen Gärten
schon über Jahre hinweg erfolgreich überwintert wurden, klappt das in anderen Gärten überhaupt nicht.
„Eventuell winterhart“ bedeutet, dass diese Fuchsien wahrscheinlich winterhart sein müssten, allerdings gibt
es noch nicht genug Erkenntnisse über ihre Wintertauglichkeit.
Winterharte Fuchsien im Garten auspflanzen
Gepflanzt wird so früh wie möglich, damit sich die Wurzeln gut ausbilden können, allerdings erst wenn die
Gefahr von Spätfrosten gebannt ist, also nach den den Eisheiligen. Am besten eignen sich kräftige, nicht zu
kleine Pflanzen mit mehreren Trieben.
Suchen Sie sich einen geeigneten Standort im Garten. Er darf ruhig auch sonnig sein. Solange die Erde immer
gleichmäßig feucht und kühl ist, wird das von ausgepflanzten Fuchsien in der Regel toleriert. Staunässe und
starker Wurzeldruck von den benachbarten Pflanzen ist aber unbedingt zu vermeiden.
Graben Sie nun ein mindestens 30cm tiefes und mindestens 50cm großes Loch. Alle Triebe der Fuchsie
müssen später einen ausreichenden Abstand zum Lochrand haben. Mischen Sie die ausgehobene Erde, wie es
unter „Erde selber herstellen“ im Kapitel „welche Erde eignet sich?“ beschrieben wird. Bei schweren Böden
sollten Sie den Sandanteil erhöhen, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern.
Füllen Sie einen Teil der Erde wieder in das Loch und verdichten Sie sie etwas, so dass aus dem Loch eine ca.
10cm tiefe Bodensenke entsteht. In die Mitte der Senke pflanzen Sie dann die Fuchsie (siehe auch
Umtopfen / Pflanzen vorbereiten) und gießen sie kräftig an. Achten Sie später darauf, dass die Erde nie
völlig austrocknet. Die Senke wird erst im Laufe des Sommers Stück für Stück aufgefüllt. Dadurch erreichen Sie eine tiefere Verwurzelung der Pflanze und daraus resultierend eine erhöhte Frostsicherheit.
Überwinterung von winterharten Freilandfuchsien
Stellen Sie spätestens Ende August sämtliche Düngung ein. Wenn das Laub nach den ersten Frösten gefallen
ist, werden die Wurzeln (nicht die Pflanze) durch eine lockere Auflage aus Reisig, Laub oder Rindenmulch
vor Durchfrierung geschützt. Die Dicke der Auflage ist stark abhängig von ihrem Wohnort. Je kälter der
Winter ist, umso dicker muss sie sein. Verwenden Sie auf keinen Fall Plastikplanen, da die Wurzeln darunter
ersticken können. Auch von einer Auflage aus Torf rate ich ab, da nasser Torf im Winter einen Eispanzer
bildet, unter dem die Wurzeln nicht atmen können.
Einen dauerhaften Schutz vor Durchfrierung bildet die dichte Unterpflanzung mit immergrünen
Bodendeckern. Sie schützen die Pflanze im Sommer auch vor allzu schneller Austrocknung.
Abgesehen von der Fuchsie magellanica georg, deren Triebe im Winter nicht erfrieren und die deshalb einen
normalen Frühjahrsschnitt erhält, werden bei winterharten Fuchsien die alten Triebe erst im Frühjahr, wenn
sich schon junge Triebe zeigen, bis zum Boden abgeschnitten. Bei Frostgefahr müssen die empfindlichen
neuen Triebe durch einen umgedrehten Eimer oder Karton geschützt werden.
Sie können die Fuchsie auch im Herbst, wenn alle Blätter abgefallen sind, um ein Drittel einkürzen und das
Reisig mit als Winterschutz verwenden. Allerdings besteht dann die Gefahr einer Schädigung der Pflanze
durch Stängelfäule, da Wasser durch die Schnittkanten eindringen kann. Um das zu vermeiden, muss immer
schräg abgeschnitten werden.
Überwinterung von Topfpflanzen
Da Fuchsien zu den laubabwerfenden Pflanzen gehören, brauchen sie im Winter eine Ruheperiode, damit sie
Kräfte für den Neuaustrieb im Frühling sammeln können. Um sie darauf vorzubereiten verzichten Sie ab
Ende August auf jegliche Düngung. Im September sollten Sie damit beginnen, etwas weniger zu gießen.
Achten Sie aber darauf, dass der Wurzelballen an heißen Spätsommertagen nicht austrocknet. In
regenreichen Herbsten sollten Sie die Töpfe in den Regenschatten stellen. An schönen aber nicht zu warmen
Tagen können Sie Fuchsien, die bisher halbschattig gestanden sind, an helle, sonnige Standorte bringen.
Durch diese Maßnahmen bringen Sie die Pflanzen dazu, langsam die Blüte einzustellen und für eine
Verholzung der diesjährigen, weichen Triebe zu sorgen, was für die Überwinterung immens wichtig ist.
Bevor jetzt eine Welle der Empörung durch die Fuchsiengemeinde rollt, möchte ich eines
klarstellen: Der Winterschnitt ist bei gesunden Fuchsien, außer man will sie in Erdgruben
überwintern, nicht unbedingt nötig und birgt die Gefahr von Pilzerkrankungen an den
Schnittstellen. Er hat aber den Vorteil, dass die Pflanzen weniger Platz brauchen und
die Luft im Winterlager besser zirkulieren kann. Da ich ihn aber schon seit Jahren bei
allen Pflanzen durchführe und bisher noch keine Probleme gehabt habe, möchte ich hier
etwas näher auf ihn eingehen. Vor den ersten größeren Frösten (je nach Wohnort,
ungefähr im November), wenn die Blätter trocken oder schon abgeworfen sind, werden
alle neuen Triebe um ca. ein Drittel eingekürzt, die restlichen Blätter entfernt
(abgestreift) und über den Hausmüll entsorgt. Schwache Triebe werden ganz
abgeschnitten.Hat sich der Saft aus den Trieben noch nicht ganz zurückgezogen, kann
es vorkommen, dass die Schnittstelle zu bluten beginnt. Dabei kann die Fuchsie über einen
längeren Zeitraum größere Mengen an Flüssigkeit verlieren, was ihr aber normalerweise
nichts ausmacht. Die Dauer des Nachnässens können Sie leider nicht beeinflussen.
Versuchen Sie auch nicht, die Wunde trockenzulegen. Größere Flüssigkeitsansammlungen
unterhalb der Austrittstelle oder an anderen Pflanzenteilen sollten Sie aber ab und zu
entfernen um Schimmelbildung zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass alle Schnittstellen
an einem luftigen Ort völlig abtrocknen bevor die Pflanze ins Winterlager gebracht wird,
da die Gefahr von Pilzerkrankungen sonst zu groß ist. Falls die Zeit drängt und die Fuchsie
keine Anstalten macht ihr Wachstum einzustellen, können Sie ausnahmsweise auch ihre Zweige
einkürzen und die verbleibenden Blätter bis auf einen Stielstumpf abschneiden.
Fuchsien ins Winterquartier einräumen
Generell sollten Sie versuchen, die Fuchsien solange wie möglich draußen stehen zu lassen, damit sie noch auf
natürlichem Wege ihre Blätter abwerfen können. Bedenken Sie aber, dass bei uns schon im Spätherbst die
Gefahr von Nachtfrösten sehr groß ist. Fuchsien vertragen zwar kurzzeitige leichte
Fröste bis -
fördert sogar die Verholzung und beschleunigt den Laubabwurf, allerdings sollten Sie lieber auf Nummer
sicher gehen und die Pflanzen in kritischen Nächten mit einer Plane oder ähnlichem schützen. Eine Ausnahme
bilden hierbei alle Triphylla-
empfindlich und sollten, bei 10 -
Vor den ersten größeren Frösten (ungefähr im November), der Zeitpunkt hängt natürlich stark von Ihrem
Wohnort ab, sollten Sie damit beginnen, die Fuchsien ins Winterquartier einzuräumen. Wenn Sie auf den
Winterschnitt verzichten wollen, dann streifen Sie nur die übrigen Blätter ab und entfernen Sie alle Blüten
und Fruchtstände. Säubern Sie auch die Töpfe von abgefallenen Blättern. Entsorgen sie diese, vor allem
wenn Sie vorher Probleme mit weißen Fliegen oder Fuchsienrost gehabt haben, über den Hausmüll. Aus
hygienischen Gründen darf kein abgestorbenes Pflanzenmaterial oder abgefallenes Laub mit ins Winterlager
kommen, sonst können sich die Pflanzen mit versteckten Krankheitserregern und Parasiten infizieren.
Grüne, ausgewachsene Fuchsien haben im Winterquartier nichts zu suchen. Weiche Triebe mit Blütenknospen
und Zweige, die ihr Laub nicht abwerfen wollen, sollten eingekürzt werden. Blätter die sich nicht abstreifen
lassen, werden bis auf einen Stielstumpf abgeschnitten und entsorgt. Binden Sie unbedingt
Namens-
schildchen an die Stämme, ohne Laub können Sie die Pflanzen nicht mehr voneinander unterscheiden.
Bringen Sie die Fuchsien dann zum Überwintern an einen kühlen, frostfreien, ruhig auch dunklen Ort.
Kranke Pflanzen sollten, falls Sie sie überhaupt überwintern wollen, großzügig eingekürzt werden. Das
Werkzeug muss danach gründlich gereinigt werden. Kranke Fuchsien dürfen auf keinen Fall mit gesunden
zusammen überwintert werden.
Falls Ihnen eine Fuchsie nach einer kalten Herbstnacht, doch einmal erfroren ist, müssen Sie sie nicht gleich
wegwerfen. Wird sie eingekürzt und ganz normal überwintert, dann treibt sie im nächsten Jahr meistens
wieder aus.
Geeignete Winterquartiere
Am besten geeignet sind kühle, helle Standorte mit einem gewissen Grad an Luftfeuchtigkeit. Die
Temperaturen sollten zwischen 2°C und 12°C liegen. Die Töpfe sollten aber nie direkt auf dem kalten
Boden stehen, da die Wurzeln sonst unterkühlen. Die Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen, damit die
Luft ungehindert zirkulieren kann. Fuchsien, die ihr Laub abgeworfen haben, können ohne weiteres auch
in dunklen Kellern überwintert werden. Dabei gilt: Je dunkler, desto kälter. Am ehesten geeignet sind
trockene Kellerräume mit Temperaturen unter 6°C. Temperaturen über 8°C sollten vermieden werden.
Lagern Sie aber keine Fuchsien in feuchten Kellern! Neue Ableger, nicht verholzte Jungpflanzen,
schwache Pflanzen und Winterblüher werden unbeschnitten (mit Laub) so hell wie möglich und etwas
wärmer (bei 10°C -
Kühle Gewächshäuser und Wintergärten sind natürlich ideal, da sie hell sind und eine komfortable
Überwinterung ermöglichen. Sie sollten aber beheiz-
schattieren.
Erdgruben bieten einem, wenn sie einmal angelegt wurden, die Möglichkeit die
Pflanzen ohne weiteren Arbeitsaufwand sicher über den Winter zu bringen. Sie
eignen sich aber nur für ältere Pflanzen, die schon gut verholzt sind. Bei dieser
Form der Überwinterung sollte 14 Tage vorher ein Winterschnitt durchgeführt
werden. Die Schnittstellen müssen unbedingt trocken sein und dürfen nicht
nachnässen. Die Pflanzen sollten außerdem mit stabilen Namenschildern
versehen sein.
Suchen Sie einen trockenen (das heißt vor allem, vor Überflutungen durch Regenwasser geschützten) Platz
mit niedrigem Grundwasserspiegel. Heben Sie eine mindestens 80cm tiefe Grube aus und verkleiden Sie
diese mit Holzbrettern, auf die Sie vorher engmaschigen bissfesten Maschendraht gegen Mäuseverbiss
getackert haben. Bedecken Sie den Boden mit einer 5 -
die Töpfe schichtweise in die Grube und füllen Sie die Zwischenräume mit Trockenem Torf,
Styroporflocken oder Zeitungspapier auf. Nach oben wird das Ganze mit einer mindestens 10cm dicken
Torfschicht abgeschlossen. Legen Sie danach stabile Bretter auf die Grube. Eine feste Folie die großzügig
überlappend auf die Bretter gelegt wird, schützt die Pflanzen vor Regen-
kommt noch eine dicke Erd-
Lichtschächte sind meist trocken und kühl. Leider sind sie oft schlecht erreichbar. Zur Isolierung müssen
sie mit durchsichtiger Folie abgedeckt werden. Achten Sie dabei darauf, dass später
kein Regen-
Schmelzwasser in den Lichtschacht gelangt. Zum Lüften, Gießen und um eventuell etwas Wärme
hinzuzuführen sollte man die Kellerfenster öffnen können.
Hausflure und Treppenhäuser bieten sich, solange sie kühl genug sind, ebenfalls als Standort an. Vermeiden
Sie aber Zugluft.
Kellerräume sollten wenn sie dunkel sind, mit max. 8°C sehr kühl sein (siehe oben). Bei helleren Kellern sind
10°C kein Problem, sofern die Pflanzen direkt am Fenster stehen.
Wohnräume eignen sich nur, wenn die Fuchsien direkt am Fenster, aber nicht an der prallen Sonne stehen
und die Temperaturen 14°C nicht übersteigen.
Überwinterung in Plastiktüten
Mit dieser Methode können die Pflanzen platzsparend im Winterlager gestapelt werden.
Die Fuchsien werden beschnitten und entlaubt. Die Erde wird angefeuchtet. Danach
werden Plastiktüten über die Töpfe gestülpt und oben verknotet. Müllbeutel eignen
sich dafür hervorragend. Da sie meist etwas durchsichtig sind, ist eine optische Kontrolle
auf Schimmelbefall jederzeit möglich. Die Fuchsien werden dann, wie gewohnt, an einem
kühlen Ort überwintert. Außer sporadischen Kontrollen auf Schimmelbefall und Feuchtig-
keit sind keine weiteren Arbeiten mehr nötig. Auch das Nachgießen im Winter entfällt
normalerweise, da durch die Plastiktüte kein Wasser verdunsten kann. Die Pflanzen
können aber auch ohne Topf eingelagert werden. Dann hat man im Winter genug Zeit die
Gefäße zu reinigen. Im Frühjahr werden die Wurzelballen von alter Erde befreit und die
Fuchsien neu eingetopft. Kleinere (gut verholzte) Fuchsien können auch liegend in Kisten gelagert werden. Das entspricht in etwa der Überwinterung in Erdgruben, ist aber viel platzsparender, da die Kisten bis zur Decke gestapelt werden können.
Ganz wichtig ist aber immer, dass das Winterquartier kühl und frostfrei ist. In warmen Räumen können die Wurzeln faulen.
Abgesehen von den Pflanzen in Erdgruben, brauchen die Fuchsien auch im Winter ein gewisses Maß an Pflege
und Aufmerksamkeit. Sie sollten zwar so wenig wie möglich gegossen werden (der Boden darf nur ganz
schwach feucht, nicht nass sein), allerdings dürfen sie niemals völlig austrocknen. Ist der Boden zu feucht,
faulen die Wurzeln, oder die Pflanze treibt aus. Je nach Standort und Topfgröße genügt es normalerweise,
alle zwei bis drei Wochen mit etwas Wasser sparsam nachzugießen. Halten Sie den Topf im Zweifelsfall
lieber etwas trockener als zu feucht. Damit die Erde das Wasser besser aufnimmt, können Sie einen
Tropfen Spülmittel in das Gießwasser geben. Ist der Wurzelballen ganz eingetrocknet, muss der Topf aber
getunkt werden.Stickige Luft macht die Pflanzen anfällig für Pilzkrankheiten. Lüften Sie daher regelmäßig,
aber nur bei frostfreiem Wetter.
Kontrollieren Sie die Fuchsien regelmäßig auf Krankheiten oder Schädlingsbefall. Bei kranken oder
befallenen Fuchsien sollten Sie erst versuchen die Haltungsbedingungen zu verbessern. Erst wenn das nichts
bringt, sollten Sie zu Pflanzenschutzmitteln greifen. Da die Mittel bei Temperaturen unter 15°C nicht
wirken, müssen Sie die Töpfe kurzzeitig etwas wärmer stellen.
Bei wenig Licht in Verbindung mit zu hohen Temperaturen oder Bodenfeuchtigkeit neigen die Fuchsien dazu,
blasse Geiltriebe auszubilden. Diese müssen Sie unbedingt entfernen. Ist die Erde zu feucht, genügt es
etwas weniger zu gießen, sonst sollten Sie die Pflanzen heller stellen oder an einem kälteren Ort
überwintern.
Fuchsien dürfen im Winter auf keinen Fall gedüngt werden!
Fuchsien im Frühjahr
Winterruhe beenden
Beginnen Sie ab Ende Februar bis Anfang März damit die Fuchsien etwas mehr zu gießen und stellen Sie die
Pflanzen, vor allem wenn sie kühl und dunkel überwintert wurden, an einen hellen, etwas wärmeren Platz.
Vermeiden Sie aber unbedingt direkte Sonnenbestrahlung. Durch diese Maßnahmen zeigen Sie der Fuchsie
den Beginn der Wachstumsperiode an. Wann sie dann aber tatsächlich austreibt, entscheidet die Fuchsie
ganz alleine. Starkes gießen oder gar düngen bringt überhaupt nichts, kann die Wurzeln aber so stark
schädigen, dass die Pflanze eingeht. Gehen Sie beim Übergang von der kalten und trockenen Winterzeit zur
feuchteren und wärmeren Wachstumsperiode äußerst behutsam vor. Vermeiden Sie, wenn möglich, starke
Temperaturschwankungen und steigern Sie die Wasserzufuhr nur langsam. Vor allem Pflanzen, die dunkel
überwintert wurden, müssen sich erst langsam an das Tageslicht gewöhnen. Fuchsien, die noch nicht
ausgetrieben haben dürfen nicht zu feucht stehen. Erst wenn sich das erste Grün zeigt, können Sie langsam
damit anfangen normal zu gießen. Regelmäßiges besprühen ist zwar nicht nötig, begünstigt aber den
Austrieb. Fuchsien die in Erdgruben überwintert wurden können Sie bis April dort belassen.
Sobald die Pflanzen damit beginnen auszutreiben, wird es Zeit für den Frühjahrsschnitt. Der Zeitpunkt des
Austriebs ist dabei stark abhängig von der Art der Überwinterung und der Region in der Sie wohnen.
Fuchsien, die kalt und dunkel überwintert wurden und Pflanzen, die in Regionen mit späterem
Frühlingsanfang kultiviert werden treiben später aus, als Fuchsien, die heller und wärmer überwintert
wurden oder in wärmeren Gebieten aufgezogen werden. Kommt in einem Jahr dann noch ein kaltes
Frühlingswetter dazu, kann es durchaus sein, dass sich erst Ende Mai die ersten Blätter zeigen. Den
Frühjahrsschnitt sollten Sie im Gegensatz zum Winterschnitt unbedingt durchführen. Verwenden Sie dabei nur
scharfe Scheren, damit das Holz nicht gequetscht wird. Werden Fuchsien nicht regelmäßig beschnitten,
verholzen sie im Laufe der Jahre. Mit dem Frühjahrsschnitt sorgen Sie dafür, dass eine ausreichende Anzahl
an neuen Trieben gebildet wird. Das ist besonders wichtig, da Fuchsien ausschließlich an den einjährigen
Trieben blühen. Außerdem dient er dazu, die Pflanzen in die gewünschte Form zu bringen. Die
abgeschnittenen (weichen) Triebe können Sie verwenden, um Ableger heranzuziehen.
Schneiden Sie zuerst alle dünnen, schwachen, über Kreuz oder in die falsche Richtung wachsenden Triebe
dicht am Ansatz ab. Bei Büschen kürzen Sie alle letztjährigen Leittriebe um ein Drittel und die Seitentriebe
bis auf ein oder zwei Augenpaare ein. Dabei sollte eine harmonische Buschform
entstehen, die später gleichmäßig belaubt ist. Störende Triebe können Sie
entfernen. Bei Hochstämmen kürzen Sie alle unverzweigten Triebe vom letzten
Jahr auf ein bis zwei Augenpaare ein. Ist ihre Krone stark vergreist, sollte sie mit
einem radikalen Schnitt bis ins alte Holz verjüngt werden. Ampelpflanzen werden
nicht so stark zurückgeschnitten, da sich sonst keine hängenden Triebe ausbilden.
Bei ihnen kürzen Sie die überhängenden Triebe nur bis auf das letzte Augenpaar
unterhalb des Topfrandes ein, während Sie die Triebe in der Mitte bis auf ein oder
zwei Augenpaare abschneiden, damit die Fuchsie dort fülliger wächst.
Geschnitten wird immer ungefähr 5mm oberhalb der Augen. Bei schlecht durchlüfteten oder feuchten
Standorten empfiehlt es sich, die Pflanzen vorbeugend gegen Pilzerkrankungen zu spritzen.
Ältere und starkwachsende Pflanzen können generell stärker zurückgeschnitten werden als junge und
solche mit einem schwachen Wachstum. Kranke Triebe werden immer bis ins gesunde Holz eingekürzt.
Nach dem Frühjahrsschnitt sollten Sie nur einmal durchdringend gießen. Danach halten Sie die Erde nur
leicht feucht, bis sich an den neuen Trieben Blätter gebildet haben. Sobald die Triebe Blätter haben können
Sie wieder normal gießen und anfangen zu Düngen. Falls bereits ausgetriebene Augen nach dem Rückschnitt
plötzlich anfangen zu verkümmern, dann ist die Erde zu nass und die Wurzeln beginnen zu faulen. Holen Sie
die Fuchsie sofort aus dem Topf, schneiden das angefaulte bräunliche Wurzelgewebe ab und pflanzen die
Fuchsie in einem kleineren Topf ein.
Zeitgleich mit dem Frühjahrsschnitt sollten Sie die Fuchsie umtopfen, da die Nährstoffe in der alten Erde
im Vorjahr weitgehend aufgebraucht wurden. Bei der Gelegenheit sollten Sie die alten (braunen) Wurzeln
vorsichtig entfernen. Sie können die Fuchsie in der Regel wieder in das gleiche (gereinigte) Gefäß
einpflanzen. Nur wenn der alte Topf zu klein war, sollten Sie zur nächsten Topfgröße greifen.
Die ersten Tage im Freien
Fuchsien haben, vor allem wenn sie über Winter etwas dunkler gestanden sind, sehr empfindlich Blätter. Sie
müssen sich erst langsam an die Sonne gewöhnen und dürfen Anfangs auf keinen Fall in die pralle Sonne
gestellt werden. Suchen Sie sich einen regnerischen, wolkenverhangenen Tag, am besten eine
Schlechtwetterperiode aus, um die Fuchsien das erste Mal ins Freie zu bringen. In
den ersten 2-
müssen die Pflanzen bei Sonnenschein wieder eingeräumt bzw. konsequent schattiert werden, bis die Blätter
ihre normale dunkelgrüne Färbung erhalten haben.
Weiches Entspitzen (Pinzieren)
Haben sich die Pflanzen erst einmal an das Sonnenlicht gewöhnt und ihr
Laub richtig entwickelt, können Sie durch weiches Entspitzen für eine
dichteren Wuchs und eine vielfaches an Blütentrieben sorgen. Sobald sich
drei Blattpaare gebildet haben, knipsen Sie die weichen Triebspitzen
oberhalb des letzten voll ausgebildeten Blattpaares ab. Die Augen der
darunter liegenden Blätter dürfen dabei nicht beschädigt werden.
Dadurch wächst dieser Zweig nicht mehr weiter in die Länge und es bilden
sich Seitentriebe. Diese können Sie dann später nach dem dritten
Blattpaar noch einmal entspitzen, um eine noch dichtere Wuchsform zu
erreichen. Durch das Pinzieren verzögert sich die Blüte jedoch um ein bis
drei Monate (je nach Sorte und Tageslänge). Spät blühende Fuchsien
sollten deshalb nicht entspitzt werden.
Je ungünstiger die Haltungsbedingungen sind, desto anfälliger werden die Fuchsien. Aber auch bei optimaler
Pflege können Sie unliebsame Überraschungen erleben. Deshalb habe ich hier kurz die wichtigsten
Fuchsienkrankheiten und Schädlinge aufgeführt. Für genauere Informationen empfehle ich Ihnen die Seiten
von der Deutschen Fuchsiengesellschaft und von Greenfinger at.
Pilzkrankheiten
Die Hauptursache aller Pilzerkrankungen ist hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit stehender Luft und zu
hoher Pflanzendichte. Vorbeugend sollten Sie immer für ausreichende Belüftung sorgen, alte Blüten und
Blätter auf dem Boden regelmäßig entfernen und die Pflanzen nicht zu dicht stellen. Sind die Fuchsien erst
einmal befallen, müssen Sie alle abgefallenen Blätter und alle abgeschnittenen Pflanzenteile unbedingt über
den Hausmüll entsorgen.
Mehltau tritt vor allem bei starken Temperaturschwankungen auf. Erkennbar ist er an einem weißen Belag
auf den Blüten und Knospen und Flecken auf den Blättern. Das Wachstum kommt zum Erliegen und das Laub
wird abgeworfen. Stellen Sie die Fuchsie an einen luftigen Platz, schneiden Sie sie bei Bedarf leicht zurück
und spritzen Sie ein Mittel gegen Mehltau.
Fuchsienrost befällt die Fuchsien bei eher niedrigen Temperaturen. Anfangs ist eine feine Schicht von
gelbbraunen bis rostroten Pilzsporen an der Blattunterseite zu erkennen. Später bilden sich auch an der
Oberseite braune Flecken und die Pflanze verliert von unten her ihre Blätter. Entfernen Sie alle befallenen
Blätter, sorgen Sie für gute Belüftung und verwenden Sie ein geeignetes Spritzmittel.
Grauschimmel (Botrytis) ist vor allem beim Überwintern an feuchten Standorten ein Problem, aber auch bei
zu gut gedüngten Fuchsien findet man, vor allem an beschädigten Ästen oder Blättern, eine graue
Schimmelschicht. Gönnen Sie der Pflanze eventuell eine Düngepause, lüften Sie regelmäßig, schneiden Sie die
befallenen Pflanzenteile ab und spritzen Sie mit einem Fungizid.
Schädlinge
Weiße Fliegen sind ca. 2mm große Insekten, die bei Berührung der Pflanze auffliegen.
Sie fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und gestauter Luft am wohlsten und befallen
bevorzugt die weichen Pflanzenteile von überdüngten oder jungen Fuchsien. Ihre Eier und
Larven sitzen an den Blattunterseiten und sind sehr schwer zu bekämpfen. Sie sollten so
früh wie möglich anfangen zu spritzen und die Behandlung, je nach Mittel, im Abstand von
jeweils 2 -
getötet werden. Unterstützend können Sie Gelbtafeln an den Pflanzen befestigen. In
Gewächshäusern bieten sich Nützlinge, wie zum Beispiel bestimmte Schlupfwespenarten,
als Alternative an.
Sie können die erwachsenen Tiere auch mit einem Staubsauger einsaugen. Am besten
dafür geeignet sind Bodenstaubsauger oder tragbare, leistungsstarke Rüsselsauger.
Diese Staubsaugertypen haben einen flexiblen Schlauch, der Ihnen das Arbeiten an den Pflanzen
erleichtert. Stecken Sie in bzw. auf den Schlauch einen Trichter mit ca. 15 -
Trichter können Sie ohne großen Aufwand mit Bastelkarton oder einem dicken Papier selber herstellen.
Fixieren können Sie ihn mit Tesafilm oder einem starkem Gummi (z.B. Einmachgummi). Halten Sie den
Trichter mit der einen Hand ungefähr 10 cm über den Blättern, während Sie mit der anderen Hand an ihnen
entlang streichen. Dabei müssen Sie sich aber nicht um jedes einzelne Blatt kümmern.
Sie sollten die Plage-
geister nur auf-
Befall 2 -
es sich, das Intervall auf 2 -
aber immer an Ihre Sicherheit und verwenden Sie den Staubsauger nicht wenn die Pflanze nass ist, oder gar
wenn es regnet. Die Gefahr von lebensgefährlichen Verletzungen durch einen Stromschlag ist dann viel zu
groß.
Blattläuse gehören wohl zu den ständigen Begleitern eines jeden Gärtners. Eine gewisse
Anzahl ist un-
bedenklich und schädigt die Pflanze nicht. Schwammiges Gewebe mit dünnen Zellwänden, hervorgerufen
durch zu starke oder einseitige Düngung und das Fehlen natürlicher Feinde lässt sie aber schnell zu einer
Plage werden, die dann eine ernstzunehmende Gefahr für die Fuchsie darstellt. Solange die Läuse nur in
kleineren Gruppen auftreten, kann man sie mit den Fingern zerdrücken. Bei starkem Befall und bei
schwachen Pflanzen sollten Sie sie aber mit Nützlingen oder einem Blattlausmittel bekämpfen.
Rote Spinnen (Milben) weben ihre Gespinste an der Blattunterseite. Die Pflanze reagiert mit graugrün
verfärbten oder braun gefleckten Blättern, Wachstumsstockungen und bei starkem Befall mit Laubabwurf.
Rote Spinnen treten bei zu warmer, trockener Luft auf und können mit Spritzmittel erfolgreich bekämpft
werden. Im Gewächshaus können Sie Raubmilben einsetzen. Erhöhen Sie aber auf jeden Fall die
Luftfeuchtigkeit.
Dickmaulrüßler (Taxuskäfer): Da der grauschwarze, etwa 1cm große Rüsselkäfer nacht-
aktiv ist, werden Sie wohl zuerst die Halbkreisförmigen Fraßspuren an den Blatträndern
entdecken. Diese Fraßspuren stammen von erwachsenen Käfern und sind für die Fuchsie
nicht unbedingt gefährlich. Richtiges Unheil richten dagegen die Larven an. Sie leben wie
Engerlinge ausschließlich in der Erde und fressen die Wurzeln der Pflanze. Die Käfer
können Sie abends im Licht einer Taschenlampe relativ problemlos einsammeln, oder mit
Leimtafeln, die Sie neben die Fuchsie stecken und nachts anstrahlen, einfangen.
Die Larven können Sie entweder mit einem systemischen Gießmittel, wie zum Beispiel
Careo von Celaflor, oder biologisch mit Nematoden (Fadenwürmern) bekämpfen.
Nematoden und weitere Nützlinge können Sie bei Sautter & Stepper beziehen. Auf
der Homepage wird auch genauer beschrieben, wie Sie Nützlinge bei Ihren Pflanzen
erfolgreich einsetzen.
Raupen: Eher selten werden Fuchsien von Raupen heimgesucht. Sie lassen sich auch
leicht mit der Hand entfernen und richten daher kaum nennenswerten Schaden an.
Besonders imposante Erscheinungen sind die 8cm großen Raupen des mittleren
Weinschwärmers, die leider unsere Vorliebe für Fuchsien teilen.
Da ich es nicht übers Herz bringe, ihnen „den Kragen umzudrehen“, setze ich sie am
Waldrand auf anderen Futterpflanzen wie Springkraut oder Weideröschen aus.
Pflegefehler und äußere Einflüsse
Wurzelfäule entsteht durch Staunässe und ständiges Übergießen der Fuchsien. Die Blätter erschlaffen und
fallen dann ab. Schneiden Sie geschädigte Pflanzen stark zurück. Entfernen Sie dann alle braunen und
angefaulten Wurzelteile und pflanzen Sie die Fuchsie wieder mit neuer Erde in einen Topf, der so klein wie
möglich sein sollte ein. Gießen Sie einmal kräftig mit einer Fungizidlösung an und halten Sie den Topf danach
nur schwach feucht, bis sich neue Wurzeln gebildet haben.
Überdüngung oder die Verwendung eines zu starken Düngers führt auch dazu, dass die Wurzeln geschädigt
werden. Die Blätter hängen schlaff herunter, ihre Ränder bleichen aus und werden dann braun. Schließlich
wirft die Pflanze ihr ganzes Laub ab. Eine Rettung ist nur möglich, wenn Sie die Fuchsie zurückschneiden,
die geschädigten Wurzeln entfernen und sie mit einer ungedüngten oder nur schwach gedüngten
Anzuchterde in einem kleineren Topf neu einpflanzen.
Überhitzung: Fuchsien stellen, wenn es ihnen zu warm wird, jegliche Wasseraufnahme ein. Die daraus
resultierenden welken Blätter sind aber kein Zeichen dafür, dass ihr Wurzelballen ausgetrocknet ist.
Fuchsien, deren Blätter an einem heißen Tag schlaff herunterhängen obwohl die Erde noch feucht ist,
dürfen auf keinen Fall gegossen werden! Sie sollten aber sofort an einen kühleren, schattigen Platz
gebracht werden.
Schäden durch Sonnenlicht können auftreten, wenn die Pflanzen ungeschützt der prallen Sonne ausgesetzt,
oder zu abrupt vom schattigen Winterlager ins Helle gestellt wurden. Rot gescheckte Blätter (Chlorophyllschäden) und Brandflecken signalisieren Ihnen, dass Sie die Fuchsie so schnell wie möglich in den
Schatten stellen müssen. Mit etwas Glück erholt sie sich dort bald wieder. Stark geschädigte Pflanzenteile
sollten aber abgeschnitten werden. Auf keinen Fall mit kaltem Wasser gießen!
Blattflecken: Außer den oben beschriebenen Chlorophyllschäden durch direktes Sonnen-
licht, können rot gescheckte Blätter auch als Spätfolgen längerer Hitzeperioden auf-
treten. In diesem Fall sollten Sie die Erde etwas trockener halten, dann schaffen es die
Pflanzen normalerweise wieder neu durchzutreiben. Häufig sind Blattflecken aber das
Ergebnis falscher Pflege oder Düngung. Zu hoch konzentrierte Spritzbrühen führen zu
Verätzungen. Durch das Besprühen der Pflanzen bei Sonnenschein können Verbrennungen
auftreten. Während Trockenheit zu gelber Verfärbung führt, deuten stumpfgrüne
Blätter auf zu nasse Erde hin. Bei Nährstoffmangel verbleichen die Blätter und die
Adern zeichnen sich gelb ab. Allerdings treten bei manchen Fuchsiensorten auch nach
kalten Frühjahrs-
Temperaturen wieder von alleine verschwinden.
Schwammiges Gewebe: Durch einseitige oder zu starke Düngung wächst die Fuchsie zu schnell und bildet
dünne Zellwände aus. Dadurch wird die Fuchsie anfällig für Parasiten wie z. B. Blattläuse. Achten Sie
deshalb stets darauf, dass sie nicht zu viel düngen und der Dünger immer der Wachstumsperiode entspricht.
Frostschäden: Ist eine Pflanze durch eine einzige Frostnacht im Herbst erfroren, müssen Sie sie nicht
gleich wegwerfen. Wenn Sie sie ganz normal überwintern, treibt sie meistens im Frühjahr wieder problemlos
aus. Bei längeren Frösten stirbt jedoch auch das Gewebe im Stammholz ab, so dass eine Rettung
normalerweise nicht mehr möglich ist.
Pflanzenschutzmittel richtig anwenden
Für eine Erfolgreiche Behandlung sollten Sie unbedingt die folgenden Hinweise beachten.
> Spritzen Sie nicht nur oberflächlich, sondern behandeln Sie auch die Blattunterseiten.
> Unter 15°C sind alle Mittel wirkungslos. Behandeln Sie Ihre Pflanzen also nur bei
höheren
Temperaturen.
> Wird das gleiche Mittel längere Zeit angewendet, können die Schädlinge dagegen
resistent werden.
Verwenden Sie daher verschiedene Präparate im Wechsel.
> Mittel zum Gießen dürfen nicht auf trockene Wurzelballen aufgebracht werden.
> Halten Sie sich strikt an die Angaben des Herstellers bezüglich des Mischungsverhältnisses
und der
Anwendung.
> Befolgen Sie die Sicherheitsratschläge auf der Packung und schützen Sie sich selbst
mit geeigneter
Bekleidung und Schutzbrillen.
> Beachten Sie die Hinweise zur Bienengefährlichkeit und Gewässerverträglichkeit.
Es wird zwischen zwei Arten der Vermehrung unterschieden: Der generativen Vermehrung aus Samen und
der vegetativen durch Stecklinge, Absenker oder Ausläufer.
Während bei der generativen Vermehrung Eigenschaften beider Elternteile vererbt werden (können), ist
eine vegetativ vermehrte Fuchsie das exakte Abbild ihrer Mutterpflanze.
Obwohl Fuchsien sich in der Natur hauptsächlich durch Samen reproduzieren, wird diese Methode im Garten
kaum angewendet, da sie sehr arbeitsintensiv und wenig erfolgsversprechend ist. Aus Samen aufgezogene
Pflanzen haben, falls die Nachzucht überhaupt gelingt, selten die gleichen (positiven) Eigenschaften wie
ihre Mutterpflanze. Eine Verbesserung des Blütenbildes ist noch weniger zu erwarten.
Dagegen ist eine Vermehrung durch Stecklinge, die von der Fuchsie abgeschnitten beziehungsweise
abgebrochen werden, relativ einfach und meistens auch erfolgreich. Hierzu können Sie die abgeschnittenen
Triebe vom Frühjahrsschnitt verwenden.
Vermehrung aus Samen
Nehmen Sie eine reife Frucht (sie gibt auf Fingerdruck leicht nach) und schneiden Sie diese mit einer
Rasierklinge an den meist von außen gut sichtbaren Trennwänden der vier Samenkammern der Länge nach
durch. Nehmen Sie die runden und dicken Samen mit einem Zahnstocher oder einem anderen spitzen
Gegenstand aus den Kammern und legen Sie sie zum Trocknen auf ein Küchen-
Samen sind unfruchtbar und können entsorgt werden. Die gesunden Samen sollten nach dem Trocknen bald
verwendet werden, da ihre Keimfähigkeit rasch nachlässt. Füllen Sie ein flaches Anzuchtgefäß mit
Pikiererde und stellen Sie es in ein Wasserbad, bis sich die Erde vollgesogen hat. Alternativ zur Erde können
Sie natürlich auch feinen Blähton oder Perlite verwenden. Lassen Sie danach das überschüssige Wasser
ablaufen. Verteilen Sie dann die Samen im Abstand von ca. 3cm auf der Oberfläche und bestreuen Sie sie
unter Zuhilfenahme eines Siebes mit einer Erdschicht, die nur so dick wie ein Samenkorn ist. Decken Sie das
Ganze mit einer durchsichtigen Plastikfolie oder einem entsprechenden Deckel ab. Stellen Sie die Sämlinge
an einen gleichmäßig 14-
Samen gekeimt sind, damit vorsichtig zu lüften. Am ersten Tag wird die Abdeckung eine halbe Stunde, dann
von Tag zu Tag immer länger geöffnet, bis sich die Keimlinge an die Außenluft gewöhnt haben und die
Abdeckung ganz entfernt werden kann. Sobald ein Pflänzchen zwei echte Blattpaare entwickelt hat,
müssen Sie es ganz vorsichtig in einen Topf mit 5-
Fungizidlösung angießen. Über den Topf stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte oder ein Trinkglas und
stellen ihn dann an einen 18-
Pflanze mit einem Schaschlikstäbchen und achten Sie darauf, dass ihre Blätter die Abdeckung nicht
berühren. Wenn sich nach ca. zwei Wochen eine gesunde Triebspitze entwickelt, haben sich neue Wurzeln
gebildet und Sie können damit beginnen vorsichtig zu lüften (siehe oben). Pflanzen Sie den Ableger erst in
einen größeren Topf, wenn der alte komplett durchwurzelt wurde. Das Wachstum können Sie mit
wöchentlicher Blattdüngung unterstützen. Ein Höchstmaß an Hygiene ist bei allen Arbeiten unbedingt
erforderlich, da die Pflänzchen sehr empfindlich sind.
bewurzeln besonders schnell. Schneiden Sie einen weichen, möglichst knospenlosen
Trieb mit einem scharfen Messer etwas unterhalb des dritten voll ausgebildeten
Blattpaares ab. Der Trieb sollte gesund und unbedingt frei von Schädlingen sein. Die
Schnittstelle darf nicht gequetscht oder mit den Fingern berührt werden. Entfernen
Sie dann vorsichtig das unterste Blattpaar. Die Augen, die in den Blattachseln sitzen
dürfen dabei nicht beschädigt werden. Die verbleibenden großen Blätter sollten Sie um
die Hälfte einkürzen, damit sie später nicht so viel Wasser verdunsten. Schneiden Sie
den Steckling noch einmal ca. 2mm unterhalb des Blattknotens ab und tauchen Sie das
Stängelende in ein Bewurzelungspulver (siehe unten). Füllen Sie einen Topf mit 5-
tiefes Loch in die Mitte der Erde und setzen Sie den Steckling hinein. Besprühen Sie Ihn mit einer 2%igen
Fungizidlösung und stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte oder ein Trinkglas über den Topf. Stellen Sie
die Pflanze dann an einen hellen, aber nicht sonnigen, ca. 18-
(gefüllte Sorten brauchen etwas länger) dürften sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Das können Sie an
der glänzenden, prall gefüllten Triebspitze erkennen. Jetzt können Sie damit beginnen, vorsichtig zu lüften
(siehe Vermehrung aus Samen). Haben die Wurzeln den Topf vollständig durchwurzelt, sollten Sie die
Fuchsie in einen etwas größeren Topf pflanzen.
Fuchsienableger bewurzeln aber auch in Wasser sehr gut. Stellen Sie den vorbereiteten Steckling in ein
Glas, das mit etwas lauwarmem Wasser gefüllt ist. Stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte darüber und
stellen Sie alles an einen hellen, aber nicht sonnigen, ca. 18-
zu tief im Wasser stehen, da er sonst faulen kann. Haben sich genug Wurzeln gebildet, können Sie den
Steckling in einen kleinen Topf einpflanzen.
bewurzeln besonders sicher. Anders als bei einem weichen Steckling, wird der jetzt
schon leicht verholzte Trieb nicht abgeschnitten, sondern schräg nach unten
abgebrochen, so dass eine Rindenzunge zusammen mit dem Steckling von der
Mutterpflanze abgerissen wird. Ist die Zunge zu lang, wird sie noch etwas
abgeschnitten. Bis auf die Tatsache, dass der Stängel nicht noch einmal eingekürzt
wird, entspricht die weitere Vorgehensweise der im Kapitel weiche Stecklinge
beschriebenen.
Sie können eine Pflanze aber auch so vorbereiten, dass Ihnen im Herbst weiche Stecklinge zur Verfügung
stehen. Schneiden Sie dafür schon im Juli einige Seitentriebe an der gewünschten Fuchsie zurück. Die
nachgewachsenen weichen Triebe können Sie dann im August für Ableger verwenden.
Eine Vermehrung zu diesem Zeitpunkt hat den Vorteil, dass der Ableger nicht versucht zu blühen, sondern
seine ganze Kraft in das Wachstum steckt.
Der Wachstumszyklus der Fuchsien ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Sind die Tage kurz, bedeutet das für
die Pflanzen, dass die Umstände für eine erfolgreiche Vermehrung durch Samen eher ungünstig sind. In
dieser Zeit beschränken sie sich hauptsächlich darauf, zügig zu wachsen und eine ausreichende Belaubung
zu entwickeln. Man nennt diesen Abschnitt die vegetative Phase. Ab einer Tageslichtdauer
von ca. 14-
Stunden werden verstärkt Blüten und Früchte ausgebildet und das übrige Wachstum kommt praktisch zum
Erliegen. Bei abnehmender Tageslichtdauer im Herbst schließt sich dann noch einmal eine vegetative Phase
an. Anders als bei der Nachzucht im Frühjahr, die zumindest teilweise in der Blühphase stattfindet, werden
Herbststecklinge komplett in der vegetativen Phase herangezogen. Das ist vor allem bei langsam wachsenden
Sorten vorteilhaft, da ein zügiges Wachstum zu erwarten ist.
Vermehrung durch Absenker:
Ziehen Sie einen langen Fuchsientrieb vorsichtig, damit er nicht abbricht nach unten, so dass er im Bereich
eines Auges den Boden berührt und fixieren ihn dort. Falls der Boden feucht genug ist, wird sich der Trieb
dort verwurzeln. Sind die Wurzeln groß genug, können sie den Trieb abschneiden und den Ableger
auspflanzen.
Vermehrung durch Ausläufer:
Bei Freilandfuchsien bilden sich manchmal Tochterpflanzen. Diese können Sie abtrennen und an einer
anderen Stelle oder im Topf wieder einpflanzen.
Bewurzelungspulver und Weidenwasser
Ein Bewurzelungspulver (auch Bewurzelungshormon genannt) regt die Wurzelbildung der Ableger an. Es wird
aus Hormonen leicht bewurzelnder Pflanzen (z.B. Weiden) hergestellt. Eventuell sind noch desinfizierende
Mittel und Fungizide zugefügt. Verwendet wird es bei Pflanzen die konventionell kaum (oder überhaupt
nicht) bewurzeln. Da Fuchsien nicht zu dieser Art von Pflanzen gehören, ist die Verwendung eines
Bewurzelungspulvers nicht nötig, beschleunigt aber die Wurzelbildung.
Als Alternative zum Bewurzelungspulver bietet sich Weidenwasser an, das leicht selbst herzustellen ist.
Dazu werden ein paar einjährige (weiche) Weidentriebe in ca. 2cm lange Stücke geschnitten und in ein Glas
gegeben. Das Glas wird bis ungefähr 1cm oberhalb der Holzstückchen mit lauwarmem Wasser aufgefüllt.
Nach 24 Stunden wird das Weidenwasser in ein anderes Glas abgeseiht. Die vorbereiteten Stecklinge
werden nun für 24 Stunden in dieses Wasser gestellt und danach in Erde herangezogen.
Das Weidenwasser kann ca. zwei Wochen an einem kühlen Ort (z.B. Kühlschrank) aufgehoben werden.
Danach verliert es seine Wirkung und beginnt unangenehm zu riechen
Um eines gleich einmal vorneweg zu stellen: Fuchsien sind zwar im Vergleich zu manchen anderen Pflanzen
relativ einfach zu züchten, allerdings dürfen Sie nicht erwarten, dass gleich der erste Zuchtversuch ein
durchschlagender Erfolg wird. Eine wirklich neue, fortpflanzungsfähige Fuchsiensorte zu züchten, bedeutet
oft jahrelange, systematische Arbeit, die auch mit vielen Fehlschlägen verbunden ist. Grundkenntnisse der
Vererbungslehre werden dabei genauso vorausgesetzt, wie genaue Kenntnisse der Fuchsiensorten und ihrer
Abstammung. Außerdem wird ein Grundstock an sortenreinen, vermehrungsfähigen Fuchsien benötigt. Ich
rate Ihnen deshalb dringend davon ab, sich mit hochgesteckten Erwartungen an die Züchtung einer neuen
Fuchsiensorte zu machen. Falls Sie sich aber nur einmal aus Spaß als Züchter versuchen wollen, dann haben
Sie mit der Fuchsie die richtige Pflanze gefunden. Die folgende Anleitung ist auch nur für solche Versuche
gedacht. Eine Zuchtanleitung wäre viel umfangreicher.
Die Züchtung beginnt mit der Auswahl der Elternpflanzen. Die Mutterpflanze sollte schon in den Jahren
zuvor versucht haben viele Früchte auszubilden, was ihr natürlich nicht gelungen ist, da wir sie ja immer
regelmäßig ausputzen. Oder etwa nicht? Fuchsien die Ihnen bisher immer den Gefallen getan haben, ihre
verwelkten Blüten mitsamt Fruchtknoten abzuwerfen, sind zur Zucht ungeeignet, da sie
höchstwahrscheinlich unfruchtbar sind. Vorsicht ist auch bei „Supermarktfuchsien“ (Fuchsia stehend,
Fuchsia hängend, Fuchsia Hybride) geboten. Sie sehen zwar schön aus, sind aber
meistens steril, das heißt nicht mehr durch Samen vermehrbar.
Wenn die (pollenspendende) Vaterpflanze voll in Blüte steht, sollten Sie bei einer,
oder besser bei mehreren Knospen der Mutterpflanze, die gerade im Begriff sind
aufzugehen, die Blütenblätter durch leichten Druck öffnen. Schneiden Sie bei
den Knospen, welche Sie soeben geöffnet haben, die Staubfäden mitsamt ihren
Staubgefäßen mit einer kleinen Schere ab und hüllen Sie die Narbe des Stempels
mit einem Stückchen Alufolie ein, um jegliche Fremd-
auszuschließen. Wenn die Narbe nach ungefähr 1-
wird es Zeit für die Bestäubung. Knipsen Sie eine Blüte mit ausgereiften Pollen
(Sie erkennen es daran, dass etwas Pollen am Fingernagel hängen bleibt, wenn sie
mit ihm über die Staubgefäße streichen) von der Vaterpflanze ab. Nehmen Sie die
Hülle von der Narbe ab und bestreichen Sie die Narbe mehrmals mit den Staub-
gefäßen der abgeknipsten Blüte, bis sie völlig mit Pollen bedeckt ist. Danach
sollten Sie die bestäubte Blüte umgehend mit einem Säckchen aus luftdurch-
lässigem Stoff umhüllen. Befestigen Sie ein Plastikschildchen oder ein weißes
Klebeband, auf dem die Namen der Eltern und das Datum der Bestäubung notiert
sind am Stiel der befruchteten Blüte.
Dabei werden üblicherweise zuerst der Name der Mutterpflanze und dann der Name der Vaterpflanze
genannt. Um die Fäulnisgefahr etwas einzudämmen, müssen Sie das Säckchen mit der verwelkten Blüte
vorsichtig entfernen, sobald diese sich vom Fruchtknoten gelöst hat. Hat bisher alles geklappt, können Sie
jetzt nur noch hoffen, dass eine Frucht mit ausreichend gesundem Samen heranwächst, den Sie dann wie
oben beschrieben heranziehen können.
Wie gesagt ist die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der Blüte in Form und Farbe sehr
unwahrscheinlich, meistens wird sich das Blütenbild sogar eher verschlechtern, einen Versuch ist es aber
trotzdem wert.
Noch ein Hinweis zum Schluss: Fuchsienzucht ist auch eine ernste Angelegenheit. Zum Züchten dürfen nur
anerkannte Sorten verwendet werden. Bringen Sie eigene Kreationen nicht bedenkenlos in den Umlauf.
Neuzüchtungen sollten erst 3 Jahre genau beobachtet und bei der American Fuchsia Society registriert
werden.
Bisher wurden über 20.000 Fuchsiensorten gezüchtet und es ist nur dem umsichtigen Verhalten aller
Züchter zu verdanken, dass wir heute noch gesunde Pflanzen und einen Überblick über die Sorten haben.
Bei den Fuchsien sind sowohl die Blüten als auch die Früchte essbar. Dem Laub und
der Rinde der F. magellanica werden angeblich sogar heilende Eigenschaften
nachgesagt.
Der Geschmack der Früchte variiert von Sorte zu Sorte. Sie schmecken leicht nach
Sauerkirschen, sind aber etwas herber. Den intensivsten Geschmack haben dabei
vor allem dunkle, vollreife Früchte. Allerdings gibt es verschiedene Gründe, warum
die Fuchsie keinen Platz auf unserer Speisekarte gefunden hat. Zum Einen wurde
sie relativ spät eingeführt, zum Anderen wird sie bis heute ausschließlich als
Zierpflanze kultiviert.
Da Sie aber, um sich länger an einer üppigen Blütenpracht erfreuen zu können, alle verblühten Fruchtstände
entfernen sollten, werden Sie wohl kaum ausreichend Früchte zum Kochen sammeln können. Falls Sie aber
zufälligerweise in England, an einer der prächtigen Fuchsienhecken entlang spazieren und sowieso gerade
nichts besseres zu tun haben, dann können Sie ja eines der folgenden Rezepte ausprobieren.
Fuchsienmarmelade
Zutaten:
1 ½ Pfund reife, gewaschene Beeren
1 Pfund Zucker
2 Esslöffel Wasser oder Apfelsaft
Saft einer halben Zitrone
Zubereitung:
Erhitzen Sie das Wasser mit dem Zitronensaft und dem Zucker bei schwacher Flamme, bis sich der Zucker
aufgelöst hat. Lassen das Ganze danach etwas abkühlen und fügen Sie die Beeren hinzu. Bringen Sie dann
alles langsam zum Kochen und lassen Sie es zum Schluss kurz kräftig aufkochen. Wenn ein Tropfen der
Marmelade auf einem kalten Teller sofort geliert, ist sie fertig.
Fuchsiengelee
Zutaten:
1 ½ Pfund reife, gewaschene Beeren
1 Pfund Zucker
3 Esslöffel Wasser oder Apfelsaft
Saft einer halben Zitrone
Zubereitung:
Lassen Sie die Beeren mit der Flüssigkeit langsam kochen, bis diese ihre ganze Flüssigkeit verloren haben
und gießen Sie den Sud dann durch ein Sieb ab. Fügen Sie den Zitronensaft und den Zucker hinzu. Lösen Sie
den Zucker, bei schwacher Hitze auf und lassen Sie das Ganze dann kurz aufkochen. Wenn ein Tropfen des
Gelees auf einem kalten Teller sofort geliert, ist es fertig.
Fuchsiengelee nach viktorianischem Rezept
Zutaten:
Wasser
2 Tassen reife, gewaschene Beeren
1 Tasse Zucker pro Tasse Fuchsiensaft.
2 Esslöffel Pektin pro Tasse Fuchsiensaft.
Zubereitung:
Füllen Sie Wasser in den Topf, bis die Beeren bedeckt sind. Kochen Sie die Beeren, bis sie leicht zerdrückt
werden können. Seihen Sie sie dann durch ein Tuch ab. Mischen Sie den Zucker mit dem Saft und bringen
Sie beides unter ständigem Rühren zum Kochen. Rühren Sie dann das Pektin unter und kochen Sie alles noch
einmal eine Minute lang stark auf. Nehmen Sie danach den Topf vom Herd und schöpfen den Schaum mit
einem Löffel ab.
Fuchsiendessert
Zutaten:
1 Tasse reife, gewaschene Beeren
1 Tasse Füchsienblüten
1 Tasse Zucker
2 Tassen Wasser (bzw. eine Tasse Wasser und eine Tasse Apfelsaft oder Cider)
1 feingehackter, geschälter Apfel
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Gelatine
Zubereitung:
Lassen Sie alle Zutaten bei kleiner Hitze 10 Minuten leicht kochen. Gießen Sie die Flüssigkeit, sobald sie
etwas abgekühlt ist, durch ein Sieb ab. Rühren Sie die Gelatine ein und stellen Sie den Saft dann zum
Eindicken in den Kühlschrank. Am Besten servieren Sie das Dessert später mit etwas Schlagsahne.
Kontrollieren Sie täglich Ihre Pflanzen auf Krankheiten und Schädlinge. Vergessen Sie dabei die
Blattunterseiten nicht. Entfernen Sie regelmäßig Früchte, Fruchtstände, verblühte und welke Blüten, da die
Pflanze sonst zu viel Energie in die Samenbildung steckt, anstatt neue Knospen auszubilden. Binden Sie lange
Triebe fest und stützen Sie schwere Blüten, um Windbruch zu verhindern und entfernen Sie gelbe und
vertrocknete Blätter. Lockern Sie, wenn nötig, ältere Befestigungen an den Stützstäben, damit die Fuchsien
nicht eingeschnürt und somit von weiterem Wachstum abgehalten werden.

Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
Umtopfen

Fuchsien als Beetpflanzen
Im Winter
Im Frühjahr
Krankheiten
Einleitung

Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
Umtopfen

Fuchsien als Beetpflanzen
Im Winter
Im Frühjahr
Krankheiten
Einleitung
Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
Umtopfen

Fuchsien als Beetpflanzen
Im Winter
Im Frühjahr
Krankheiten
Einleitung
Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
Umtopfen

Fuchsien als Beetpflanzen
Im Winter
Im Frühjahr
Krankheiten
Einleitung
Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
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Fuchsien als Beetpflanzen
Im Winter
Im Frühjahr
Krankheiten
Einleitung
Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
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Fuchsien als Beetpflanzen
Im Winter
Im Frühjahr
Krankheiten
Einleitung
Vermehrung
Rezepte
Tägliche Pflege
Düngen

Standort und gießen
Erde u. Töpfe
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Fuchsien als Beetpflanzen
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Einleitung
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Rezepte
Tägliche Pflege
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Standort und gießen
Erde u. Töpfe
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Rezepte
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Rezepte
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Standort und gießen
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Rezepte
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Düngen

Standort und gießen
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Einleitung




Fruchtknoten
Kelchröhre
(Tubus)
Blütenblätter
(Petalen)
Kelchblätter
(Sepalen)
Staub-
gefäße
Stempel
Einfache
Blüte
Gefüllte
Blüte
Halb-
gefüllte
Blüte

Übertopf mit
Abstandshalter

Übertopf mit
Erde aufgefüllt


Topf mit
Drainageschicht
Für Details bitte
Zeichnung anklicken
Korolle





Grube ausheben
Grube teilweise wieder auffüllen
Fuchsie einpflanzen
Senke im Laufe des Jahres füllen
Pflanze mit Winterschutz


Busch nach
dem Schnitt
Fuchsienbusch

Für Details bitte Bild anklicken

Geschnittene Ampelpflanze


Triebspitze
abknipsen
Entspitzte Pflanze mit Seitentrieben

Weiße Fliegen

Dickmaulrüßler

Mittlerer Weinschwärmer

Chlorophyllschäden durch Sonne oder als Spätfolge einer Hitzeperiode
Kopfsteckling

Verholzter Steckling
mit Zunge
Blüte ohne Staubfäden

Knospe vor
dem öffnen

Reife Beere